Goldpreis nimmt neuen Anlauf!

CPB | Donnerstag, 14. Juni 2012 - 09:00

Der Goldpreis ist wieder über 1.600 Dollar je Feinunze geklettert und befindet sich im Moment in einer Startposition nach oben. Jetzt müssen nur noch die richtigen Signale kommen und wir erleben eine neue Goldrallye. Der Weg für die Goldpreisentwicklung wird sich in wenigen Tagen entscheiden und aktuell sieht es um den Goldkurs ziemlich gut aus. Wenn jetzt der US-Notenbankchef Ben Bernanke noch die von den Märkten lange erwarteten weiteren geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen ankündigt, die allgemein unter dem Kürzel QE 3 bekannt sind, kann es für den Goldpreis eine sprunghafte Entwicklung geben. Nachdem die Marke von 1.600 $ mal wieder deutlich genommen scheint, ist die nächste wichtige Hürde für die Goldpreisentwicklung 1.620 US-Dollar für die Feinunze, danach folgt eine Widerstandslinie bei 1.641 Dollar und ab 1.667 Dollar ist mit einem weiteren massiven Goldankauf zu rechnen.

Kommt jetzt die Gold Rallye?

Nachdem der FED-Chef in der vorigen Woche den Märkten den Gefallen noch nicht getan hatte, hoffen die Goldinvestoren jetzt auf die nächste Sitzung. Die schlechten Arbeitsmarktdaten aus den USA hatten bei den Goldanlegern die Hoffnung auf weitere Maßnahmen in der Geldpolitik geschürt, aber der Notenbank-Präsident erteilte den Märkten zunächst noch eine Absage. Die Zusage der EU-Finanzminister für Finanzhilfen aus dem ESFS Fonds für die spanischen Banken hatte für eine Beruhigung auf den Finanzmärkten gesorgt, die den Dollarkurs etwas gedrückt und damit dem Goldpreis nach oben geholfen hatten. Durch die Schwächung der US-Währung, die für den Goldhandel die wichtigste Währung ist, wurde Gold billiger und die Nachfrage für physisches Gold erhöhte sich. Diese größere Goldnachfrage hatte für die positive Goldpreisentwicklung gesorgt. Was jetzt eine Gold Rallye noch bremsen kann, wäre nur eine Verschlechterung der Situation in der Eurozone, etwa durch Griechenland und Italien, die zu einer Schwächung des Euro führt. Steigt der US-Dollar weiter gegenüber dem Euro, fällt auch leider der Goldpreis wieder.

Ist nach Spanien jetzt auch Italien dran?

Die österreichische Finanzministerin Maria Fekter hat gerade den italienischen Premier Monti sehr verärgert. Fekter sagte am Montag, dass sie nicht ausschließen könne, dass nach Spanien auch Italien jetzt Finanzhilfen von der EU beanspruchen könnte. Sie sagte zwar, dass es kein Thema sei, dass Italien komplett unter den Rettungsschirm schlüpfen werde, aber solche Vermutungen von einem Finanzminister eines EU-Landes werden natürlich sofort von den Medien verarbeitet. Da half es auch nicht sehr, dass Fekter am Dienstag ihre Aussage wieder relativierte und davon sprach, dass es keine Anzeichen dafür gebe, dass Italien einen Antrag auf Finanzhilfen stellen will. Diese Diskussion in Österreich fand der italienische Premierminister Monti “vollkommen unangemessen”, dass sich eine Finanzministerin eines EU-Landes mit der Lage in einem andern Mitgliedsstaat der EU äußert. Monti verzichtete anlässlich einer Pressekonferenz in Rom auf weitere Kommentare zu der Einlassung Fekters.

Die Finanzmärkte reagierten trotzdem auf die Diskussion um die Situation in Italien. Die Zinsen für italienische Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren kletterten auf 6,2% und in Spanien sind im Moment Staatsanleihen mit 6,5% für diese Laufzeit auch kein Schnäppchen mehr. Zinsen über 6% sind nach allgemeiner Einschätzung in Fachkreisen die Grenze des Bezahlbaren für Staatsanleihen.

 

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