Notenbanken kaufen GOLD – Anleger weniger!

CPB | Montag, 18. Februar 2013 - 08:00

Der aktuelle Goldpreis bewegt sich in einem unsicheren Seitwärts-Abwärts-Trend. Noch vor einigen Tagen war man der Meinung, dass sich im Bereich um 1.650 US-Dollar je Feinunze eine Bodenbildung für den Goldkurs entwickelt hatte, aber die Goldpreisentwicklung hat den Weg in Richtung Süden angetreten. Die Gründe für die schwächelnde Goldnachfrage sind vielfältig. Die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall hat bereits im Jahr 2012 bei Privatanlegern nachgelassen. Der Goldpreis war lange Zeit in Seitwärtsbewegung und auch die verschiedenen Meldungen über die Lockerung der Geldpolitik in der USA (QE3), wie auch die für die Rettung der Euro-Länder zur Verfügung gestellten Rettungsschirme mit riesigen Geldmengen, konnten die Goldpreisentwicklung nur kurzzeitig positiv beeinflussen. Noch vor wenigen Wochen konnte man auf einen Sprung über die wichtige 1.700-Dollar-Marke hoffen, aber diese Schwelle für Gold ist inzwischen in weite Ferne gerückt.

Goldnachfrage auf breiter Front schwach!

Obwohl der Gold World Council mit Pressemeldungen versucht die Stimmung für Gold oben zu halten, sind die Zahlen des Lobbyverbandes für die Goldminen nur die halbe Wahrheit. Nach einem Bericht des Handelsblatts wurde im vorigen Jahr für über 236 Milliarden US-Dollar Gold gekauft. Diese Summe ist zwar in dieser Größenordnung bisher noch nicht dagewesen, aber das lag nicht an der gekauften Menge Gold, sondern an dem im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Goldpreis. Die Goldmenge, die im Jahr 2012 gekauft wurde war um etwa 4 Prozent auf ca. 4.405 Tonnen gesunken. Das ist zwar noch immer ein sehr hohes Niveau beim Goldankauf, aber letztlich sind vier Prozent Nachfrageverlust schon ein Minus, das den Marktpreis nach unten drücken kann. Nach dem Zeitungsbericht ist die Goldnachfrage insbesondere bei Goldbarren und Goldmünzen gesunken, was auf geringere Goldankäufe durch Sparer, Anleger und Investoren zurückzuführen ist, aber auch die Industrie für Goldschmuck hat im Jahr 2012 weniger Gold verarbeitet, als im Jahr zuvor. Besonders der indische Goldmarkt, der der größte Markt für Gold in der Welt ist, war am Anfang des vorigen Jahres extrem zusammengebrochen. Das lag teilweise an den erhobenen Einfuhrzöllen auf Gold und Goldprodukte, aber auch an dem Verfall der indischen Rupie, die Gold stark verteuerte. Die Inder haben erst gegen Ende des Jahres zu Beginn der Hochzeitssaison wieder mehr zu Gold gegriffen. Indien hat zu der schwachen Goldnachfrage in der Welt mit einem eigenen Minus von 12 Prozent beigetragen, das sind immerhin ca. 100 Tonnen physisches Gold. Auch vom Goldmarkt in China hatte man sich mehr versprochen, aber auch in China ging die Goldnachfrage um etwa ein halbes Prozent zurück. Anfang des vorigen Jahres hatte man noch damit gerechnet, dass die großen Währungsreserven der Chinesen teilweise in Goldbarren eingetauscht werden, aber die chinesische Notenbank hat diese Prognose nicht erfüllt.

Putin kauft Gold – Soros verkauft Gold!

Wer hat jetzt den richtigen Riecher beim Gold? Wahrscheinlich liegen beide Meinungen individuell richtig. Wladimir Putin macht das, was man von den Chinesen vielleicht auch noch erwarten kann. Die Währungsreserven werden teilweise in Gold angelegt. Russland hat sich damit inzwischen zum größten Goldkäufer entwickelt. Putin vertraut dem schwächelnde Dollar nicht mehr und will die Verluste innerhalb der Währungsreserven in US-Dollar absichern. Putin hat erkannt, dass das Papiergeld immer mehr an Wert verliert und will die gehorteten Milliarden gegen die Geldentwertung in den sicheren Hafen Gold bringen. Selbst wenn sich der Goldpreis im Moment auf einem leicht absteigenden Ast befindet, kann sich die Situation sehr schnell wieder verändern. Die Prognosen der großen Investmentbanken sehen eine positive Goldpreisentwicklung für das Jahr 2013. Die Russen haben in den letzten 10 Jahren ca. 570 Tonnen Gold gekauft, was aus einem IWF-Bericht zu entnehmen ist. Die Russen wollen ihr Land durch die Erhöhung der Goldreserven absichern und werden bei weiter schwachem Dollar auch weiterhin an den Goldmärkten der Welt aktiv sein. Gold ist eine langfristige Anlage und Putin und seine Gold Experten gehen offensichtlich davon aus, dass eine Goldanlage die bessere Alternative zu Währungsreserven ist. Wer nicht langfristig orientiert ist, hat in den letzten Monaten sicher eher zum Goldverkauf tendiert. Zu den großen Anlegern der Welt gehört der Milliardär und Großinvestor George Soros. Soros hat mit kurzfristigen Geldanlagen in seinem Leben Milliarden verdient. Wegen der stagnierenden Goldpreisentwicklung im vorigen Jahr war es daher keine Überraschung, dass Soros seine Goldanlagen im letzten Quartal 2012 reduziert hat. Die Rohstoffe Gold und auch Öl haben etwas an Wert verloren und wegen der guten Konjunkturdaten in einigen europäischen Ländern, in Schwellenländern und in Übersee haben die Anleger zu Aktien gegriffen. Sogar die Arbeitsmarktdaten in den USA scheinen sich etwas zu verbessern, was auf eine steigende Weltkonjunktur hinweist. Wer viel Geld hat und seine Aktien nicht für andere Investitionen verkaufen muss, schaut nicht nach dem Tageskurs für eine gute Aktie, sondern sieht in jedem Jahr die Dividende und langfristig in den meisten Fällen dazu noch einen Kursgewinn. Aktien sind seit gut einem Jahr wieder auf der Kaufliste der Investoren. Aber nicht nur Aktien bieten eine gute Rendite, sondern mit auch Unternehmensanleihen von großen Konzernen kann man Geld verdienen. Selbstverständlich besteht das Emittentenrisiko des Verlusts seines Engagements, aber welcher Großkonzern ist schon von der Insolvenz bedroht? Das Handelsblatt veröffentlichte in den letzten Tagen das Portfolio des Großinvestors George Soros. In diesem Portfolio sollen sich u.a. folgende Unternehmensanleihen und Aktien befinden:

Anleihe Micron Technology, Anleihe Lucent Technologies, Aktien Wal Mart, Anleihe Scandisk, Anleihe Webmd Health, Anleihe JDS Uniphase, Aktien Adecoargro, Anleihe Digital River, Anleihe Ciena und General Electric.

Ausstieg aus dem Goldmarkt oder taktisches Manöver?

Das ist sicher nur ein kleiner Ausschnitt der vielen Geldanlagen des Investors und auch große Beteiligungen an Gold EFTs sind sicher auch noch im Portfolio. Soros hatte sich auch immerhin mit über 220 Millionen US-Dollar bei dem größten börsengehandelten Gold Fonds SPDR Gold Trust eingekauft, an dem der andere international bekannte Investor und Zocker Paulson mit über 3,6 Milliarden US-Dollar beteiligt ist oder war. Vielleicht sind die Meldungen über Goldverkäufe von Großinvestoren auch nur ein Scheingefecht dieser Zocker, die den Goldpreis für einige Zeit nach unten drücken wollen, um gute Kaufkurse zu erzielen und dann in einem oder zwei Jahren einen Riesenreibach zu machen. Solche Manipulationen am Goldpreis kann man mit den Größenordnungen, die diese beiden Investoren besitzen, sicher auf einfache Art und Weise schaffen.

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