Goldpreis weiter auf absteigendem Ast!

CPB | Donnerstag, 27. Juni 2013 - 08:00

Der Goldpreis scheint im Moment direkt auf die magische Grenze von 1.200 US-Dollar je Feinunze zuzusteuern. Der Preis für das gelbe Edelmetall steht nur noch bei ca. 1.236 Dollar und der Goldpreis in Euro liegt unter 950 Euro für die Feinunze. Im Prinzip müsste man jetzt von Kaufkursen für Gold sprechen, aber der Goldpreisverfall ist derzeit durch viele Faktoren angetrieben. Den Startschuss für den Goldabsturz hatte es Mitte April durch groß angelegte Goldverläufe von US Investmentbanken gegeben. Nach einer kleinen Erholungsphase für physisches Gold folgte dann Mitte der vorigen Woche der Dolchstoß durch den US Notenbankchef Ben Bernanke, der das Ende der lockeren Geldpolitik in den USA ankündigte. Das war mit dem Ablassen der Luft aus einer Luftmatratze zu vergleichen, wie die Märkte auf diese Ankündigung reagierten. Das betraf nicht nur Gold und andere Edelmetalle, sondern auch die Aktienmärkte und die Anleihen. Der Profiteur dieser Ankündigung war zunächst der US Dollar, der gegenüber den anderen Währungen an Wert gewann. Jetzt ist der Dollarpreis zwar wieder etwas gefallen, aber entgegen dem sonst üblichen Zusammenhang, stieg der Goldpreis deswegen nicht, sondern bekam erneut einen scharfen Rücksetzer. Auch eine drohende Kreditklemme in China hilft derzeit offensichtlich dem Goldpreis nicht. Es war die Rede von Liquiditätsrisiken im Interbankenmarkt in China, worauf die chinesische Notenbank zwar sagte, dass die Liquiditätsrisiken weitgehend unter Kontrolle sind, aber die Zinsen zeigen eine andere Wahrheit. Die Zinsen haben sich in China in kurzer Zeit etwa verdoppelt. So gab es noch im April und Mai einen Zins von 3,3 Prozent für einen einwöchigen Kredit und aktuell werden dafür über 7 Prozent verlangt.

Goldpreis fällt und der Handel mit Goldbarren und Goldmünzen brummt!

Aus den Veröffentlichungen eines im Goldhandel bedeutenden Unternehmens konnte man  gerade entnehmen, dass es bei der Produktion von Goldmünzen im Moment Lieferengpässe gibt. Entgegen dem Markttrend an den Goldbörsen und am Terminmarkt, ist die Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren sehr hoch. Privatanleger kaufen weiterhin kräftig Goldbarren und Goldmünzen. Die Goldnachfrage wäre zwar sein Anfang Mai etwas zurückgegangen, aber die aktuellen Zahlen liegen noch immer ca. 50 bis 70 Prozent über den Verkaufszahlen aus dem Februar dieses Jahres. Der Goldhandel hat offenbar Probleme die große Nachfrage nach Anlagegold bedienen zu können. Obwohl die Münzpressen nach dieser Veröffentlichung bereits im Dreischichtbetrieb laufen, gibt es beispielsweise beim Krügerrand Engpässe. Im Prinzip ist das kein Wunder, denn die Fundamentaldaten haben sich trotz Goldpreisverfall nicht verändert. Die Realzinsen sind im Minusbereich, denn der Realzins ist der Leitzins minus Inflationsrate. Die Schuldenberge steigen weiter und die Probleme der Pleiteländer sind noch lange nicht gelöst.

 

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