Viele lesen unsere Reportage über Gold Analysten!

CPB | Montag, 23. April 2012 - 09:00

Die Reportage über die Aussagen der Gold-Analysten, die wir im Hinblick auf ihre Goldanalysen einmal unter die Lupe nehmen wollen, kommt bei unseren Lesern sehr gut an. Es interessiert offensichtlich viele Goldanleger und Sparer, die noch nicht sicher sind, ob sie einen Teil ihres Sparvermögens in Goldbarren anlegen sollten. Im Moment gibt es um den Goldpreis und die Goldpreisentwicklung wieder viele unterschiedliche Meinungen, die nicht immer von Gold Opinion Leader kommen, sondern manchmal leider auch von Gold Kommentatoren, die durch ihre Einschätzungen brave Sparer dazu verleiten wollen, Optionen auf den Goldpreis zu kaufen. Es wird mit Gewinnen von bis zu etwa 3.500 Prozent geworben, und der Bezug für die Gewinnvorhersage ist eine Chartsignal-Wiederholung aus dem Jahr 2008.

Kaufsignal für Gold durch Eintritt in den GD200!

Die GD200-Linie ist der gleitende durchschnittliche Kursverlauf für Gold in den letzten 200 Tagen. Mitte 2008 hat der Goldpreis die GD200-Linie nach unten verlassen und konnte diese Markierung erst wieder im Januar 2009 nach oben durchbrechen. Nach diesem Kaufsignal schaffte die Goldpreisentwicklung eine Verdoppelung des Goldkurses in etwa 2 Jahren. Das Bild des Goldcharts zeigt für Ende des Jahres 2011 nach dem historischen Höchstkurs im September einen Durchbruch der GD200-Linie nach unten und wenn der Goldpreis die 1.650-Dollar-Marke in Richtung Norden überschreitet, wäre das ein Kaufsignal, welches Anfang 2009 die Goldrallye bis Herbst 2011 eingeläutet hatte. In den Verkaufsprospekten, die das Ziel haben einen Börsenbrief zum Preis von fast 30 Euro pro Woche als Abonnement zu verkaufen, begründet man die hohen Gewinnaussichten mit der Hebelkraft, die man mit dem Kauf von Optionen hat. Es werden sogar Vorteile von Gold Optionen im Vergleich zu Goldbarren herausgestellt. Wir meinen, dass Gold Optionen etwas für Zocker sind und Goldbarren für Sparer und Anleger, die mit ihrem Geld nicht spielen wollen…

Warum mühsam Börsenbriefe mit Gold-Tipps verkaufen?

Wenn der Tipp mit den Optionsscheinen so sicher und garantiert in der angepriesenen Höhe Gewinne zu erwarten sind, fragt man sich natürlich, warum der Autor dann auf eine mühsame Art und Weise für fast 30 Euro pro Woche einen Börsenbrief verkaufen will? Diese Gold Meinungen sollte man in jedem Fall nicht unkritisch lesen, denn wenn damit etwas verkauft werden soll, ist der Wert der Gold Analyse mindestens genau zu prüfen. Wie auch immer. Selbst hochgradige Gold Analysten sind auch nur Menschen, hatten wir bereits beim Beginn dieser Serie geschrieben. Auch international anerkannte Profis haben mit ihren Goldpreisprognosen schon sehr daneben gelegen und viele äußere Einflüsse können den Goldpreis in den Keller schicken. Für die Charttechniker gibt es zwar einige Figuren und Chartereignisse, die nach den Erfahrungen in vielen Fällen vorhersehbare Entwicklungen gezeigt haben, aber ob das alle Marktteilnehmer wollen und ob die internationalen Finanzmärkte gegen die durch den Gold-Chart vorgezeichnete Entwicklung sind, kann man leider vorher nie sagen…

Teil 2 der Serie über Gold Analysten.

Jetzt geht’s weiter mit unserer Serie über Analysten, Fachjournalisten, Wissenschaftler und Finanzexperten und deren Goldprognosen aus den Jahren 2008 bis 2011.

Sascha Opel

Das Interview mit Sascha Opel, dem ehemaligen Chefredakteur des Newsletters „Neuer Markt“ führte „The Gold Report“ im Februar 2009. Sascha Opel sah die Gold Hausse noch am Anfang und prognostizierte einen Goldpreis von

2.500 US-Dollar je Feinunze…

…in den nächsten Jahren.

Obwohl dieser Analyst bereits ein Jahr zuvor, im Mai 2008, von einer Gold Hausse sprach und von Gold als Währung philosophierte, traute er sich offensichtliche nicht, seine Prognose etwas genauer zu fassen. Schon Mai 2008 sagte Opel einen langlebigen Gold Bullenmarkt voraus und rügte diejenigen, die ein Ende der Gold Hausse beschworen hatten. Sascha Opel sagte schon 2009 voraus, dass der Goldpreis in allen Währungen dieser Welt, ob in US-Dollar, in Euro, kanadischen Dollar, südafrikanischen Rand, australischen Dollar, der norwegischen Krone, dem russischen Rubel oder dem Schweizer Franken in absehbarer Zeit ein Allzeithoch sehen wird. Seine Sichtweise Gold als Währung zu sehen änderte der Analyst, denn er begriff Gold inzwischen als Investition. Opel beschreibt weiterhin das gestiegene Interesse nach dem Goldankauf und das Interesse vieler Anleger, Investoren und Sparer nach physischem Gold. Sascha Opel war (und ist wahrscheinlich jetzt erst besonders…) der Meinung, dass man bei Gold keine Gefahr des Verlustes hat, wie es bei Unternehmensanleihen und Staatsanleihen der Fall ist. Wer Zinsen für Staatsanleihen kassiert, muss auch wissen, dass er damit ein Risiko eingeht, sagte er im Interview. Der Goldbesitz macht von Geld, Regierungen und Finanzinstituten unabhängig, was die Banken nicht mögen. Sehr richtig hat Opel mit der Aussage gelegen, dass der Goldpreis im Jahr 2009 nicht seinen absoluten Höchststand erreichen wird, sondern die Goldrallye weitergeht.

Wird der Goldpreis manipuliert?

Sascha Opel sprach davon, dass er der Meinung ist, dass der Goldpreis nach unten manipuliert wird. Schon in den 70er Jahren hatte FED-Präsident Paul Volcker gesagt, dass man etwas tun muss, um den Goldpreis nicht zu sehr steigen zu lassen. Dieser Paul Volcker ist im Team von Obama. Trotzdem sagte Opel, dass sich der Goldpreis auf 2.500 Dollar oder mehr bewegen wird. Bei 2.500 Dollar würde er die virtuellen Goldwerte in den Märkten für Gold Futures oder Gold ETFs absichern, aber trotzdem das physische Gold nicht verkaufen!

Bei so vielen richtigen Vorhersagen fehlt nur noch der Anstieg des Goldpreises auf 2.500 US-Dollar je Feinunze. Leider hat Sascha Opel dafür keine Jahreszahl genannt…
David Morgan

David Morgan von Silver Investor hat keinen richtigen Mut bewiesen, bzw. hat den zu erwartenden Goldpreis durch ein Rechenmodell ermittelt, dass durch die gestiegene Geldmenge leider heute nicht mehr stimmt. Demnach ermittelte Morgan im März 2008 einen Goldpreis von

2.900 US-Dollar je Feinunze.

David Morgan sagte nach einer Meldung von GoldSeek, dass man den Goldpreis eigentlich nicht vorhersagen kann, aber es ist anzunehmen, dass der Goldpreis wesentlich höher steigen wird, als es der durchschnittliche Anleger erwartet.

Morgan verglich den Goldpreis mit dem früher als unterbewertet geltenden Dow Jones, als er noch bei 3.000 Punkten stand. Dieses Schicksal haben alle Edelmetalle, berichtete de Analyst und es ist anzunehmen, dass aus einer Unterbewertung einmal eine Überbewertung entsteht, wie das an den Aktienmärkten auch passiert.

Kann man den fairen Goldpreis errechnen?

David Morgen ist der Meinung, dass der faire Goldpreis errechnet werden kann. Die Bemessungsgrundlage ist nach seiner Auffassung die Geldmenge auf den Konten, die in öffentlichem Besitz sind. Von der Tatsache ausgehend, dass dies Geldmenge (M1) etwa 3-mal so groß ist, wie im Jahr 1980, müsse der Goldpreis demnach auch seit 1980 um 300% gestiegen sein. Diese Rechnung lässt für eine Goldpreiserhöhung viel Spielraum nach oben. Das war bereits 2008 so und ist heute nicht anders. Um einen fairen Goldpreis zu errechnen, teilt man die Geldmenge M1 durch die Gold-Versorgung. Das Ergebnis ist der Goldpreis je Feinunze! Mit den Zahlen aus dem Jahr 2008 wäre das die Geldmenge von 757 Milliarden Dollar (M1) geteilt durch die Goldreserve der USA von 261,5 Millionen Unzen. Mit dieser Rechnung bekommt man einen Goldpreis von etwa 2.900 Dollar je Feinunze.

Da sich die Geldmenge seit 2008 erheblich erhöht hat und die Goldreserven nicht entsprechend mitgewachsen sind, müsste nach der Berechnungsmethode von David Morgan der Goldpreis heute schon weit über 3.000 Dollar liegen!

Entweder  Morgans Rechnung stimmt  nicht, oder er hat die Psychologie beim Goldpreis   nicht bedacht. Eine Erklärung gibt es aber außerdem. Vielleicht ist doch Sascha Opels These richtig, dass der Goldpreis manipuliert wird…???

Joe Foster

Mit der Goldprognose von Joe Foster, einem Gold Analysten von Van Eck Associates, dem Emittenten des Falcon Gold Equity Fund, kann man eigentlich nichts anfangen. Deshalb wollen wir auf die Aussage aus dem Juli 2010, dass der Goldpreis auf

2.000 bis 3.000 § bis zum Jahr 2019

steigt, nicht weiter eingehen.

Neun Jahre Zeit darf man keinem Analysten für seine Prognosen geben und wenn dann noch eine Spanne zwischen 2.000 und 3.000 Dollar als Kursziel genannt wird, dann braucht man für eine solche Aussage sicher keinen Gold Analysten. Bemerkenswert ist vielleicht die Erklärung, dass sich das Unternehmen noch 2010 für eine Gold Hausse positioniert hat. Trotz der bereits im Jahr 2010 neun Jahre anhaltenden Gold Hausse, könnte diese Hausse noch weitere 9 Jahre anhalten, sagte Foster.

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Ein Kommentar zu “Viele lesen unsere Reportage über Gold Analysten!”

  1. Daniel sagt:

    Sascha Opel sprach davon, dass er der Meinung ist, dass der Goldpreis nach unten manipuliert wird. Schon in den 70er Jahren hatte FED-Präsident Paul Volcker gesagt, dass man etwas tun muss, um den Goldpreis nicht zu sehr steigen zu lassen.

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