„Wetten, dass …“ die Griechen es nicht schaffen!

CPB | Donnerstag, 10. November 2011 - 15:14

Lucas Papademos heißt der neue Ministerpräsident in Griechenland, der eine Übergangsregierung bis zur nächsten Wahl führen soll. Der parteilose Papademos hatte sich als Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB) einen Namen gemacht und schien wegen seiner finanzwirtschaftlichen Kenntnisse im Moment der geeignete Regierungschef für das Pleiteland zu sein. Der Name Papademos war inzwischen fast wieder vom Tisch und es wurde bereits Panagiotis Roumeliotis, der Vertreter Griechenlands beim Internationalen Währungsfonds IWF und zwei andere Kandidaten als mögliche Ministerpräsidenten gehandelt. In jedem Fall wollen die Griechen offensichtliche einen Finanzprofi auf den Chefsessel setzen, damit die Schuldenkrise durch einen Fachmann gemanagt wird und die Irritationen beendet werden, mit denen zuletzt Papandreou die EU-Regierungen und die Finanzwirtschaft konfrontiert hatte. Papademos war zu dem Zeitpunkt Präsident der griechischen Nationalbank, als Hans Eichel und Gerhard Schröder die Griechen mit wahrscheinlich geschönten Zahlen in den Euro geholt haben. Ob Papademos persönlich an der Bilanzfälschung beteiligt war, kann man natürlich nicht beweisen. Allerdings wird es für die Griechen auch mit einem gewieften Bankmanager an der Spitze nicht einfach. Die umfangreichen und teils schmerzhaften Hausaufgaben müssen gemacht werden!

Nach dem Schuldenschnitt ist vor dem Schuldenschnitt!

Das geflügelte Wort von Altbundestrainer Sepp Herberger “nach dem Spiel ist vor dem Spiel” ist mit dem Wort Schuldenschnitt in diesem Fall zwar ausgetauscht worden, aber die Weisheit des Fußballlehrers, der mit der deutschen Nationalmannschaft 1954 in Bern Weltmeister wurde, stimmt auch in diesem Zusammenhang wieder. Ähnlich bekannt ist sein legendärer Satz “der Ball ist rund” und auch dieser Spruch wird auch heute noch gerne verwendet. Der Ball ist rund, ist auf die Schuldenkrise in Griechenland nicht so gut anwendbar, weil in Griechenland leider nichts rund läuft. Im Moment wird zwar der Schuldenschnitt für die Pleitegriechen vorbereitet, aber die Griechen selbst bringen das Land immer weiter an den Abgrund. Streiks und gewalttätige Demonstrationen prägen das Bild des Landes, das man sonst nur von erbaulichen Urlaubsbildern kennt und mit Syrtaki, Kokinelli, Retsina, Metaxa, Suflaki und Feta in Verbindung bringt. Auch nach dem Schuldenschnitt ist die Staatsverschuldung in Griechenland so hoch, dass ohne schmerzhafte Sparpakete das Risiko weiterhin sehr hoch ist, das nach diesem Schuldenschnitt bereits vor dem (nächsten) Schuldenschnitt oder dem endgültigen Staatsbankrott ist! Man könnte fast darauf wetten, dass es die Griechen nicht schaffen und in spätestens acht bis zehn Jahren wieder vor dem Staatsbankrott stehen. Es gibt sehr viele „Baustellen“ in Griechenland, die schnellstens bearbeitet werden müssen und auf Dauer mindestens einen ausgeglichenen Haushalt versprechen.

Hat Griechenland die meisten 100jährigen weltweit!?

Nachdem bekannt wurde, dass in Griechenland auch verstorbene ihre Rente weiter bekommen, hat endlich die sozialistische Regierung eine Untersuchung beim größten Rentenfonds in Griechenland, der staatlichen Rentenkasse IKA, vornehmen lassen. Die Prüfungen haben ergeben, dass 9.000 Rentner von der Rentenkasse bedient wurden, die bereits über 100 Jahre alt waren. Die letzte Volkszählung aus dem Jahr 2001 hatte eine Zahl von ca. 1.700 über 100jährige in Griechenland ergeben. Damit hätten die Griechen die Japaner um Längen in der Altersstatistik geschlagen! Wenn man das hört, ist man nicht überrascht, dass die Griechen keinen funktionierenden Fiskus haben, Traumgehälter für Staatsdiener mit teilweise 18 Monatsgehältern zahlen und auch die Ruhestandsbezüge in schwindelnde Höhen geraten sind. Jede Regierung hat außerdem ihren Wählern immer wieder Geschenke gemacht und über 25% der Griechen sind mittlerweile im Staatsdienst.

Tote Rentner haben in den letzten 10 Jahren ca. 8 Milliarden kassiert!

Der Direktor der staatlichen Rentenversicherung in Griechenland hat zugegeben, dass es bis zu 8 Milliarden sein könnten, die in den letzten 10 Jahren unsinnigerweise an Tote ausgezahlt wurden. Man kann nur hoffen, dass die Gesetze in Griechenland es erlauben, dass der Sozialbetrug noch zu Rückzahlungen der ausgezahlten Renten führt. Sollte eine Verjährung vorgesehen sein, wird dieser Versuch schnell außer Kraft gesetzt und einige Milliarden sind verloren. Wenn die Rentenbetrüger in Griechenland die Renten der Verstorbenen in Goldbarren angelegt hätten, könnten sie mit den ergaunerten Rentenbezügen jetzt durch die Goldpreisentwicklung einen satten Gewinn einfahren, denn immerhin hat sich der Goldpreis in den letzten 10 Jahren etwa versechsfacht.

Wenn man von diesen Missständen hört, mag man sich gar nicht vorstellen auf welche Fässer ohne Boden man sonst noch bei den Hellenen trifft.

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