Gold: Kauflaune hält an und treibt den Goldpreis!

CPB | Montag, 26. November 2012 - 09:00

Das war ja mal ein genialer Wochenausklang für den Goldpreis. Gold war selten so beliebt, wie es im Moment erscheint. Die Kauflaune hält weiter an und die Goldpreisentwicklung macht einen sehr robusten und zuversichtlichen Eindruck. Wir hatten in der vorigen Woche darüber berichtet, dass der Goldankauf bei den Vermögensverwaltern zu den Risikoanlagen zählt, wie beispielsweise Aktien. In dieser Woche hat man auf breiter Front gesehen, dass an dieser Einschätzung etwa dran ist, denn die Erholung an den Aktienmärkten ging einher mit der guten Kursentwicklung beim Gold. Die Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen ist ungebrochen gut und die Goldankäufe kommen aus allen Erdteilen und aus den unterschiedlichsten Schichten der Bevölkerung. Es muss ja nicht immer gleich ein 1 kg Goldbarren sein. Die Stückelung bei den Goldbarren ist breit gefächert und aus diesem Grund ist für jeden Sparer, Anleger oder Investor die passende Größenordnung Gold dabei. Man sollte sich beim Goldbarrenkauf auch stets vor Augen führen, dass man bei einem Bedarf an Bargeld nicht immer sofort den großen Goldbarren verkaufen muss. Deswegen sollten Goldsparer darauf achten stets mehrere Größen an Goldbarren zu haben, um flexibel zu sein, wenn man etwas von dem Gold verkaufen will.

Die Widerstände bei 1.740 Dollar sind geschmolzen!

Die erwarteten Widerstände bei 1.740 US-Dollar je Feinunze sind ausgeblieben und der Goldpreis hat sich sehr stabil über diese Marke bis auf über 1.750 Dollar bewegt. Wenn zum Wochenanfang keine ganz schlimmen Nachrichten die Goldpreisentwicklung stören, könnte die nächste Woche noch einmal zu einer Gewinnerwoche für Goldanleger werden. Die Charttechnik sagt auf jeden Fall im Moment nichts Gegenteiliges. Wer die Charttechnik befragt, der erkennt zwar noch einige kleinere Hürden bei ca. 1.760 $, 1.775 $ und 1.790 $ bis zur 1.800 Dollar-Marke, aber die Entscheidung über diese Widerstände könnte sich schon bald ergeben. Wenn es am Montag gut läuft und der Goldpreis sicher über 1.750 Dollar bleibt oder sogar steigt, ergibt sich aus dieser Chartsituation aus Sicht einiger Gold-Experten sogar ein starkes Kaufsignal, das dem Goldpreis noch einmal einen richtigen Schub in Richtung 1.800 Dollar geben könnte. Wenn der Goldpreis diese Marke schafft, sind wir nicht mehr lange von einem neuen Allzeithoch entfernt. Sollten die kleineren Widerstände durch schlechte Nachrichten unterstützt werden, könnte diese Prognose natürlich wie ein Kartenhaus zusammenbrechen.

Krisenwährung Gold behauptet sich bei Anlegern!

Gold als Inbegriff von Sicherheit in unruhigen Zeiten und damit Krisenwährung ist wieder in aller Munde. Das gilt für kleinere Sparer, wie für die Reichen und auch für institutionelle Großanleger. Nicht jeder greift aus gutem Grund nicht immer zu physischem Gold, sondern bedient sich bei den ETFs, die sich durch hinterlegtes Gold für die Anleger verbürgen. Die eingelagerten Goldmengen der ETF-Anbieter bewegen sich ständig auf Rekordniveau. Dazu findet man in diesen Tagen völlig neue Goldkäufer auf dem Markt. Die Schwellenländer sind es, deren Notenbanken etwas von den Währungsreserven vor dem Verfall retten wollen und in Gold investieren. Neben einigen asiatischen Ländern gehört Brasilien im Moment zu den sehr interessierten Goldkäufern. Die Notenbanken der Schwellenländer trauen weder dem US-Dollar, noch dem Euro zu, dass man die Schuldenberge ohne eine spürbare Inflation bewältigen kann. Sie bringen deshalb ihre Währungsreserven in den sicheren Hafen Gold und glauben damit eine sehr gute Entscheidung getroffen zu haben. Die Brasilianer haben es immerhin auf den höchsten Goldbestand der letzten 10 Jahre gebracht und kaufen weiterhin kräftig zu.

Gold im Renditevergleich!

Gold galt früher nur als Sicherheit und Krisenwährung. Heute bedient Gold zwar diese Gefühle noch immer, aber es sind speziell in den letzten 10 Jahren Anleger hinzugekommen, die Gold nicht nur als Sicherheit, sondern auch als Renditebringen gekauft haben. Hier ein beeindruckender Vergleich.

Die Goldperformance.

Wir haben die folgenden Werte nicht an einem bestimmten Tag gegenübergestellt und wollen daher, auch wegen ständig schwankender Kurse, keine exakten Prozentangaben machen. Sie dürfen aber sicher sein, dass die Zahlen nachprüfbar sind und sie werden staunen, wie sich der Goldkurs gegen die anderen Anlageformen geschlagen hat. Es geht um die Kursentwicklung in den letzten 10 Jahren.

Goldpreisentwicklung in 10 Jahren

über 300 %

   
Dax-Entwicklung in 10 Jahren

ca. 90 %

Dow-Jones-Entwicklung in 10 Jahren

ca. 50 %

Euro-Stoxx-Entwicklung in 10 Jahren

ca. 30 %

Nikkei-Entwicklung in 10 Jahren

ca. 10 %

Shanghai-B-Index-Entwicklung in 10 Jahren

ca. 10 %

Emerging-Markets-Entwicklung in 10 Jahren

über 200 %

Silberkurs-Entwicklung in 10 Jahren

über 400 %

Ölpreis-Entwicklung in 10 Jahren

über 200 %

Weizenpreis-Entwicklung in 10 Jahren

ca. 90 %

Kaffeepreis-Entwicklung in 10 Jahren

ca. 150 %

Staatsanleihen-Entwicklung in 10 Jahren

ca. 60 %

Unternehmensanleihen-Entwicklung durchschn.

ca. 50 %

Festgeld-Entwicklung durchschnittlich

unter 3 %

Tagesgeld-Entwicklung durchschnittlich

unter 2 %

Sparbuch-Entwicklung durchschnittlich

unter 1 %

Bei den Aktienindizes sind es natürlich nur grobe Werte im Hinblick auf die Performance bei der Kursentwicklung. Die exakte Rendite ist bei Aktien nicht auf diese einfache Art und Weise errechenbar, denn die Dividendenzahlungen der Aktiengesellschaften sind höchst unterschiedlich. Da es Aktien gibt, die durchaus mit Dividenden von 5% und mehr die Anleger locken, würde ein Vergleich mit einem dividendenstarken Einzeltitel aus dem Aktienmarkt natürlich ganz anders aussehen. Es bleibt natürlich beim Aktienkauf das höhere Risiko, das sich nicht nur in einem Rückgang der Dividende, sondern im Einzelfall sogar bis zum Totalverlust erweitern kann. In der Regel gehören aber dividendenstarke Aktientitel nicht zu den Verlierern, was das Emittentenrisiko, also die Insolvenz einer großen Aktiengesellschaft betrifft.

Sie sehen an der Aufstellung, dass der Goldpreis nur beim hochspekulativen Silber nicht mitkommt. Der Silberpreis hängt aber zu einem Anteil von ca. 75% von Spekulanten ab, denn der Silberkauf als Geldanlage und der Silberverbrauch für industrielle Zwecke ist verschwindend gering. Ob das mit der Goldpreisentwicklung in den nächsten 10 Jahren so weitergeht ist natürlich fraglich, aber wer unsere Serie über die Gold Analysen von namhaften Gold Analysten gelesen und verfolgt hat, der kann sich ein Bild machen was beim Goldpreis passieren kann und für eine heute nicht glaubhafte Goldpreisentwicklung gibt es von den Gold-Experten durchaus schlüssige Begründungen und nachvollziehbare Argumente.

Goldwochen bis Weihnachten?

Der graue November ist bald vorbei und die Adventszeit glänzt mit viel Licht und Gold in den Schaufenstern. Ob es auch für Goldanleger goldige Wochen bis zum Weihnachtsfest werden, muss man gespannt verfolgen. Die Zeichen dafür stehen nicht schlecht, aber wie immer, macht der Goldpreis manchmal nicht das, was man erwartet, sondern einfach was er will…

 

 

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