Goldpreis zitterte bei den 100 Milliarden € für Spanien!

CPB | Sonntag, 22. Juli 2012 - 16:18

Wir machen es noch einmal spannend und vertagen den nächsten Artikel über die Gold Analysten, Gold Analysen und Gold Meinungen um eine Woche. Die beiden letzten Gold Experten wollen wir mit ihren Gold Analysen genau unter die Lupe nehmen, denn ihre Gold Prognosen waren wirklich so fantastisch, dass man sich die Schlussfolgerungen dieser Gold Opinion Leader genau anschauen muss, bevor man wieder zur Tagesordnung übergeht. Die Goldpreisentwicklung ist im Moment einerseits sehr spannend und auf der anderen Seite auch etwas frustrierend, weil es nicht nachvollziehbar erscheint, dass sich der Goldpreis  noch immer auf der Stelle bewegt.

Es sieht auf dem Goldchart so aus, als ob der Goldpreis in der vorigen Woche gezittert hat, als die nächsten 100 Milliarden mal so eben bei einem Abstecher ins Parlament aus dem Urlaub beschlossen wurden. Angesichts der für Deutschland darin enthaltenen etwa 30 Milliarden Verlust, kann man die unruhige Goldpreisentwicklung und die Zitterpartie beim Goldpreis wohl verstehen. Auch die Fahrtkosten und die Spesen für diese Abstimmung kann man angesichts dieser neuen Milliarden Bürgschaft schnell vernachlässigen, aber wenn jemand mal die Kosten für den Beschluss des Rettungspakets für die Banken in Spanien ausrechnet, liegen wir sicher auch dafür noch einmal im Millionenbereich. Wer über solche Beträge nachdenkt und sie kritisiert, dem würden die Volksvertreter sicher vorwerfen, dass man das nicht zu sehr auf die Goldwaage legen darf.

Warum sind die Abgeordneten und der ganze Bundestag erst in die Ferien gegangen, wenn zuvor schon absehbar war, dass es zu dieser Sondersitzung kommen wird? Warum hat keiner die Parlamentsferien nach den Notwendigkeiten geändert? Bei den Gagen, die unsere Volksvertreter bekommen, sollte eine Verschiebung des Urlaubs, der ohnehin reichlich bemessenen ist und den sich die Abgeordneten selbst verordnen, wohl möglich sein, oder? Wahrscheinlich ist das aber schon wieder zu kleinlich und zu sparsam gedacht, aber man muss sich die Kosten für diese Sondersitzung einmal in Goldbarren vorstellen, dann bekommt man einen Eindruck über das viele Geld, das wieder einmal verschleudert wurde. Bei den vielen Nullen der Rettungspakete und den vielen Nullen, die darüber abstimmen, vergisst man inzwischen schon, um wie viel Geld es insgesamt wirklich geht. Wenn es andauernd um neue Rettungspakete in Milliardenhöhe geht, kann man über ein paar Millionen schnell hinwegsehen…

Sondersitzung in den Parlamentsferien hat für den Goldpreis nichts gebracht!

Es ist davon auszugehen, dass ein großer Teil der Abgeordneten wieder einmal keine Ahnung davon gehabt hat, warum es zu diesem erneuten Kapitalbedarf in Europa gekommen ist. Einige bekannte und verantwortungsvolle Parlamentarier haben zwar dagegen gestimmt, aber die große Mehrheit hat sich dem Regierungsentwurf unterworfen und sich wie Stimmvieh verhalten. Das gilt nicht nur für die Regierungskoalition, sondern auch für Rot-Grün. Für den Goldpreis hat diese teure Aktion des Bundestages nichts gebracht. Ein leichtes Zittern beim Goldpreis nach der Sitzung für die spanischen Banken und ein leichtes Zittern beim Goldkurs nach der Rede des US Notenbankchefs Bernanke. Das waren die beiden nachvollziehbaren Reaktionen beim Goldpreis in dieser Woche. Dieses Europa kann keiner mehr bezahlen, das ist u.a. am starren Goldpreis zu erkennen. Die spanischen Banken verzocken sich mit wahnsinnigen Immobilienkrediten und sitzen jetzt auf einem Berg von Bauruinen, die keiner haben will. Es sollen bis zu 300 Milliarden Euro sein, die als Bauruinen in Spanien herumstehen. Die Banker in Spanien haben ihre Traumgehälter und hohen Boni selbstverständlich bekommen. Der spanische Staat haftet für diese Garantie der EU, hört man. Es gibt da aber einen Spruch, der sagt, dass man einem nackten Mann nicht in die Tasche fassen kann…

Was ist mit dem Gold, wenn das ganze Euro System implodiert?

Es wird zwar behauptet, dass bisher noch kein Geld geflossen ist, sondern es sich derzeit in der EU nur um Bürgschaften handelt. Das ist zwar faktisch richtig, aber fast alle Experten gehen davon aus, dass die Griechen ihre Schulden nie zurückzahlen werden. Ob das die Iren, die Portugiesen und die Spanier können, ist zu bezweifeln – und was ist mit Italien? Der bekannte Chef des Ifo Instituts Professor Hans-Werner Sinn, hat kürzlich in einem Vortrag klar gemacht, dass auf die Deutschen ein gewaltiges Schuldenproblem zukommt. Es sagte, dass die Baby-Boomer in etwa 20 Jahren nahe 70 Jahre alt sind. Dann wird das finanzielle Problem in Deutschland auch ohne Rettungsschirme für Euroländer und spanische Banken fast unlösbar. Die Demografie zeigt uns, dass immer weniger Menschen für immer mehr Schulden aufkommen müssen, was den Wohlstand in Deutschland und die Goldjahre beenden wird. Professor Sinn machte deutlich, dass es für Sparer, Anleger und Investoren wichtig ist, sich mit Vermögenswerten abzusichern, die nicht von Dritten abhängig sind und von der Entwicklung des Euro. Er nannte in diesem Zusammenhang u.a. Gold. Sinn geht davon aus, dass der Staat sich im Zweifel über eine höhere Inflationsrate das Geld von den Bürgern für die Begleichung der Schuldenberge holen wird.

Der Inflation entgegensehen oder in Gold investieren?

Die Frage ist jetzt für alle Anleger und Sparer, ob sie mit ihren Bareinlagen auf die Inflation warten, oder ob sie sich mit Gold in einen sicheren Hafen bringen. Viele Vermögensberater raten zu einem Goldanteil im Portfolio. Die Höhe des richtigen Anteils für Goldbarren oder Goldmünzen innerhalb des gesamten Vermögens wird zwar recht unterschiedlich beurteilt, aber liegt bei den meisten Anlage-Experten bei etwa 5 bis 10%; einige raten sogar zu einem Goldanteil im Portfolio von 20%. Über eines sind sich die Vermögensberater allerdings einig. Wer einen Teil seiner Geldanlagen in Gold investiert, sollte dafür nicht Fonds oder ETFs wählen, sondern muss in physisches Gold investieren. Wegen der größeren Sicherheit, das Gold eines Tages als Währung einsetzen zu können, raten einige Anlageberater zu einer kleinen Stückelung beim Gold. Obwohl der Aufschlag für den Goldankauf und Verkauf bei kleineren Goldbarren höher ist, rät man trotzdem zu kleineren Goldbarren, um die Flexibilität bei einem Eurocrash zu behalten.

Warum in physisches Gold investieren?

Es gibt zwar ETFs, die mit Goldbarren ganz oder teilweise abgesichert sind, aber trotzdem raten viele Vermögensberater – auch unter Berücksichtigung der erhöhten Kosten – für den Goldankauf und die Lagerung von Gold dazu in physisches Gold zu investieren. Es handelt sich bei dieser Empfehlung sicher nicht nur um ein Bauchgefühl, sondern um eine effektiv erhöhte Sicherheit für den Anleger, die nachvollziehbar ist. Die Alternativen zu physischem Gold sind ETFs oder ETCs. Es handelt sich beim ETF um einen Fonds um beim ETC um eine Schuldverschreibung. Der Anleger sollte darauf achten, welchen Insolvenzschutz das Papier hat und ob der Wert der angebotenen Produkte überhaupt den Goldpreis abbildet oder sich der Wert des Fondsanteils aus Goldminen bzw. Goldminenaktien bildet. Wer sein Geld direkt in Goldbarren anlegt, muss sich um solche Vertragsbestandteile seiner Geldanlage nicht kümmern und kann den Wert seiner Geldanlage direkt über die Goldpreisentwicklung überwachen. Ob man die die Anlage in physischem Gold direkt in gekauften Goldbarren wählt, sie zu Hause im Tresor aufbewahren will, bei einer Bank oder Anteile an einem Goldbarren auf einem Goldkonto anspart, muss sich jeder Anleger selbst überlegen.

 

 

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