Gold kaufen – aber wie und wo?

CPB | Montag, 17. Dezember 2012 - 09:00

Immer mehr Sparer, Anleger und Investoren greifen zu physischem Gold oder entscheiden sich mindestens für mit Gold besicherte Wertpapieren (ETFs, ETCs). Die Goldreserven der Notenbanken werden in den meisten Ländern nicht angerührt oder es wird sogar kräftig Gold gekauft. Die Lage an den Finanzmärkten, mit einer enormen Erhöhung der Geldmenge zur Verbesserung der Konjunktur und insbesondere die Schuldenkrise in Europa und den USA geben Anlass zur Sorge vor einer steigenden Inflation. Angesichts der immer größer werden Löcher in den Haushalten der Euro-Krisenländer und dem festen Willen der EU und der EZB die Pleiteländer in der Eurozone zu behalten,  muss man mit weiteren Hilfspaketen rechnen und die Ausweglosigkeit wird immer deutlicher.

In welcher Form kann man Gold kaufen?

Wer sich für den Goldankauf entscheidet, kann physisches Gold in Form von Goldbarren, Goldmünzen oder Goldschmuck erwerben. Wer Anlagegold haben möchte, entscheidet sich vorrangig für Goldbarren oder Goldmünzen. Goldschmuck ist zwar bei einem hohen Feingoldanteil auch eine Geldanlage, aber durch die Verarbeitung und den Handel entspricht der Kaufpreis für diese Goldvariante natürlich nicht dem Wert des Goldes. Für die Lagerung von Goldbarren sollte man nur bei relativ kleinen Mengen den eigenen Tresor wählen, denn die Gefahr das Gold durch einen Raubüberfall zu verlieren, ist nicht gering. Für die Lagerung von Goldbarren oder Goldmünzen ist ein Schließfach bei einer Bank oder Sparkasse sicher die bessere Entscheidung oder ein Goldkonto bei einer Bank oder einem auf Gold spezialisierten Anbieter, von denen die Lagerung des physischen Goldes in speziellen Goldlagern in sicheren Großtresoren angeboten wird. Wer sich gegen die eigene Lagerung, die Lagerung im Schließfach oder die Goldlagerung bei Spezialisten entscheidet, kann auch Wertpapiere kaufen, die mit Gold abgesichert sind. Das sind sogenannte Gold-ETCs. Um kein physisches Gold, sondern um reine Wertpapiere oder Wetten auf den Goldpreis handelt es sich bei Goldminenaktien, Goldfonds oder Gold-Zertifikaten.

Wer sollte Gold kaufen und warum?

Der Goldankauf ist in der heutigen Zeit nicht nur eine Frage für die ganz großen Vermögen. Gold wird als Beimischung im Depot inzwischen auch von Personen mit kleineren bis mittleren Vermögen als sinnvoll angesehen und sogar kleine Sparer wollen manchmal einen Teil ihres Sparvermögens in einem sicheren Hafen gegen die drohende Inflation schützen. Gold gilt insbesondere in Krisenzeiten noch immer als stabile und werterhaltende Geldanlage und als Schutz gegen schwächelnde Währungen. Für Gold bekommt man zwar keine Zinsen, aber in Zeiten, in denen man für die besten Staatsanleihen auch fast keine Zinsen bekommt oder sogar noch einen kleinen Zins bezahlen muss, kann man bei Gold wenigstens auf einen Kursgewinn hoffen. Gold ist ein begrenzt verfügbarer Rohstoff mit einer steigenden Nachfrage. Das bedeutet, dass man langfristig nicht nur von einem Werterhalt ausgeht, sondern eine Wertsteigerung erwarten darf.

Der Goldankauf ist steuerfrei!

Gold hat gegenüber anderen Rohstoffen den Vorteil, dass der Kauf von Goldbarren als Anlagegold steuerfrei ist. Das ist seit 1998 so. Diese gesetzliche Regelung gilt für Goldbarren oder Gold in Form von Plättchen mit einem Feingoldanteil von mindestens 995 Tausendstel. Verarbeitetes Gold, wie man es bei Goldschmuck in jedem Fall hat, unterliegt selbstverständlich der vollen Mehrwertsteuer. Gold hat auch den Vorteil gegenüber anderen Rohstoffen, dass man es als physisches Gold besitzen kann und es in kleinen Einheiten zu kaufen ist. Kleinste Goldbarren gibt es in Stückelungen von 10 Gramm, 20 Gramm, 50 Gramm und 100 Gramm. Für die größere Goldinvestition stehen Goldbarren in den Gewichtsklassen von 500 Gramm und 1 kg zur Verfügung. Kleine Goldbarren haben den Vorteil, dass man sie bei überschaubarem Geldbedarf gezielt und bedarfsgerecht verkaufen kann; es gibt allerdings auch den Nachteil bei den kleinen Goldbarren, dass sie durch anfallende Nebenkosten für den Handel und die Lagerung teurer sind als größere Goldbarren.

Wo kann man Gold kaufen?

Gold als Goldplättchen, Goldbarren oder Goldmünzen kann man bei Banken, Sparkassen und Gold-Spezialisten, wie beispielsweise Bullionvault kaufen. Es gibt öffentliche Preislisten für alle verfügbaren Goldbarren-Größen und Goldmünzen. Wenn man Gold bei einem Goldprofi, wie Bullionvault kauft, bekommt man das Gold mit einem Sicherheitstransport ins Haus geliefert oder kann die gekauften Goldbarren einlagern lassen.

Der Goldpreis dümpelt im Moment ohne klares Ziel!

Der Goldpreis hat im Moment kein klares Ziel vor Augen. Er dümpelt leicht unter 1.700 Dollar oder in der vorigen Woche manchmal leicht über 1.700 Dollar je Feinunze lustlos herum. Diese fehlende Dynamik bei der Goldpreisentwicklung hat verschiedene Gründe. Einerseits gibt es keinen Grund, warum der Goldpreis nicht in Richtung 1.800 Dollar und zu einem neuen Allzeithoch aufsteigen sollte, aber auf der anderen Seite gibt es massive Interessen einige Großanleger den Goldpreis unten zu belassen. Die Spekulationen auf den Goldpreis haben eine Größenordnung erreicht, die keine Bildung eines fairen Marktpreises ermöglicht. Das zeigt sich in der vorigen Woche auch im COT-Report, der einen gering abschmelzenden Optimismus bei den Goldspekulanten zeigte. Die Zahl der Kontrakte bei den Gold Futures ging um 0,2 Prozent zurück und die optimistische Markterwartung für Gold reduzierte sich um 1,2 Prozent, wobei die Großspekulanten in geringerer Größenordnung ausstiegen, als es bei den Kleinspekulanten der Fall war. Die Stimmung hat sich zwar bei den Gold-Spekulanten im Vergleich zur Vorwoche wieder etwas beruhigt, aber insgesamt fehlt es offensichtlich an Klarheit und einer sicheren Perspektive für die Zocker.

Die Milliarden der FED konnten den Goldpreis nicht beeindrucken!

Die FED-Sitzung in der vorigen Woche hatte zwar zum Ergebnis, dass die US-Notenbank weitere 45 Milliarden Dollar im Monat dafür verwenden wird Hypothekendarlehen aufzukaufen. Auch diese enorme Zahl, die eine “Produktionssteigerung” der Gelddruckmaschine der FED bedeutet, konnte den Goldpreis nicht stark beeindrucken. Man kann der Meinung sein, dass diese Entwicklung bereits im Goldkurs eingepreist ist und keinerlei Stärkung des Goldpreises mehr hervorruft. Ein Goldpreis oberhalb von 1.690 US-Dollar stellt noch kein Problem dar, aber wenn der Goldpreis unter die wichtige Marke von 1.680 Dollar fällt, ist es mit der Bodenbildung um 1.700 Dollar wahrscheinlich vorbei. Die Goldexperten befürchten, dass unter 1.680 Dollar umfangreiche Goldverkäufe stattfinden, die teilweise computergesteuert durch Stopp-Loss-Verkäufe entstehen dürften.

Goldpreis mit einer guten Performance!

Wer Gold als sichere, langfristige Geldanlage sieht, kann mit dem Ergebnis im Jahr 2012 zufrieden sein. Das Jahr ist zwar noch nicht am Ende und es kann auch in den letzten zwei Wochen des Jahres noch ziemlich viel passieren, aber bisher haben die Goldanleger mit einem Kursgewinn von über 8% eine ausgezeichnete Rendite erwirtschaftet. Die Goldanleger sind wegen der guten Goldpreisentwicklung damit seit nunmehr 11 Jahren in Folge in der Gewinnzone.

 

 

 

 

 

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