Goldpreis weiterhin auf Erfolgskurs!

CPB | Montag, 12. November 2012 - 16:14

Die Goldanleger jubeln weiter, denn die gefährlichen Chartbilder sind im Moment “Schnee von gestern”. Die bereits nahe liegende Gefahr eines Absturzes bis auf 1.550 Dollar oder gar darunter, besteht derzeit nicht mehr. Der Goldpreis macht im Moment einen stabilen Eindruck und die Gold Analysten trauen der Goldpreisentwicklung jetzt relativ viel zu. Erstaunlich ist nur, dass die Gold-Spekulanten ihren Optimismus noch nicht wiedergefunden haben. Der COT-Report vom letzten Freitag zeigt erneut einen Rückgang der optimistischen Einschätzung für den Goldpreis, denn die Netto-Long-Position gingen in der fünften Woche in Folge zurück. Die offenen Goldkontrakte gingen um 1,7% zurück. Die optimistischen Markterwartungen der großen Spekulanten reduzierten sich um 5,9% und bei den Kleinspekulanten waren es sogar 5,9%, die ihren Optimismus verloren hatten. Insgesamt wirkte sich der negative Trend bei den Futures dadurch mit einem Minus von 6,7 % aus.

Wer hat den Verlust des Goldpreises am 2.11. zu verantworten?

Erst jetzt wird bekannt, warum der Goldpreis am Freitag vor einer Woche so dramatisch eingebrochen war. US-Banken bekamen es mit der Angst und deckten ihre Short-Positionen ein. Man konnte jetzt lesen, dass sich viele US-Banken, ganz besonders die Großbanken, Anfang November von ihren hohen Short-Positionen getrennt haben und die Gold-Futures glattgestellt hatten. Die US-Kontrollbehörde CFTC waren es vorwiegend fünf große US-Banken, die an der Warenterminbörse COMEX über 130.000 Gold-Kontrakte mit einem Volumen von je 100 Unzen verkauft haben, was einer Menge von über 400 Tonnen Gold entsprach. Das gleiche Spiel wurde auch mit den Shortpositionen beim Silber betrieben, denn 4 US-Institute hielten alleine ca. 25% der gesamten Silber-Kontrakte an den Terminbörsen. Durch diese Verkäufe der Shortpositionen bei Gold und bei Silber verlor der Goldpreis an einem Tag ca. 2 Prozent und der Silberpreis sogar ca. 4%.

Obama hat den Goldpreis stabilisiert!

Die Wahlen in den USA haben den Goldpreis stabilisiert. Das Risiko eines harten Absturzes vor den US-Wahlen ist durch das Wahlergebnis zunächst gebremst oder sogar eliminiert worden. Die Stimmung für die Goldpreisentwicklung war noch einen Tag vor den US-Wahlen sehr schlecht, aber die Wahl Obamas hat die Marktteilnehmer wieder beruhigt. Man ist sich sicher, dass die Niedrigzinsen noch lange in den USA so bleiben werden und auch die Gelddruckmaschinen werden die Demokraten nicht ausschalten, davon gehen die Gold-Experten und Gold Meinungsmacher in aller Welt aus. Die Aktienmärkte waren zwar von der Wiederwahl Obamas nicht sonderlich begeistert, aber ein Wochenplus beim Goldpreis von über 3% konnte mindestens die Goldanleger und die Anleger mit einem Goldanteil im Depot beruhigen. Obamas Gegner von den Republikanern, Mitt Romney, hatte ja schon vor längerer Zeit von Ben Bernanke, dem US-Notenbankchef, mehr Zurückhaltung bei der Geldpolitik gefordert und sogar im Falle eines Sieges der Republikaner die mögliche Entlassung des FED-Präsidenten angekündigt hatte. Das Wahlergebnis in den USA lässt alle Goldanleger darauf hoffen, dass ihre Goldbarren auch im zwölften Jahr in Folge einen Wertzuwachs verzeichnen können.

Bekommen wir eine Goldrallye zum Jahresende?

Viele Goldanleger sind in Kauflaune und der Goldpreis zeigt sich im Moment robust und zuversichtlich. Trotzdem kann man nicht mit Sicherheit sagen, ob wir eine Goldpreisentwicklung im November und Dezember bekommen, die man als Rallye bezeichnen kann. Die Gold Spekulanten zeigen mit einem Verlust von ca. 23 Prozent bei den Optimisten seit Anfang Oktober, dass sie nicht an eine Jahresendrallye für Gold glauben und die Goldimporte des bisherigen Gold Importweltmeisters Indien sind rückläufig. Die Inder waren es bisher, die durch Goldkäufe in der Hochzeitssaison in Indien dem Goldpreis zum Jahresende immer sehr bei der Kursentwicklung geholfen haben. Die Bombay Bullion Association (BBA) rechnet im diesem Jahr mit einem Goldimport von nur noch ca. 650 Tonnen, statt im Vorjahr ca. 967 Tonnen. Auch der stärkere Dollar wird nicht dazu beitragen, dass die Goldpreisentwicklung positiv beeinflusst wird. Positiv dagegen ist die Entwicklung bei den ETFs. Der Goldbestand der durch physisches Gold besicherten Wertpapiere beträgt fast 2.600 Tonnen und ist damit auf der Höhe eine gesamten Goldproduktion eines Jahres.

Was spricht für eine Goldpreis-Rallye?

Die US-Wahlen haben für den Goldpreis einen Richtungswechsel herbeigeführt, der möglicherweise sogar die Jahresendrallye eingeläutet hat. Die Bedingungen in den USA haben sich nicht geändert. Die FED flutet die Märkte mit billigem Geld und die Zinsen werden noch bis mindestens 2015 auf dem Niedrigniveau bleiben. Die Arbeitslosenzahlen in der Vereinigten Staaten lassen aus Sicht der Regierung keine andere Lösung zu. Die Geldpolitik führt dazu, dass die Schuldenberge in der USA immer größer werden und die Inflationsangst begründet wächst.

Welche Gründe könnten den Goldpreis behindern?

Angesichts der weltpolitische Lage könnte nur ein Krieg im Nahen Osten, durch Israel oder den Iran ausgelöst, den Goldpreis in die Knie zwingen. Obwohl das die Schulden in den USA weiter in die Höhe treiben würde, werden nicht nur die Aktienmärkte, sondern höchstwahrscheinlich auch der Goldpreis unter einem solchen Szenario leiden. Obama kann allerdings nicht wiedergewählt werden. Wenn er den Mut haben sollte (was allerdings unwahrscheinlich ist), sich an einem durch Israel angezettelten Krieg nicht zu beteiligen, könnte das sogar auch dem Goldpreis helfen. Der Goldpreis steht vor einem Richtungsentscheid. Geht der Weg jetzt in Richtung 2.000 Dollar oder droht ein Rückfall auf 1.550 Dollar?

Wodurch entscheidet sich die Goldpreisentwicklung?

Wir haben es oben in diesem Artikel erläutert, dass der Goldpreis an einem Tag sehr viel Schaden nehmen kann, wenn einige Großbanken auf einmal ihre Zockerpapiere glattstellen und Gold verkaufen. Die Angst vor einem Goldpreisanstieg hatte die großen Institute zu dieser Handlungsweise gebracht, denn die hohen Shortpositionen der Banken hätten große Verluste bringen können. Die Charttechnik gibt keine klare Auskunft über die Entwicklung. Nach den Rückgängen kam ein steiler Anstieg und wenn es der Goldkurs jetzt über die 38-Tage-Linie schafft, ist der erste Stein für den Weg nach ganz oben aus dem Weg geräumt. Charttechnisch ist allerdings auch das Gegenteil möglich, wenn der Goldpreis diese Linie nicht schafft.

Der langfristig orientierte Anleger sollte aber positiv denken und der Goldpreisentwicklung vertrauen. Eine Geldanlage in physischem Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen zu einem Anteil von ca. 10% des Depotvolumens kann in der heutigen Zeit nicht falsch sein und wenn man sich nicht mit Goldbarren beschäftigen will, sind Wertpapiere mit Goldbesicherung eine gute Alternative.

 

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