Die Goldförderung ist zu 85% für Goldschmuck!

CPB | Donnerstag, 19. April 2012 - 09:00

Die Verwendung der Goldförderung ist für den Goldanleger kaum zu realisieren, denn ganze 3% der Goldgewinnung aus der Goldförderung werden zu Goldbarren und Goldmünzen verarbeitet. Man schätzt, dass ca. 85% der gesamten Goldförderung auf der Welt für die Produktion von Goldschmuck verwendet werden und weitere 12% des gelben Edelmetalls werden in der Industrie in den Bereichen Elektronik, Medizin und Optik verarbeitet. Wer sich mit dem Thema Geldanlage in Gold noch nicht intensiv beschäftigt hat, geht mit größter Wahrscheinlichkeit davon aus, dass ein großer Teil der Goldförderung als Anlagegold verwendet wird und in den Tresoren der Nationalbanken und in den Bankschließfächern vieler Privatanaleger verschwindet. Das ist offensichtlich nicht so, denn der weitaus größte Teil der weltweiten Goldförderung wird für die Herstellung von Goldschmuck verwendet.

Olympische Goldmedaillen sind aus Silber!

Es ist aber  nicht alles Gold, was glänzt, kann man nur sagen, wenn man in Erfahrung bringt, dass sogar Goldmedaillen nur zu einem Anteil von etwa 7,5% aus reinem Gold bestehen. Goldmedaillen sind aus etwa 92,5% reinem Silber und werden mit ungefähr nur  6 Gramm Gold vergoldet. Wenn Goldmedaillen aus reinem Feingold bestehen würden, wären sie wirkliche Goldschätze, aber leider sind sie aus Sicht der Goldmedaillengewinner zu einem Anteil von ca. 92,5% nur aus Silber. Die Verwendung von Gold aus der gesamten Goldförderung ist, wie zuvor beschrieben, zu 85% für die Herstellung von Goldschmuck vorgesehen. Bei einer so großen Verwendung außerhalb der Währungssicherung, außer Goldanlagen und der Wertanlagen von Nationalbanken und Privatanlegern, muss man sich schon wundern, dass Gold noch immer als so wichtig für die Sicherung von Währungen und Absicherung gegen Inflation angesehen wird. Der Mythos Gold ist allerdings kein Märchen, sondern durch den nachhaltigen Wert des gelben Edelmetalls durchaus begründet.

Wo wird Gold in der Industrie verwendet?

Die Menge von reinem Gold für die industrielle Verwendung ist zwar nur etwa 12% der Gesamtmenge aus der Goldförderung, aber durchaus vielfältig. Es gibt vergoldete Leiterplatten, goldbeschichtete Laserspiegel oder die Verwendung als sogenannte Bonddrähte. Das hat nichts mit James Bond zu tun, sondern als Bonddrähte bezeichnet man die Verbindungsdrähte zwischen den Anschlüssen integrierter Schaltkreise und Chips. In der optischen Industrie wird reines Gold aus der Goldförderung für Laserspiegel eingesetzt, die infrarotes Licht reflektieren sollen. Gold reflektiert Infrarot ausgezeichnet und wird aus diesem Grund für die Reflexion von rotem und gelbem Licht eingesetzt. Gold in der Zahnheilkunde kennt jeder, aber der Einsatz von Goldsalzen in der Rheumatherapie ist nur wenigen bekannt. Speziell bei der Therapie gegen rheumatoide Arthritis werden Goldsalze gerne angewendet und sind bei dieser Behandlung ziemlich erfolgreich. Eine relativ neue Verwendung von Gold findet man in der Chemie. Dort werden nanoskopische Goldpartikel in der Forschung als Substitut für Verfahren eingesetzt, bei denen die erwünschten Reaktionen sonst nur mit Lösungsmittel erreichbar waren. Goldförderung ist also in diesem Fall sogar eine umweltfreundliche Alternative und in diesem Kontext wegweisend für eine „grüne Chemie“.

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