Handel mit Gold läuft in ruhigen Bahnen!

CPB | Montag, 11. Februar 2013 - 08:00

Der Goldpreis lässt sich im Moment nicht aus der Ruhe bringen. Kleine Kursausschläge und eine schon länger anhaltende Seitwärtsbewegung lassen darauf hoffen, dass der große Ausbruch bald folgt. Die wichtige 1.700-Dollar-Marke hat die Goldpreisentwicklung in den letzten Monaten aufgehalten und man darf gespannt sein, welches Ereignis oder welche Ereignisse den Goldpreis wieder in Bewegung setzen. Die Notenbanksitzungen sind kein Impuls mehr für heftige Kurskorrekturen nach oben oder nach unten für den Goldpreis und auch geopolitische Entwicklungen scheinen den Preis für das gelbe Edelmetall derzeit nicht aus der Bahn zu werfen. Das chinesische Neujahrsfest wird in dieser Woche wahrscheinlich dafür sorgen, dass die Goldnachfrage etwas rückläufig sein wird und es gibt aktuell auch keinerlei Schlagzeilen über EU-Pleiteländer, Euro-Krise, Fiskalklippe in den USA oder Rettungsschirme für die Euro-Zone. Der Goldpreis bietet im Moment auch kein erkennbares Potential für kurzfristig orientierte Spekulanten, obwohl man Ausbrüche beim Goldkurs nicht sicher vorhersagen kann. Die Goldnachfrage ist trotzdem noch immer stabil, was höchstwahrscheinlich auch damit zu tun hat, dass die Volatilität bei der Goldpreisentwicklung im Vergleich zum Vorjahr wesentliche geringer geworden ist, was man an der halbierten Risikokennzahl für 20 Tage deutlich erkennen kann.

Reden ist Silber, sparen ist Gold!

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich in der vorigen Woche um den EU-Haushalt von 2014 bis 2020 gestritten. Es geht um die “Kleinigkeit” von etwa 1 Billion Euro, die höchstwahrscheinlich im großen Topf der EU für diesen Zeitabschnitt eingezahlt werden müssen. Auch wenn der erzielte Kompromiss etwas unter dem ursprünglichen Betrag lag, hat das Europäische Parlament das letzte Wort und der Präsident des Europäischen Parlaments, der Deutsche Martin Schulz, hat bereits verkündet, dass das EU-Parlament nur einen gedeckten Haushalt absegnen wird. Da müssen sich die Damen und Herren in Brüssel einmal bemühen, wenigstens die angestrebten 40 Milliarden Euro weniger zu “verbraten”, die bisher als Kompromisslösung bei den Beratungen herausgekommen sind. Die Gespräche der Regierungschefs sind aber nur Silber und erst ein richtiger Sparhaushalt der EU wäre Gold. Klar ist allerdings noch nicht, wie viel die einzelnen Mitgliedsstaaten am Ende in den EU-Topf einzahlen müssen. Die Engländer hatten die letzten Verhandlungen über dieses Thema im November platzen lassen und haben bereits erneut angekündigt, dass sie noch weniger, als bisher, einzahlen wollen. Dieser Forderung der Briten darf die EU nicht nachgeben, wenn gleich die Engländer damit richtig liegen, dass die EU sparsamer mit den Geldern der Steuerzahler umgehen muss. Ein guter Ansatz wären die üppigen Gehälter der EU-Beamten und vor allem die reichlich bemessenen, vergoldeten Ruhegehälter, die für einen Rentner in Deutschland wie ein Märchen klingen, drastisch herunterzufahren. Derzeit ist Deutschland der größte Nettozahler mit ca. 9 Milliarden Euro jährlich und an der zweiten Stelle steht Frankreich mit ca. 6,4 Milliarden Euro p.a. Auch die EU muss sich einschränken, wenn viele Mitgliedsländer mit dem Rücken zur Wand stehen und die Schuldenberge in Europa ständig wachsen.

Wie geht es jetzt mit dem Goldpreis weiter?

Der Goldpreis wird auch durch Angebot und Nachfrage gebildet, wie das bei jeder Auktion und bei Aktienkursen der Fall ist. Bei der Goldpreisentwicklung spielen allerdings nicht nur die Marktakteure eine wichtige Rolle bei der Goldpreisbildung, sondern auch viele äußere Einflüsse tragen dazu bei, dass eine Kauflust für Goldbarren entsteht oder eher ein Goldverkauf ins Kalkül gezogen wird. Der Goldpreis ist allerdings im 12. Jahr in Folge gestiegen, also seit dem Jahr 2000. Einer der Faktoren, der die Goldpreisentwicklung entscheidend beeinflusst, ist natürlich die verfügbare Menge Gold, die durch die Goldförderung bei steigender Goldnachfrage den Goldpreis beflügelt. Die Goldnachfrage wird vorrangig durch die Produktion von Goldschmuck erzeugt, durch Sparer, Anleger und Investoren, die Gold als Depotbeimischung in Form von Goldbarren oder Goldmünzen kaufen und ein geringerer Anteil der Goldnachfrage wird durch die industrielle Verwendung von Gold erzeugt. Gold ist ein endlicher Rohstoff, der synthetisch nicht erzeugt werden kann. Gold hat auch noch immer den Mythos des sicheren Hafens und insbesondere der Sicherheit vor Inflation.

Auch die Notenbanken glauben an Gold!

Gold ist inzwischen auch zu einem begehrten Objekt für die Geldanlage geworden, denn Gold wird nicht nur als Krisensicherung und Inflationssicherung gesehen, sondern durch die Versechsfachung des Goldpreises in zwölf Jahren, hat Gold auch eine beispiellose Rendite vorzuweisen. Die Gold-Performance kann sich mit vielen sicheren Geldanlagen nicht nur messen, sondern schlägt einige Indizes und Fonds, wenn man sich die Renditen anschaut. Vor kurzer Zeit konnte man in einer Umfrage der Börse in Stuttgart lesen, dass mehr als 50% der Befragten eine steigende Inflation befürchten und für über 60% ist eine Geldanlage in Goldbarren ein sinnvoller Schutz gegen die Geldentwertung. Die Flucht in das Gold muss nicht zwangsläufig in ein Investment in physisches Gold enden, wie Goldbarren oder Goldmünzen, denn inzwischen sind auch ETCs (Exchange Tradet Commodity), die mit physischem Gold besichert sind, einer Geldanlage in echtem Gold gleichzusetzen. Der Vorteil bei diesen ETCs ist, dass man die Goldbarren nicht in seinem eigenen Tresor lagern muss oder keine Lagerkosten in externen, sicheren Goldlagern bezahlen muss. Nicht nur Sparer, Anleger und Investoren greifen zu Gold als sichere Anlage, sondern auch die Goldnachfrage der Notenbanken hat zur Goldpreisentwicklung in den zurückliegenden Jahren beigetragen. In den Jahren von 1989 bis 2007 haben die Notenbanken durchschnittlich in jedem Jahr ca. 400 bis 500 Tonnen verkauft und auf den Goldmarkt geworfen. Diese Situation hat sich seitdem grundlegend geändert, denn die Notenbanken sind seit 2008 vom Goldverkäufer zum Goldkäufer geworden.

Gold sollte man in Dollar kaufen!

Wer unabhängig von den Wechselkursen der eigenen Landeswährung zum US-Dollar sein will, sollte Gold zum Dollarkurs kaufen und sich dann im Zweifel beim Goldverkauf entscheiden, ob der Goldverkauf in Landeswährung zu diesem Zeitpunkt besser ist, als in US-Dollar. Der Goldpreis wird grundsätzlich in US-Dollar gebildet. Aus diesem Grund sollten Sparer, Anleger und Investoren, die ihr Geld in Goldbarren anlegen wollen, die Abhängigkeit des Goldpreises vom Wechselkurs ihrer Währung zum US-Dollar kennen. Der Preis für die Geldanlage in Gold steigt und fällt mit der Stärke der eigenen Landeswährung bzw. der Dollar-Stärke oder Dollar-Schwäche. Wer sicher gehen will, kauft aus diesem Grund besser Gold in US-Dollar und kann sich den Vorteil oder Nachteil beim Verkauf in Landeswährung später überlegen. Vielleicht macht man auf diese Weise noch mehr Gewinn mit einem Goldinvestment.

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