Sind das jetzt Kaufkurse für Gold?

CPB | Donnerstag, 31. Januar 2013 - 08:00

Die Goldpreisentwicklung wird trotz einer kleinen Schwäche von den meisten Analysten als sehr positiv gesehen. Daran hat bisher der kleine Rücksetzer beim Goldpreis nichts geändert. Zuletzt hatten ja die beiden großen US-Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs eine Goldpreis-Rallye für das Jahr 2013 prognostiziert. Auch die Goldspekulanten sind auf diesen Zug aufgesprungen, was man am COT-Report der vorigen Woche sehr deutlich erkennen konnte. Mehrere Wochen in Folge haben die Goldkontrakte zugelegt und die steigenden Zahlen bei den Netto-Long-Position, die auf eine optimistische Goldpreisentwicklung setzen, lässt auch bei anderen Goldanlegern das Interesse sicher wieder steigen. An der Comex-Terminbörse ist die Anzahl der offenen Goldkontrakte um noch einmal 3 Prozent gestiegen und liegt jetzt bei über 461.000. Die Anzahl der Netto-Long-Position, das sind die Gold Futures, die eine optimistische Markterwartung haben, ist eklatant um 5,9 Prozent angestiegen. Die Kleinspekulanten (Non-Reportables) sind mit einem Plus von 10,1 Prozent dabei und auch die Großspekulanten legten um 4,7 Prozent zu.

Importsteuer für Gold in Indien gestiegen!

Der kleine Rücksetzer beim Goldpreis kann etwas mit der gestiegenen Importsteuer auf Gold in Indien zu tun haben. Indien ist immerhin der größte Goldimporteur weltweit und kann höchstwahrscheinlich nur durch China seine Pool-Position als Goldland Nr. 1 verlieren, wenn die chinesische Notenbank einen Teil ihrer enormen Währungsreserven in Gold umwandelt. Indien hat die Importsteuer auf Gold von bisher 4 Prozent auf 6 Prozent erhöht, was einen kurzfristigen Nachfrageknick beim Gold bedeuten könnte und dadurch dem Goldpreis etwas geschadet hat.  Die Inder haben mit dieser aktuellen Steuererhöhung auf Gold (Goldbarren, Goldmünzen, Goldschmuck und andere Goldprodukte) den Goldabsatz im Land innerhalb von 10 Monaten jetzt schon zum zweiten Mal belastet. Nach Aussage der Regierung in Indien möchte man den Goldimport drosseln und damit das große Handelsbilanzdefizit bekämpfen, das sich mit über 22 Milliarden Dollar auf Allzeithoch befindet. Die indische Rupie verliert immer mehr an Wert und Indien leidet unter eine Exportschwäche. Beide Faktoren werden dazu beitragen, dass die Inder weiterhin an Gold stark interessiert sind. Man muss das Gold ja nicht zwingend in Indien kaufen und es auch nicht unbedingt im Land lagern. Für den Goldankauf und die Goldlagerung gibt es in Ländern ohne Importsteuer auf Gold einige ausgezeichnete Partner. Man darf wahrscheinlich davon ausgehen, dass sich die Inder durch die erneute Steuererhöhung auf Goldimporte nicht beirren lassen und weiterhin Gold kaufen werden. Vielleicht wird der Goldhandel in Indien im Bereich Goldschmuck etwas unter der Steuer leiden, aber die Inder lieben Gold und sind sicher erfinderisch genug, um auch diese Steuererhöhung auf irgendeiner Weise zu entgehen.

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