Bodenbildung beim Gold oder droht der Absturz?

CPB | Montag, 4. Juni 2012 - 09:00

Der Mai ist vorüber und man möchte das alte Volkslied noch einmal verändern und den Text auf “und die Gold -Kurse schlagen aus” verändern. Ob das im Moment die Andeutung einer Bodenbildung beim Goldpreis ist oder ob es sich um ein kleines Aufbäumen vor dem Absturz handelt, ist noch nicht sicher zu sagen. Tatsache ist, dass der Goldkurs im Mai eine sehr schlechte Performance hingelegt hat und der Wonnemonat mit einem Minus von 6,1% abgeschlossen wurde. Das ist ein “kräftiger Schluck aus der Pulle” würde man in Norddeutschland sagen. Das war immerhin der dritte Monat in Folge, in dem der Goldpreis Federn gelassen hat und der größte Monatsverlust seit 13 Jahren. Dieser Maiverlust für Goldanleger ist der Eurokrise und dem Wertverlust des Euro zu verdanken, der in einer ähnlichen Größenordnung wie das Gold gegenüber dem Dollar verloren hat. Der starke Dollar ist zwar für eine Verbesserung der Goldpreisentwicklung nicht förderlich, aber immerhin haben die Goldanleger, die ihr Gold in Dollar verkauft haben und dann die US-Dollar in Euro wechselten, Ende Mai durch die Wechselkursveränderung nur einen ganz geringen Verlust von etwa 0,3 Prozent gehabt.

Das hatten die Gold Analysten nicht vorhergesehen!

Die Schuldenkrise in Europa und die Eurokrise hatten die Gold Analysten bei ihren Gold Prognosen aus den Jahren 2007 bis 2010 nicht auf dem Plan oder sie haben die Auswirkungen von Unsicherheit und Krisenbewältigung auf den Goldpreis anders eingeschätzt. Der Goldpreis wird in zunehmendem Maße von den Krisen ebenso geschüttelt, wie es die Aktienmärkte schon immer getan haben. Der “sicher Hafen Gold” ist nicht mehr der rettende Gedanke, denn die äußeren Umstände in einigen Euroländern machen keinen Mut zu Kapitalanlagen dieser Art. Neben den nicht aufhörenden Horrormeldungen aus Griechenland wird Spanien immer mehr zum nächsten Krisenpunkt. In Spanien gibt es nicht nur eine Immobilienkrise, sondern auch eine Bankenkrise, eine allgemeine Wirtschaftskrise und vor allem eine Krise am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenzahlen, insbesondere der jungen Menschen, steigen unaufhaltsam und es ist zu befürchten, dass Spanien kurz vor dem Kollaps steht. Die Sparziele der EU sind bei einer solchen Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben wurden. Spanien muss etwas gegen die Arbeitslosigkeit tun und braucht dazu viel Geld. Damit keine neuen Schulden gemacht werden, müssen sich die Spanier etwas auf der Einnahmeseite einfallen lassen. Um die armen Bevölkerungsschichten und die Arbeitslosen nicht noch mehr zu belasten, bietet sich für die Spanier eine Besteuerung der Zweitwohnsitze, der Ferienwohnungen und Ferienhäuser an. Außerdem wären noch die Erhöhung der Hafengebühren, eine Bootssteuer und eine starke Erhöhung der Einkommens-, Vermögens- und Erbschaftssteuern mit hohen Freibeträgen an, damit wirklich nur die Millionäre zur Kasse gebeten werden. Mal sehen, ob die Spanier dazu den Mut haben…

Gold Meinungen, Gold Analysen und Gold Analysten Teil 6!

Jetzt kommen wir mit den Gold Analysten schon in einen Bereich hinein, der in weiten Teilen bei einer Prognose für den Goldpreis um die 5.000 Dollar je Feinunze liegt. Sie werden staunen, dass das noch lange nicht das “Ende der Fahnenstange” ist, denn die Serie über Gold Analysen der Gold Opinion Leader geht noch eine ganze Weile weiter. Heute beginnen wir mit zwei Damen, die sich mit ihrer Meinung besser bedeckt gehalten hätten, denn sie hatten einen Goldpreis zwischen

3.000 und 5.000 Dollar

bereits für den Februar 2012 in einem Artikel vom 22.09.2009 angekündigt.

Es handelt sich bei diesem beiden Damen um Mary Anne und Pamela Aden von Aden Forecast, einer sonst weltweit anerkannten Investment Publikation, die monatlich mit einem 12-seitigen Newsletter erscheint. Aden Forecast hat sich auf Edelmetalle, Währungen und Märkte mit natürlichen Ressourcen spezialisiert. Mit diesem Anspruch hätte man eine andere Vorhersage für die Goldpreisentwicklung erwarten können.

Pierre Lassonde

Pierre Lassonde ist einer der renommiertesten Gold Analysten unserer Zeit. Man kann ihn als Veteran in der Gold Liga bezeichnen, denn er war eine Zeit lang Chairman von Franco Nevada Mining, Präsident von Newton Mining und Vorsitzender des World Gold Council. Als alter cleverer Fuchs hat sich Pierre Lassonde in seinem Beitrag vom 20. September 2008 nicht auf einen Termin festnageln lassen und prognostizierte eine mittel- bis langfristige Goldpreisentwicklung auf

4.000 bis 5.000 US-Dollar je Feinunze.

Barry Dawes

Auch Barry Dawes hat sich nicht auf eine Terminierung für seine Vorhersage des Goldpreises eingelassen, aber ging in einem Interview vom 18. 06.2010 davon aus, dass wir in den nächsten Jahren einen Goldpreis von

5.000 US Dollar sehen werden.

Dawes ist Managing Director bei Martin Place Securities Pty Ltd in Syndey, Australien. Immerhin sah Dawes den Grund der enormen Goldpreissteigerung in der weltweiten zu hohen Staatsverschuldung.

Christopher Wyke

Christopher Wyke ist in London ansässig und Produktmanager Emerging Market Debt und Commodities bei der Schroder Investment Management Ltd., eine Vermögensverwaltung nach eigenen Angaben mit einem Betreuungsvolumen von 277 Milliarden US-Dollar. Auch Wyke traute sich keinen Zeitrahmen für seine Einschätzung des Goldpreises zu, aber sagte am 19. 06.2008, dass er sich einen Goldpreis von

5.000 Dollar durchaus vorstellen kann.

Als Begründung führte Wyke, der für etwa 10 Milliarden Anlagekapital verantwortlich ist, die weltweite Inflation an und die steigende Nachfrage nach Goldbarren bei geringer werdenden Goldreserven in der Erde und schwächeren Fördermengen.

Chris Mack

Chris Mack ist Präsident der Handel Placer und veröffentlicht Gold Kommentare und Beiträge zu anderen Themen im Bereich Geldanlage in verschiedenen Medien. Mack schrieb am 21.09.2010 einen beeindruckenden Artikel auf munknee.com, in dem er in klaren Zahlen einen Goldpreis für 2015 von exakt

6.241,64 US Dollar ermittelte.

Mack begründet seine abenteuerliche Berechnung mit grundlegenden Messungen an historischen Preisentwicklungen und Inflationsraten. Außerdem sagte Mack, dass Gold zu einer Hausse von 15 bis 18 neigt. Er gab nur zu bedenken, dass die Goldpreisentwicklung durch eine Abwertung des US-Dollar noch ein höheres Ausmaß haben könnte. Hier die Zahlen seiner Beispielrechnungen:

Berechnungsgrundlage

zu erwartender Goldpreis 2015

angenommene Inflationsrate 6% bis 2015

10.226 $

Nasdaq zwischen 1995 und 2.000 Faktor 6,6

8.658 $

Goldpreisentwicklung zwischen 1975 und 1980

7.949 $

auf die aktuelle Inflation angepasst

7.698 $

Dow-Gold Verhältnis 1980 Faktor 1,5

7.240 $

bei einer Dollar-Abwertung auf 80%

6.500 $

Dow-Gold Verhältnis 1930 Faktor 2

5.430 $

Nikkei Entwicklung 1985 bis 1990 Faktor 3,63

4.719 $

durch Geldmengenwachstum

4.697 $

Endverbraucherpreise mit 6% Inflation

3.618 $

Endverbraucherpreisentwicklung

2.382 $

Durchschnitt

6.241,64 $

Wie man auf die Idee kommen kann, irgendwelche wahllos ausgesuchten Vergleichszahlen für eine Goldpreisprognose zu verwenden, wurde in der Veröffentlichung nicht erklärt…

 

 

 

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