Gold suchen, Gold schürfen, Gold waschen!

CPB | Montag, 3. Oktober 2011 - 11:00

Durch die rasante Goldpreisentwicklung in den letzten Monaten nimmt die Zahl der Goldsucher wieder zu, die ihren Jahresurlaub als Goldschürfer verbringen wollen. Das ist Abenteuer pur und wenn man noch etwas Glück dabei hat, wird die Mühe mit einem kleinen Goldfund belohnt. Der Goldsucher oder Goldschürfer wird im Fachjargon “Prospektor” genannt und die Suche nach neuen Lagerstätten nennt man “Prospektion.” Wer in Deutschland oder Österreich nach Gold sucht und sich als Goldschürfer oder Goldwäscher an einem kleinen Bachlauf betätigt, wird allerdings höchstwahrscheinlich nicht “höffig” werden. Höffig ist bei der Suche nach Erdöl, Erzen oder Gold die Hoffnung, dass die gefundene Lagerstätte ein großes Vorkommen aufweist, was den Aufwand einer Förderung rechtfertigt. Man findet zwar keine schweren Nuggets in Österreich und Deutschland, aber vielfach Goldflitter. Davon kann man zwar nicht reich werden, aber als Freizeitbeschäftigung nimmt die Goldsuche ständig zu.

Wo findet man Gold?

In Deutschland und Österreich gibt es einige Bach- und Flussläufe, in denen man Gold finden kann. Das reicht zwar nicht für eine professionelle Ausbeutung und auch für einen Einzelkämpfer werden die Goldfunde sicher nicht ausreichen, um sein Leben davon zu finanzieren. Wenn man in Bächen oder Flüssen Goldflitter findet, so stammen diese aus einer Goldader, die tief im Gestein ist und durch Erosion und Regenwasser in das betreffende Gewässer gelangt ist. Das Gold wird teilweise über lange Strecken im Wasser befördert und es ist absolut unsicher, ob es in der Nähe eines Goldfundes überhaupt eine Goldader gibt. Der Goldsucher entwickelt ein Gefühl dafür, wo sich das im Wasser beförderte Gold im Bachlauf, Fluss oder See ablagern könnte. Man muss die Gewässer auch nicht unbedingt selbst ausfindig machen, sondern der Freitzeitgoldsucher kann sich in einschlägiger Literatur über Goldfunde in Bächen und Flüssen informieren und wo jemand schon einmal Gold gefunden hat, kann ja auch noch mehr sein.

Wo lagert sich Gold meistens ab?

Es ist eine Frage des logischen Menschenverstandes, dass man möglicherweise Goldteilchen dort antrifft, wo sich die Fließgeschwindigkeit des Gewässers ändert. In erster Linie sind das natürliche Hindernisse, wie Flussbiegungen, bei denen sich die Fließgeschwindigkeit “auf der Innenbahn” verlangsamt. Wenn dort gleichzeitig noch Felsen, größere Gesteinansammlungen, Ausformungen in der Bach- oder Flussführung sind, dann können die Goldteilchen dort einen Halt finden. Aber auch einfache Vertiefungen im Bach- oder Flusslauf sind Stellen, wo es sich wahrscheinlich lohnt zu schürfen. Ganz besonders aufmerksam muss der Goldsucher werden, wenn es kleinere oder auch große Wasserfälle in einem Gewässer gibt. Wo das Wasser herabstürzt, befinden sich fast ausnahmslos Vertiefungen, in denen die Chance, auf das beliebte Edelmetall zu treffen, besonders groß ist.

In welcher Region gibt es Gold?

Im deutschsprachigen Raum gibt es große Aussichten auf einen Goldfund im Salzburger Land und in Thüringen. Die Zeit vom Goldrausch ist zwar vorbei, aber irgendwie werden viele Menschen trotzdem vom Goldfieber gepackt und machen sich auf den Weg an einen Bachlauf in unwegsamem Gelände. Einer der Schwerpunkte der Goldsucher in Österreich ist der kleine Ort Rauris, der bereits im 15. und 16. Jahrhundert eine große Bedeutung im Goldabbau hatte. Zu dieser Zeit waren es etwa 12% des Goldvorkommens in der Welt, das in dieser Gegend geschürft worden ist. Das Rauriser Tauerngold ist für viele Goldsucher ein Begriff. Dort gibt es für die Touristen und Hobby-Goldsucher Goldwaschkurse und es werden immer mal wieder interessante Kleinmenge des sichersten Zahlungsmittels der Welt gefunden. In Deutschland gibt es zwar auch am Rhein, an der Mosel, im Schwarzwald und Hunsrück Goldfunde, aber die beliebteste Region mit den bedeutendsten Erfolgen für Goldschürfer ist Thüringen. Die Grümpen gilt dort als das goldreichste Gewässer in Deutschland und viele Goldsucher wurden schon in diesem Fluss fündig. Die Grümpen ist nur etwa 15 km lang, aber muss einen Höhenunterschied von 420 m überwinden.

Welche Ausrüstung braucht man zum Goldschürfen?

Der zünftige Goldwäscher trägt eine gute Outdoor-Bekleidung. Wetterfeste Hose und Jacke, vielleicht ein modischer Schlapphut und vor allem gute Stiefel. Sinnvoll sind für die Goldsuche sehr lange Stiefel, die üblicherweise Angler und Fischer tragen. Solche, bis zu den Oberschenkeln reichende Stiefel, sind auch unter der Bezeichnung Wattstiefel bekannt. Diese Stiefel sollte man eine Nummer größer kaufen, damit man noch mit dicken Rosshaarsocken oder Thermosocken dort hineinpasst, denn wer mit den Stiefeln lange Zeit im kalten Bachwasser steht, bekommt sehr schnell kalte Füße. Ein praktischer Klappspaten, den man an den Gürtel hängen oder im Rucksack verstauen kann, ist wichtig, vielleicht noch eine kleinere Handschaufel, eine Hacke, ein kleiner Eimer, die obligatorische Goldwaschschüssel oder Goldwaschpfanne darf nicht fehlen und für das positive Gefühl ein Plastikröhrchen für die Goldflitter und eine kleine Lupe. Einen Teil der Ausrüstung kann man vielerorts, an denen sich Goldsucher treffen, auch mieten.

Wer ein zweitägiges Goldwasch Abenteuer plant, der sollte auch entsprechend Proviant und eine gute Outdoor Ausrüstung dabei haben, wie ein Outdoor Zelt, eine selbstaufblasbare Isomatte und ein Schlafsack. Auch eine Taschenlampe bzw. eine Zeltlaterne sind sicher empfehlenswert.

Wie wäscht man Gold?

Lockern Sie Gestein und Sand mit einer Schaufel und beginnen Sie mit der Goldwaschpfanne zu schürfen. Um festzustellen, ob an dieser Stelle Gold zu finden ist, reichen meisten nicht eine oder zwei Pfannen. Wenn man immer tiefer im Sand gräbt und ihn mit der Pfanne heraus schürft, ist die Chance immer größer, dass man auf größere Flitter oder kleinste Nuggets trifft. Diese Teile sinken durch ihr Eigengewicht und den beweglichen Sand immer weiter nach unten, bis sie durch den Felsen am Grund des Gewässers gestoppt werden. Das Herauswaschen von Goldflittern aus dem Gestein, Geröll und Sand ist nicht ganz einfach. Wenn man auszuwaschendes Material in der Goldwaschpfanne hat, wird diese gerade in das nicht trübe Wasser gehalten und mit leichten Bewegungen wird unter Beachtung der Fließrichtung und Fließgeschwindigkeit des Wassers zunächst das leichtere Material über den Rand hinausgeschüttet. Diesen Vorgang nennt man auch “Gold panning”. Die seitwärts verlaufenden und kreisenden Bewegungen sollen einerseits die leichteren Teile heraus spülen und auf der anderen Seite die schwereren Goldteilchen nach unten befördern. Große Steine werden mit der Hand entnommen und was dann übrig bleiben sollte, ist der schwarze Mineralsand, in dem glänzende Goldteile zu sehen sind. Danach kann die Goldwasch-Pfanne aus dem Wasser genommen werden und der schwarze Sand wird ganz vorsichtig herausgeschüttet. Die größeren Goldteilchen kann man mit dem trockenen Finger entnehmen, an dem die Teile “kleben” bleiben oder mit einem kleinen Löffel in ein mit Wasser gefülltes Plastikröhrchen abstreifen. Feinste Goldflitter werden mit der sogenannten “Sniffer-Bottle” eingezogen.  Gold suchen, Gold schürfen, Gold waschen!

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