Goldpreis war auf Anti-Euro-Kurs der Griechen!

CPB | Montag, 18. Juni 2012 - 11:41

Der Goldpreis macht was er will und lässt sich ganz schwer prognostizieren. Das sind zwar für die Goldpreisentwicklung keine besonders neue Nachrichten und auch keine spannenden Informationen, aber manchmal sind die Kursausschläge beim Gold völlig anders, als es die Goldexperten “vorgedacht” hatten. Man muss allerdings annehmen, dass Ende der vorigen Woche noch viele Goldanleger daran geglaubt haben, dass sich die Griechen mehrheitlich für die Linksextremen entscheiden würden und sich der Anti-Euro-Kurs in Griechenland durchsetzt. Das scheint nach den bekanntgegebenen Ergebnissen der Wahlen am Sonntag nicht der Fall gewesen zu sein. Die Aktienmärkte hatten gestützt durch die Wahlen in Griechenland mit einem kräftigen Aufschlag begonnen, aber die Märkte vertrauen den Griechen offenbar nicht und die Aktien gaben die Kursgewinne vom Börsenstart schnell wieder ab. Der Goldpreis ist hingegen mit einem Kursverlust in den Handel gegangen, aber schein sich trotz oder gerade wegen der weiterhin nicht geklärten Situation in Griechenland wieder etwas zu erholen.

Stabilisiert eine Regierungsbildung in Griechenland den Goldpreis?

Wie es im Moment scheint, können die beiden Parteien, die Griechenland gegen die Wand gefahren haben, das Land in Zukunft mit einer Mehrheit regieren. Trotzdem hört man unverständliche Aussagen aus Athen, die die Märkte und den Goldpreis nicht zur Ruhe kommen lassen. Der Parteichef der Pasok-Partei Venizelos will die radikale Linke mit in die Regierungsverantwortung nehmen, obwohl die das Sparpaket ablehnen und keine Schulden zurückzahlen wollen. Der Wahlgewinner Antonis Samaras von der Neo Dimokratia faselt davon, dass er das Sparpaket mit der EU nachverhandeln will und zusätzliche Wirtschaftshilfen beanspruchen will, um das Land wieder auf die Füße zu bringen. Seit wann stellen die Pleiteländer, die bereits Milliarden durch den Kamin geschickt haben, jetzt auch noch Forderungen? Aus Brüssel hört man schon von möglichen Fristverlängerungen der geschlossenen Rettungsverträge und einige Politiker aus verschiedenen EU-Ländern verbünden sich mit denen, die Eurobonds und damit die Vergesellschaftung der gesamten Schulden in Europa wollen. Man kann nur hoffen, dass die Griechen jetzt schnellstens zur Vernunft kommen, eine stabile Regierung bilden, die beschlossenen Sparpakete umsetzen und endlich damit anfangen die Steuern einzutreiben.

Die politische Lage ermuntert die Goldspekulanten!

Wie in der vorletzten Woche, waren die Goldspekulanten auch in der vorigen Woche optimistisch eingestellt. Der COT-Report vom vorigen Freitag zeigt zwar eine geringe Abnahme der offenen Gold Kontrakte (Open Interest) um 2,8%, aber die optimistische Erwartungshaltung der Goldspekulanten erhöhte sich erneut um weitere 1,7%. Bemerkenswert ist wieder einmal, dass die Kleinspekulanten (Non-Reportables) vorsichtiger sind und ihre Gold-Kontrakte um 2,9% zurückgingen, aber die Großspekulanten ihre Goldkontrakte um 2,7% erhöhten. Ob die Großspekulanten, meistens institutionelle Goldanleger, ihr Exposure in der vorigen Woche nur wegen der Griechenwahl erhöht haben, werden wir bei den Zahlen des COT-Reports an diesem Freitag feststellen.

Gold Analysen, Gold Analysten, Gold Meinungen – Teil 8!

Wie bereits in der vorigen Woche angekündigt, setzen wir unsere Serie über Gold Analysen und Gold Analysten fort. Heute mit Gold Opinion Leader, die mit Goldprognosen zwischen 3.000 und 10.000 US-Dollar je Feinunze auf sich aufmerksam gemacht haben. Beginnen wollen wir mit einigen dieser Vorhersagekünstler, die für die Jahre 2011 und 2012 mit ihren Goldprognosen “etwas daneben” gelegen haben. Ich denke, dass man einen Goldpreis von 10.000 Dollar für dieses Jahr auch bereits in diese Kategorie “knapp vorbei ist auch daneben” einordnen kann.

Patrick Kerr

Patrick Kerr ist Analyst und Geschäftsführer bei Amerifutures Rohstoffe & Optionen und ging am 20. November 2009 mit der mutigen Aussage an den Markt, dass sich der Goldpreis bis Ende 2010 oder kurze Zeit danach bis auf eine Höhe von

5.000 bis 10.000 Dollar je Feinunze

bewegen wird. Kerr begründete seine abenteuerliche Goldprognose mit der Geldentwertung und damit, dass sich der Goldpreis im Jahr 2009 ungewöhnlich entwickelt hätte und für Futures mit einem Goldpreis von 1.150 Dollar spekuliert wird.

Porter Stansberry

Porter Stansberry ist Begründer, Inhaber und Analyst von Stansberry Associates Investment Research. Er schrieb in einer Kolumne am 2. Dezember 2009, dass der Goldpreis bis 2012 auf einen Wert von sage und schreibe

10.000 US-Dollar je Feinunze

klettern wird. Für Porter Stansberry liegt die Begründung für seine Goldpreisprognose in den Staatsschulden der Vereinigen Staaten von Amerika. Die USA haben bekanntlich eine Staatsverschuldung von über 15 Billionen Dollar. Stansberry argumentiert damit, dass die USA ihre Staatschulden nicht mehr zurückzahlen können und alleine die Refinanzierung auslaufender Staatsanleihen nicht mehr bedienen kann. Wörtlich spricht der Analyst von einer Staatspleite in den USA. Wie man einen Staatsbankrott managt, wurde nach der Aussage Stansberrys in einem geheimen Papier von den Ökonomen Alan Greenspan und Pablo Guidotti aus dem Jahr 1999, erläutert. Diese Formel wird Greenspan-Guidotti-Regel bezeichnet. Alan Greenspan war bekanntlich der frühere Notenbankpräsident der USA, der FED.

Peter Schiff

Der Präsident und Chief Global Strategist für Darien Euro Pacific Capital Peter Schiff sagte in einem Artikel vom 27. Mai 2010, dass der Goldpreis in 5 bis 10 Jahren zwischen

5.000 und 10.000 $

liegen wird. Schiff sagte in einem Interview mit Bloomberg, dass die Menschen Angst vor dem Verfall der Währungen auf dieser Welt haben und deswegen der Goldpreis in diese Höhen steigen wird. Peter Schiff wunderte sich zu diesem Zeitpunkt über den noch niedrigen Goldpreis von ca. 1.250 Dollar je Unze.

Pete George

Peter George ist Investment Analyst bei Trinity Holdings in Südafrika.  Er war zwischen 1969 und 1981 Mitglied der Johannesburg Stock Exchange,von 1983 bis 1987 Vorsitzender der Wit Nigel Gold Mine und Mitglied der südafrikanischen Bond Exchange in den Jahren von 1993 bis 1997. Mit diesem umfangreichen Fachwissen, ist George als Gold Analyst und Verfasser von Gold Kommentaren weltweit bekannt. Schon am 12. Oktober 2005 schrieb Pete George, dass der Goldpreis

Zwischen 2011 und 2013 bei 3.500 Dollar je Feinunze liegt und 2015 sogar die Marke von

10.000 Dollar

erreichen wird. Pete George zieht in seiner Gold Analyse einige Gold Zyklen als Beispiele für seine Theorie heran und sieht einen Gold Bullenmarkt für 12 Jahre zwischen 1999 und 2011. Konkret nennt der Analyst den August 2011 für einen Goldpreis von 3.500 Dollar. Diese Gold Analyse war zwar sehr mutig, aber leider bisher falsch.

Michael S. Rozeff

Endlich mal jemand, der für uns den wirklichen Goldpreis ausgerechnet hat. Professor Michael S. Rozeff, ist emeritierter Professor für Finanzen und Managerial Economics an der Management Schule der Universität Buffalo. Rozeff war Mitherausgeber von verschiedenen Finanz-Fachzeitschriften und hat weltweit mit Artikeln über die Börse, Ertrags-Prognosen, Dividendenpolitik und den Insiderhandel, wie auch über Gold und andere Edelmetalle auf sich aufmerksam gemacht. Der Professor hat am 12. Oktober 2009 exakt ausgerechnet, dass der Goldpreis

Zwischen 2.865 und 7.151 Dollar liegen muss.

Er macht diesen Goldpreis an sehr komplizierten Rechenmodellen fest, die sich an die Geldmenge auf der Welt und den bisher produzierten Goldmengen festmachen und nimmt eine Golddeckung der Währungen der Welt zu 50 – 100% an. Wenn man das auf diese Art und Weise berechnen könnte, hätte der Goldpreis eine feste Berechnungsgröße und würde nicht den Kursschwankungen der Märkte unterliegen, sondern nur der steigenden Geldmenge.

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