Warum ist vom Goldsparbuch bzw. Goldsparplan abzuraten?

CPB | Mittwoch, 25. April 2012 - 16:39

Gold kann inzwischen nicht nur in den üblichen Stückelungen der handelsüblichen Goldbarren gekauft werden, sondern es gibt Anbieter, die bereits ab 50 Euro pro Monat „ein Stückchen Gold“ als Anlage für ein Goldsparbuch oder einen Goldsparplan verkaufen. Diese Goldhändler bezeichnen sich als Handelsplattform für physisches Gold und Silber. Das bedeutet nicht, dass man für sein Goldsparbuch in der gekauften Größe wirklich ein Stückchen Gold in ein Tresorfach bekommt, sondern es handelt sich zunächst um einen fiktiven Anteil an einem großen Goldbarren vom meistens 12,5 kg Gewicht. Bei diesen Anbietern handelt es sich um Finanzdienstleister, die solche Finanzprodukte Goldsparbuch oder Goldsparplan nennen, um damit die Verbindung zu dem guten alten Sparbuch herzustellen und auch ein Sparplan ist jedem Sparer ein Begriff. Jeder weiß, dass man bei einem Sparplan oder auch auf einem Sparbuch Geld einzahlt und dafür Zinsen bekommt. Dieses Geld kann man ohne Verluste dann wieder abheben. Für bestimmte Sparformen sind zwar ohne Kündigung nur Maximalbeträge monatlich verfügbar, aber es gibt in jedem Fall das gesamte eingezahlte Geld zuzüglich der angefallenen Zinsen zurück. Beim Goldsparbuch richtet sich der Wert grundsätzlich nach dem Tageskurs für Gold.

Ein Goldsparbuch kostet Geld!

Wer ein Goldsparbuch einrichtet oder einen Goldsparplan abschließt, muss sich daran gewöhnen, dass dieses Sparbuch zunächst Geld kostet, keine Zinsen gezahlt werden und ein Wertzuwachs nur über den Goldpreis stattfindet. Es gibt verschiedene Gebühren, die beim Goldankauf für das Goldsparbuch und auch beim Verkauf von Gold aus dem Goldsparbuch fällig werden. Dazu muss der Goldanleger für einen Goldsparplan Lagergebühren und die Versicherung bezahlen. Bei einem festen Goldsparplan kommt hinzu, dass das Gold zum vereinbarten Termin jeweils in dem vereinbarten Betrag auf das Goldsparbuch gebucht wird, unabhängig davon, wie der Goldpreis zu diesem Zeitpunkt ist. Es kann sein, dass zum Buchungstermin die Goldpreisentwicklung zufällig einen günstigen Preis zeigt, aber es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass der Goldpreis zum Goldspartag auf einem sehr hohen Niveau ist. Die Kosten für den Goldankauf liegen bei einem Goldsparplan beispielsweise bei 0,5% des Wertes und bei einem individuellen Goldankauf sogar 1%. Der verrechnete Goldpreis entspricht nach Angaben dieser Goldhändler dem aktuellen Spotmarktpreis für Gold, der auf der Goldhandelsplattform alle 30 Sekunden aktualisiert wird. Bei einem Silbersparbuch kostet der Silberankauf in jedem Fall 1% des Kaufpreises. Wer physisches Gold in einem Goldsparbuch angesammelt hat, zahlt pro Jahr zusätzlich eine Gebühr von 0,5% für die Goldlagerung und die Goldversicherung. Bei Feinsilber auf einem Silbersparbuch werden dafür pro Jahr 1% in Rechnung gestellt.

Wer sein eigenes Gold haben will, muss bezahlen!

Gold auf einem Goldsparbuch oder aus einem Goldsparplan kann jederzeit wieder durch einen Verkauf des Edelmetalls zu Bargeld gemach werden. Diese Abhebung von einem Goldsparbuch oder einem Goldsparplan kostet allerdings wieder Geld. Wieder werden 1% der abgehobenen Summe für den Goldverkauf oder Silberverkauf dem Goldsparer oder Silbersparer in Rechnung gestellt. Bei Silber ist der Verkauf noch etwas komplizierter, denn für Silber werden bei einem mehrwertsteuerfreien Verkauf, d.h. keine Auslieferung von physischem Silber, sondern nur ein Verkauf auf dem Papier, 9 Euro je kg „Handlingskosten“ berechnet. Wer sein eigenes Gold aus dem Goldsparbuch haben will, muss nicht nur die Verkaufsgebühr und die Frachtkosten, sondern auch noch die Produktionskosten für die kleinen Goldbarren bezahlen. Da sicher fast alle Goldsparer keine kompletten 12,5 kg Goldbarren besitzen, sondern Bruchteile davon, werden diese Produktionskosten, je nach Goldmenge auf dem Goldsparbuch höchstwahrscheinlich auf nahezu 100% der Goldsparbuchinhaber zukommen. Bei einem Silbersparbuch muss der Silberanleger vor einer Auslieferung der Silberbarren sehr gut rechnen, denn bei Silber fällt bei der Auslieferung von  physischem Silber noch die landesübliche Mehrwertsteuer (Deutschland z.Zt. 19%) an.

 

 

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