Goldpreis steigt auf 2.500 US-Dollar je Feinunze!

CPB | Montag, 1. April 2013 - 15:48

Bei der gewählten Überschrift denken Sie bitte an das Datum der Veröffentlichung. Trotzdem gehen viele Gold Analysten davon aus, dass diese Überschrift nicht aus einem Science-Fiction-Roman stammt, sondern eines Tages der Realität entspricht. Allein der Zeitpunkt für diese Goldpreisentwicklung ist noch nicht sicher, obwohl ein großer Teil der Goldexperten der Meinung ist, dass ein Goldpreis von 2.500 US-Dollar je Feinunze schon heute eher der Wirklichkeit entsprechen müsste, als der im Moment aktuelle Wert für das gelbe Edelmetall von knapp 1.600 Dollar. Der Goldpreis wird nach Meinung einiger Fachleute durch große Investmentbanken und Notenbanken künstlich niedrig gehalten – also manipuliert.

Die Manipulation am Goldpreis hilft dem Dollar!

Die Schuldenkrise in den USA und die Schuldenkrise in Europa haben dem Goldpreis nicht wirklich geholfen. Auch die noch nicht ganz gelöste Zypernkrise konnte den Goldpreis nicht entscheidend nach oben bewegen. Die Krise in dem Inselstaat im östlichen Mittelmeer hat den Goldpreis auf der Stelle gehalten, aber der Dollar steigt. Obwohl noch immer Gold als der sichere Hafen gehandelt wird und nicht der US-Dollar, der seine Schwächephase möglicherweise jetzt überwunden hat, sind die Anleger und Investoren bisher noch nicht ins Gold geflohen, sondern parken ihr Geld derzeit in US-Dollar und vor allem werden Aktien gekauft, denn die Börsen boomen seit einigen Monaten. Wenn der Dollar steigt ist es normal, dass der Goldpreis fällt. Erstaunlich ist aber an der Entwicklung, dass kurzfristig der Goldpreis nicht im Verhältnis zum Dollaranstieg gefallen ist. Zwar ist der Preis für physisches Gold im ersten Quartal 2013 um etwas über 4 Prozent gefallen; womit der Goldpreis erstmalig seit 2001 in zwei aufeinander folgenden Quartalen gesunken ist, aber er hält sich sehr erstaunlich in der Nähe von 1.600 Dollar je Feinunze und verändert sich in den letzten Tagen nur marginal. Die Goldpreisentwicklung der letzten Monate lässt darauf schließen, dass schon mehrfach am Goldpreis manipuliert worden ist. Je nach Situation am Goldmarkt müssen sich die großen Investmentbanken und andere Großspekulanten manchmal mit Gold ETFs eindecken und bei anderer Gelegenheit verkaufen sie Gold ETFs und stellen ihre Positionen glatt.

Positionen börsennotierter Goldprodukte verringerten sich um 6,9 Prozent im ersten Quartal!

Auch die Federal Reserve, die US-Notenbank, gehört zu den großen Banken, die den Goldpreis manipulieren können. Nur die Spekulation, dass die FED möglicherweise die lockere Geldpolitik etwas reduzieren könnte und die Geldmengen für die Märkte in etwas geringeren Chargen verteilen würde, soll die börsennotierten Goldprodukte im ersten Quartal 2013 um etwa 6,9 Prozent im Volumen reduziert haben. Dagegen stieg der Dollar-Index, der den Dollar im Vergleich zu sechs anderen Währungen zeigt, auf den höchsten Wert seit August 2012. Das passierte u.a. weil der Euro an Wert eingebüßt hatte. Obwohl sich der Dollar im Höhenflug befindet, geht es dem Goldpreis im Verhältnis trotzdem noch relativ gut, denn normal wäre, dass der Goldpreis fällt, wenn der US-Dollar an Wert gewinnt. Da der Goldpreis im Moment eher auf der Stelle tritt, kann das ein Indiz dafür sein, dass sich der Preis für das gelbe Edelmetall gegen die Kursgewinne des US-Dollar stemmt und ohne die Dollarstärke längst wieder nachhaltig über die wichtige Marke von 1.620 Dollar gestiegen wäre, was charttechnisch unterstützt durch Kaufsignale einen weiteren Kursanstieg für Gold bedeuten könnte. Für die Tatsache, dass der Goldpreis angesichts der großen Probleme an den Finanzmärkten noch keine Rallye hingelegt hat, spricht auch die aktuell geringe Goldnachfrage, was u.a. auf die Hausse an den Aktienmärkten zurückzuführen ist. Die Unternehmensgewinne sprudeln bei vielen Firmen in Europa, insbesondere auch in Deutschland, sichere Staatsanleihen werfen fast keine Rendite mehr ab und über das Zinsniveau braucht man sich seit einiger Zeit überhaupt nicht mehr zu unterhalten.

Steigende Goldnachfrage wird den Goldpreis antreiben!

Die Krisen in der Welt lassen die grundsätzliche Nachfrage nach Gold trotz kleinerer, manchmal auftretender momentaner Nachfrageschwächen, ständig steigen und die Schwankungsbreite liegt im Rahmen. Tatsache ist, dass die Nachfrage nach physischem Gold über der Jahresproduktion dieses Rohstoffs liegt und der Ausgleich bisher durch die Wiederaufbereitung von Gold und durch den Goldverkauf der Zentralbanken erfolgte. Das Ungleichgewicht zwischen der Goldproduktion und der Goldnachfrage wird allerdings in Zukunft immer größer werden, denn die Zentralbanken verkaufen fast keine Gold mehr und sind in den letzten Jahren eher als Goldkäufer aufgetreten. Die Ausschöpfung der vorhandenen Goldreserven durch die Goldminenbetreiber ist fast am Höhepunkt angekommen und um überhaupt noch eine Steigerung der Goldproduktion zu schaffen, müssen die Goldminen immer tiefer werden, was den Goldpreis natürlich wegen der höheren Herstellungskosten erhöht. Größere neue Goldfunde und neue Goldminen sind in den letzten Jahren nicht hinzugekommen. Zum Vergleich einige Zahlen aus den letzten 50 Jahren:

Goldproduktion in Tonnen pro Jahr              Goldnachfrage*              Goldverkauf

                                                                                                                           Zentralbanken*

  • 1960                    1.190 Tonnen Gold
  • 1970                    1.480 Tonnen Gold
  • 1980                    1.220 Tonnen Gold
  • 1990                    2.180 Tonnen Gold
  • 2000                    2.590 Tonnen Gold
  • 2001                    2.600 Tonnen Gold
  • 2002                    2.550 Tonnen Gold

 

  • 2003                    2.540 Tonnen Gold               2.594 Tonnen                   620 Tonnen
  • 2004                    2.420 Tonnen Gold               3.044 Tonnen                   479 Tonnen
  • 2005                    2.470 Tonnen Gold               3.098 Tonnen                   663 Tonnen
  • 2006                    2.370 Tonnen Gold               3.077 Tonnen                   365 Tonnen
  • 2007                     2.360 Tonnen Gold               3.104 Tonnen                   484 Tonnen
  • 2008                    2.290 Tonnen Gold               3.720 Tonnen                   235 Tonnen
  • 2009                    2.450 Tonnen Gold               3.593 Tonnen                     34 Tonnen
  • 2010                    2.560 Tonnen Gold               4.147 Tonnen                     77 Tonnen
  • 2011                    2.700 Tonnen Gold               4.582 Tonnen

Goldankauf Zentralbanken 2011:  457 Tonnen Gold

*Quelle: Handelsblatt

Goldankauf Zentralbanken 2012: 535 Tonnen Gold!

An der Entwicklung von 1960 bis heute kann man erkennen, dass sich die Goldproduktion mehr als verdoppelt wurde, aber die Goldnachfrage speziell in den letzten Jahren enorm zugenommen hat. Die Zentralbanken sind erstmalig im Jahr 2011 zu Netto Goldankäufern geworden, nachdem der Goldverkauf der Notenbanken bereits in den Jahren 2009 und 2010 nicht mehr nennenswert war. Besonders die BRIC-Staaten, vorweg Russland und China zeigten sich in den letzten Jahren an Goldbarren sehr interessiert, aber auch andere Länder, die man noch nicht zu den  Schwellenländern zählen kann, tauschen ihre Währungsreserven inzwischen gerne in Goldreserven um, den sie vertrauen dem Euro und auch dem US-Dollar nicht mehr in dem bisher gekannten Umfang. Die Schuldenberge in den USA, in Japan und in Europa lassen die Vermutung zu, dass die Notenbanken der betroffenen Währungsgebiete die Inflationsrate in den nächsten Jahren versuchen kontrolliert steigen zu lassen. In Japan hat die Regierung der japanischen Notenbank bereits signalisiert, dass sie mit einer Geldentwertung in Höhe von etwa 2 Prozent sehr einverstanden wäre. Man darf davon ausgehen, dass auch die FED und die EZB nichts  gegen eine moderate Inflationsrate hätten, die die Schuldenlast Jahr für Jahr etwas leichter werden lässt.

 

 

 

 

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