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	<title>Gold &#38; Goldbarren &#187; Goldstandard</title>
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		<title>Der Goldstandard Teil 3</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Oct 2014 08:57:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den beiden vorangegangen Artikeln Der Goldstandard Teil 1 und Der Goldstandard Teil 2 beschrieben wir die Vor- und Nachteile des Goldstandards und gaben einen kurzen historischen Überblick über die Zeit vor dem Goldstandard, dessen Einführung und Ende mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges sowie den fatalen Folgen der Wiedereinführung in der Zwischenkriegszeit. Nun sehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den beiden vorangegangen Artikeln Der Goldstandard Teil 1 und Der Goldstandard Teil 2 beschrieben wir die Vor- und Nachteile des Goldstandards und gaben einen kurzen historischen Überblick über die Zeit vor dem Goldstandard, dessen Einführung und Ende mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges sowie den fatalen Folgen der Wiedereinführung in der Zwischenkriegszeit. Nun sehen wir uns die Entwicklungen nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum endgültigen Aus des Goldstandards an.<span id="more-7186"></span></p>
<h2><strong>Bretton-Woods &#8211; Goldstandard nach dem Zweiten Weltkrieg</strong></h2>
<p>Noch vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam es zur Bretton-Woods Konferenz. Bretton-Woods ist ein Ort in den USA, im Bundesstaat New Hampshire gelegen. Am 22. Juni 1944 wurde ein internationales Währungssystem geschaffen, welches den mit Gold hinterlegten US-Dollar zur Weltleitwährung hinaufhob. Man wollte die Schwächen eines reinen Goldstandards und den damit verbundenen Auswirkungen, wie sie in der Zwischenkriegszeit vorkamen, ausmerzen. Ab nun ersetzte der Gold-Dollar-Standard die Golddevisenstandards. Das Tauschverhältnis wurde im Bretton-Woods-Abkommen mit 35 US-Dollar pro Feinunze Gold festgelegt. Die US-Notenbank war ab sofort verpflichtet die US-Dollarreserven jedes Mitgliedslandes zum vereinbarten Wechselkurs in Gold umzutauschen!</p>
<p>Im Zuge des Abkommens wurden die noch heute bestehenden Organisationen, Weltbank, Internationaler Währungsfonds (IWF) und die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD), geschaffen. Ziel und Idee von Bretton-Woods war es die Möglichkeit einen Welthandel ohne Handelsbarrieren zu festen Wechselkursen zu schaffen.</p>
<h2><strong>Goldstandard und Triffin-Dilemma</strong></h2>
<a href="http://www.gold-goldbarren.com/gold-info/gold-anwendungsgebiete/gold-2/" rel="attachment wp-att-6462"><img class=" wp-image-6462" title="Goldmünzen und Goldbarren" src="http://www.gold-goldbarren.com/wp-content/uploads/2013/07/Fotolia_26222925_XS.jpg" alt="Fotolia 26222925 XS Der Goldstandard Teil 3" width="333" height="222" /></a> © Luftbildfotograf &#8211; Fotolia.com.
<p>Das hehre Ziel von Bretton-Woods wurde jedoch rasch von der Realität eingeholt. Das Triffin-Dilemma, benannt nach dem Ökonomen Robert Triffin, beschreibt bereits 1959 den Konstruktionsfehler des Goldstandards im Bretton-Woods-System.</p>
<p>Die für den weltweiten Handel benötigte Liquidität war nämlich durch die Goldbestände der USA begrenzt. Um Liquidität und den damit verbundenen Wachstum zu schaffen mussten zusätzliche US-Dollar in den Geldumlauf gebracht werden, was in den USA zwangsläufig zu Defiziten in der Zahlungsbilanz führte. Bereits 1960 überstiegen die US-Auslandsverbindlichkeiten in der Höhe von 21,2 Mrd. US-Dollar die Goldreserven der USA von 18,7 Mrd. US-Dollar, bewertet zu dem auf 35 US-Dollar je Feinunze Gold festgelegten Wechselkurs.</p>
<p>Robert Triffin schlug die Einführung einer künstlichen Währung neben dem US-Dollar und Gold vor. Verwirklicht wurde dies am 09. Oktober 1969 in Form von Sonderziehungsrechten (SZR). Der Wert eines Sonderziehungsrechtes lag ursprünglich bei 35 US-Dollar, dem festen Wechselkurs für eine Feinunze Gold. Umgangssprachlich wurde ein SZR deshalb auch Papiergold bezeichnet und konnte genauso wie physisches Gold als Zahlung zwischen Zentralbanken benutzt werden. Die Einführung der Sonderziehungsreche war jedoch zu spät – die USA wären im Ernstfall nicht in der Lage gewesen Ihrer Verpflichtung der Einlösung in Gold nachzukommen. Präsident Richard Nixon kündigte am 15. August 1971 die Bindung von <a title="Gold" href="http://www.gold-goldbarren.com/" target="_blank">Gold</a> an den US-Dollar auf. Der künstlich fixierte Goldpreis von 35 US-Dollar pro Feinunze Gold war somit Geschichte. Am 14. November 1973 wurde die Bildung des Goldpreises endlich den marktüblichen Methoden der Preisfindung überlassen. Der private Goldbesitz wurde in den USA von Präsident Gerald Ford per Gesetz am 31. Dezember 1974 wieder erlaubt, nachdem dieser seit 01. Mai 1933 (Executive Order 6102 von Präsident Franklin D. Roosevelt) verboten war.</p>
<h2><strong>Fazit</strong></h2>
<p>Der Goldstandard ist ein System aus vergangen Tagen und hat nachweislich nicht funktioniert. Wirtschaftsnobelpreisträger Milton Friedman erklärte sehr anschaulich wie der Goldstandard mitverantwortlich an der großen Depression von 1929 bis 1933 war. Trotz der Fakten und den geschichtlichen Erkenntnissen gibt es leider immer noch Anhänger eines Goldstandards, welche auch die Rückkehr zu diesem fordern. Diskussionen über den Goldstandard werden oft sehr heftig und wenig sachlich betrieben. Anstatt in die Vergangenheit zu blicken ist es an der Zeit sich von den Fesseln zu lösen, weiter zu denken und ein neues weltweites Währungssystem für die Zukunft zu entwickeln!</p>
<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/7861ec6a609d44a881c721d467840a6d" alt=" Der Goldstandard Teil 3" width="1" height="1" title="Der Goldstandard Teil 3" /></p>
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		<title>Der Goldstandard Teil 2</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Oct 2014 06:59:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannes</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In unserem Blogartikel „Der Goldstandard Teil 1“ haben wir kurz dargestellt was Goldstandard bedeutet, sowie die wichtigsten Argumente dafür und dagegen aufgezeigt. Jetzt ist es an der Zeit einen Blick in die Vergangenheit zu machen. Schauen wir uns kurz im Überblick an, welches Währungssystem vor dem Goldstandard herrschte, wie es zum Goldstandard kam und warum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In unserem Blogartikel „Der Goldstandard Teil 1“ haben wir kurz dargestellt was Goldstandard bedeutet, sowie die wichtigsten Argumente dafür und dagegen aufgezeigt. Jetzt ist es an der Zeit einen Blick in die Vergangenheit zu machen. Schauen wir uns kurz im Überblick an, welches Währungssystem vor dem Goldstandard herrschte, wie es zum Goldstandard kam und warum dieser schließlich aufgegeben wurde bzw. eine Wiedereinführung scheiterte.<span id="more-7172"></span></p>
<h2><strong>Zeit vor dem Goldstandard</strong></h2>
<p>Vom 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts war der Bimetallismus das vorherrschende Währungssystem. Bimetallismus bedeutet, dass viele Länder gleichzeitig Goldmünzen und Silbermünzen als Währung prägten. Ausnahmen bildeten dabei China und Indien, welche eine nahezu reine Silberwährung hatten. Das Pendant dazu stellte Großbritannien.</p>
<h2><strong>Historischer Goldstandard bis 1914<a href="http://www.gold-goldbarren.com/goldmuenzen/anlagemuenzen/gold-sovereign/a10_2/" rel="attachment wp-att-1320"><img class="alignright  wp-image-1320" title="Gold Sovereign Revers" src="http://www.gold-goldbarren.com/wp-content/uploads/2010/11/A10_2-608x402.jpg" alt="A10 2 608x402 Der Goldstandard Teil 2" width="214" height="141" /></a></strong></h2>
<p>Großbritannien war das erste Land welches mit dem Coinage Act 1816 (56 Geo. III c.68), auch als Liverpool´s Act bekannt, die Goldwährung und damit den Goldstandard einführte. Der Gold Sovereign mit einem Feingehalt von 916<sup>2</sup>/<sub>3</sub>/1000 stellte dabei die Referenzgrundlage dar. Aus 12 Feinunzen 22 karätigem <a title="Gold" href="http://www.gold-goldbarren.com/" target="_blank">Gold</a> waren £ 46 (Pfund), 14 s (Shilling), 6 d (Denar), also 46,725 Pfund Sterling zu prägen.</p>
<p>Weitere Länder folgten dem Beispiel Großbritanniens erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.</p>
<ul>
<li>1854 Kanada</li>
<li>1871 Deutschland</li>
<li>1878 Frankreich und die Schweiz (Lateinische Münzunion)</li>
<li>1879 USA</li>
<li>1884 Italien</li>
<li>1892 Russland und Österreich-Ungarn</li>
<li>1897 Japan</li>
</ul>
<p>Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 wurde in vielen Ländern die Goldeinlösepflicht zu fixen Wechselkursen und somit auch der Goldstandard beendet.</p>
<h2><strong>Rückkehr zum Goldstandard in der Zwischenkriegszeit</strong></h2>
<p>Nach dem Ersten Weltkrieg versuchten einige Länder wieder zum Goldstandard zurückzukehren, was jedoch nicht wirklich gelang. Drastischer noch, die Wiedereinführung des Goldstandards in der Zwischenkriegszeit hatte verheerende Auswirkungen. In Folge von Über- und Unterbewertungen diverser Währungen kam es zum Zusammenbruch der Goldwährung. Sehr gut sichtbar ist das am maßgeblich beteiligten Großbritannien. John Meynard Keynes warnte bereits 1925 in seiner Abhandlung „The Economic Consequenses of Mr. Churchill” heftigst davor zu einem Goldstandard mit Vorkriegswechselkursen zurückzukehren. Winston Churchill, zu dieser Zeit Finanzminister Großbritanniens, ignorierte Keynes und beförderte das Land in eine tiefe Rezession. Drastisch sah man das Versagen auch 1929 in den USA. Die Geldmenge konnte nicht ausgeweitet werden und notwendiger Wachstum wurde gebremst. Unternehmenspleiten, Arbeitslosigkeit und Deflation waren die Folge.</p>
<p>Dies alles waren nicht genug Gründe um den Goldstandard endlich als gescheitert anzusehen. Im dritten Teil unserer Reihe zum Goldstandard erfahren Sie wie es mit dem Goldstandard nach dem Zweiten Weltkrieg weiter ging bis dieser endlich aufgegeben wurde.</p>
<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/41a4ba4bfe7e4c50953ef11e2f871ed1" alt=" Der Goldstandard Teil 2" width="1" height="1" title="Der Goldstandard Teil 2" /></p>
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