Mit Gold als Anlage nicht zum Verlierer der Schuldentilgung in Europa werden!

CPB | Montag, 15. Oktober 2012 - 16:59

Das Thema Gold als Anlage war stets als die Flucht in den sicheren Hafen Gold gesehen worden und hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Dabei geht es den Gold Anlegern nicht einmal vorrangig um einen Kursgewinn beim Gold oder eine Vermehrung des Vermögens, sondern wie das bei einer konservativen Geldanlage normal ist, zunächst um den Werterhalt. Die Sicherung des Sparkapitals ist für die Mehrzahl der konservativen Anleger heute die Priorität und die Rendite ist weit in den Hintergrund gerückt. Wer heute Gold als Anlage wählt könnte in den nächsten Jahren der große Gewinner sein, denn der Wert des Papiergeldes ist in der Welt stark gefährdet. Das gilt nicht nur für die überschuldete Eurozone, sondern selbstverständlich auch für die USA. Die Japaner haben im Prinzip eine noch gefährlichere Entwicklung. Das sind nicht nur die Schuldenberge, die im Bereich von 220 – 230% vom Bruttoinlandsprodukt liegen und damit den zweifachen Wert der USA und fast den dreifachen Wert von Deutschland ausmachen, sondern es ist die Deflation, die in Japan inzwischen fast galoppierend voranschreitet. Das ist auch der Grund dafür, dass die Japaner trotz dieser enormen Staatsverschuldung noch immer ihre Staatsanleihen nahe Null Prozent in Japan verkaufen können. Schon bei einer Null-Verzinsung haben die Japaner in jedem Jahr einen Kaufkraftgewinn, denn die Preise für den Lebensunterhalt fallen und der Wert des Geldes steigt. Wie lange man diese Situation verkraftet, hängt davon ab, wie sich der Inlandskonsum und der Exportumsatz entwickeln.

 Goldpreis stolpert nach Zahlen aus China!

Die Chinesen überraschten die Märkte mit einem Exportboom. Analysten hatten mit einem Exportanstieg von etwa 5,5% gerechnet, aber die Exportweltmeister schafften sagenhafte 9,9% auf das ohnehin schon unglaubliche Volumen. Diese Erfolge lassen die Hoffnung verpuffen, dass auch die Chinesen die Gelddruckmaschinen anwerfen und die Geldmenge erhöhen. Die Geldpolitik in den USA und in Europa war für den Anstieg beim Goldkurs in den letzten Monaten zu einem großen Teil verantwortlich und Gold als Anlage bekam einen enormen Auftrieb. Nachdem der Goldpreis jetzt bei 1.800 Dollar abgeprallt ist und die Chinesen mit Rekordzahlen den Goldpreis nicht unterstützen, ist die Unterstützungslinie bei 1.740 US-Dollar je Feinunze für die weitere Goldpreisentwicklung eine wichtige Marke. Wenn der Goldpreis diese Linie nach unten durchbricht, kommt es zu automatischen Verkäufen von Goldbarren, die den Goldpreis weiter nach unten drücken könnten.

Gold als Anlage oder als Spekulationsobjekt?

Gold als Anlage ist in diesen Tagen ein wichtiges Thema, aber auch die Spekulanten waren in den letzten Wochen stets sehr optimistisch. Die Situation hat sich an den Terminmärkten seit nunmehr zwei Monaten etwas verändert, obwohl sich die Zahl der Open Interest in der vorigen Woche noch einmal leicht um 0,7% erhöht hatte. Die kleinen Spekulanten haben ein kleines Risiko ausgemacht und verringerten die Netto-Long-Position um 9,7%. Die Großspekulanten sollten die Lage höchstwahrscheinlich noch besser einschätzen können und erhöhten ihre Einlagen mit optimistischem Ausgang um 1,7%, was allerding unter dem Strich eine Ermäßigung der Optimisten beim Goldpreisverlauf von 1 Prozent ausmachte.

Warum Gold als Anlage jetzt so wichtig ist!

Namhafte Anlageberater, beispielsweise die Schoellerbank aus Salzburg, empfehlen derzeit Anlegern, die eine langfristige Perspektive haben, einen Sachwertanteil von 20 bis 30%. Diese Entwicklung zeigt eine Flucht in die Sachwerte von großen Vermögen, die den Währungen im Hinblick auf die Schuldenberge, die Pleiteländer im Euroland und die befürchtete Inflation kein Vertrauen mehr entgegenbringen. Die Analysten sprechen von einer Monetarisierung, was im Prinzip Inflation bedeutet. In der Analyse der Anlageprofis ist zu lesen, dass man davon ausgeht, was auch wir schon mehrfach beschrieben haben, dass die Schulden in Europa nicht mehr rückzahlbar sind. Das man von dieser Prämisse ausgeht, wird nach einer Problemlösung gesucht, wie man sich der Schulden entledigen kann.

Wie viel kostet eine Teilung in Nord- und Südeuro?

Die Kosten einer Teilung in einen “Nordeuro” und einen “Südeuro” nach dem Entwurf von Hans-Olaf Henkel, hält man für das verbleibende Kerneuroland für sehr hoch. Obwohl man sich noch nicht sicher ist, ob es Frankreich in den Nordeuro schaffen würde oder sich den Ländern mit einem abgewerteten Südeuro anschließen müsste, geht man für die Länder im Nordeuro von Kosten von ca. 1 Billion Euro aus, wovon naturgemäß Deutschland den Löwenanteil tragen müsste. In den Südländern wäre der Verlust allerdings noch viel größer, denn dort müsste man mit eine Abwertung von vielleicht 30% in Italien oder 70% in Griechenland rechnen.

Gold als Anlage kontra Inflation!

Die österreichische Privatbank geht in ihrer Lagebeurteilung davon aus, dass die Schuldenberge in Europa zu mindestens 50% abgebaut werden müssen, um wieder zur Normalität zurückzukehren. Man geht davon aus, dass es in den nächsten 5 Jahren noch eine moderate Inflation im Bereich von 2 Prozent geben wird und dann ein etwas heftigerer Inflationsschub bis 2025 folgen wird. Als durchschnittlichen Wert geht man bei diesem Szenario von 4% Inflationsrate in den nächsten 13 Jahren aus. Interessant ist auch eine Risikobewertung für die möglichen Wege zur Entlastung von Schulden der Staaten in Europa und die Definition der jeweils Geschädigten:

Schuldenrestrukturierung          Geschädigte:     Gläubiger, teilweise der Steuerzahler

Monetarisierung / Inflation       Geschädigte:     Alle Besitzer der betreffenden Währungen

Sparen                                                Geschädigte:     Wirtschaft – keine Geldgeber im Ausland

Wachstum                                         Geschädigte:     Kreditnehmer

Bei 4% Inflation ist das Geldvermögen in 13 Jahren zu 2/3 weg!

Bei dem geschilderten möglichen Szenario geht man von einer Inflationsrate in den nächsten 13 Jahren von durchschnittlich 4% aus. Obwohl man von einer gezielten Aktion der Notenbanken ausgeht und nicht von einem Crash, würde bei einer solchen Entwicklung das Geldvermögen innerhalb von 13 Jahren nur noch ein Drittel an Wert haben. Die Preise würden so ansteigen, dass die Kaufkraft um diesen Anteil verlieren würde. Das ist immerhin eine Strategie, die man im Griff haben könnte, meinen die Banker, um die Schuldenberge los zu werden.

Fazit:

Die Ausweitung der Geldmenge durch die Geldruckmaschinen der Notenbanken wird zu einer Inflation führen, die den Geldvermögen schwere Schäden zuführen wird. Diejenigen, die bereits sehr erstklassige Anleihen und Gold gekauft haben, werden am Ende die Sieger sein und die Empfehlung ist ein Sachwertanteil von 20% bis 30% im Gesamtdepot. Die Anlageberater sind der Meinung, dass die Anleger ihr Investitionsverhalten spätestens jetzt den neuen Gegebenheiten anpassen sollten. Wir meinen: Gold als Anlage ist sicher ein ausgezeichnete Entscheidung!

 

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