Goldpreisentwicklung: In der Ruhe liegt die Kraft!

CPB | Montag, 30. Januar 2012 - 10:12

Es sind keine Riesensprünge, die der Goldpreis im Moment macht, aber der positive Trend setzt sich fort. Durch die langfristig sichere Niedrigzinspolitik in den USA gab es zwar einen etwas stärkeren Anstieg und auch der Dollar ist etwas schwächer geworden, aber alle anderen Daten und Fakten im wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld haben sich nicht verändert. Es ist davon auszugehen, dass die immer größer werdenden Rettungspakete für den Euro ihren Teil zu einem höheren Goldkurs beisteuern werden und auch die Unruheherde in der Welt die Kursentwicklung für Gold eher positiv beeinflussen werden.

Goldpreis in Euro nur noch gut 5% vom Höchstkurs entfernt!

Der schwächere Dollar auf der einen Seite und die stärkeren Währungen Euro und Schweizer Franken auf der anderen Seite haben die Charts für den Goldkurs auseinanderdriften lassen. Während der Goldpreis in Dollar am Wochenende noch immer ca. 10,5 % vom Jahreshoch entfernt war, was gleichzeitig das Allzeithoch für den Goldpreis von 1.920 US-Dollar je Feinunze bedeutete, so ist der Goldpreis in Euro nur noch 5,05 % von seinem Höchstwert entfernt und für den Schweizer Franken sind es 5,09 % zum Wochenende gewesen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, sind wir mit dem Goldpreis in Euro und in Schweizer Franken nur noch ganz kurze Zeit von einem neuen Allzeithoch entfernt.

Schuldenkrise und Inflation der Rettungsschirme stärken Goldkurs!

Die FED hat die Gelddruckmaschine in den USA angeworfen und wird noch eine ganze Weile auf höchster Geschwindigkeit produzieren. Die Wirtschaft schwächelt, die Arbeitslosenzahlen sind noch sehr hoch und die Wahlen in den USA stehen bevor. Der USA Schuldenstand steigt in unermessliche Höhen und auch die Schuldenkrise in Europa ist noch lange nicht gelöst. “Im Westen nichts Neues”, heißt der Roman von Erich Maria Remarque mit Schilderungen aus dem Ersten Weltkrieg. Mit “Im Westen nichts Neues” könnte man auch die wirtschaftliche Entwicklung in den westlichen Industriestaaten beschreiben. Nur wenige Länder haben es erkannt, dass die Schuldenspirale so nicht weitergehen kann und wegen der hohen Schuldenlast reduzieren die Notenbanken das Zinsniveau in Richtung null, was im Endeffekt in diesen Ländern einen realen Negativzins nach sich zieht. Das Geld auf dem Konto wird bei Anlegern immer weniger und die Notenbanken, insbesondere in Asien, sichern einen immer größeren Teil ihrer Währungsreserven mit Goldbarren ab. Der Ruf nach Konjunkturprogrammen für die Pleiteländer wird immer größer und diese müssen dann erneut mit Schulden finanziert werden.

Wann platzt die Schuldenblase?

Alle Rettungsschirme mit oder ohne Hebelwirkung und alle Konjunkturspritzen für den wirtschaftlichen Aufschwung verschieben das Problem nur weiter nach hinten; es wird damit nicht gelöst. Japan, die USA, große Teile Afrikas und die Mehrzahl der Länder in Europa sind hoch verschuldet. Es gibt fast keinen Experten mehr, der ernsthaft damit rechnet, dass diese Schuldenberge einmal zurückgezahlt werden können. Die Notenbanken, die EZB und der IWF erkaufen sich durch verschiedene Maßnahmen, zu denen auch die Pseudo-Rettung von Ländern und das Stopfen der Liquiditätslöcher von Banken gehört, nur Zeit. Auch Schuldenschnitte sind ein Teil der Politik, die keine Lösungen anbietet, sondern nur das Problem vertagt. Wenn die Griechen jetzt 100 Milliarden oder auch 150 Milliarden Schuldenballast abwerfen können, geht das Schuldenmachen am nächsten Tag weiter und so wäre es auch im Fall Portugal. Für diese Länder und viele andere auch, ist der Euro keine geeignete Währung und die Instrumente im Euro-Raum reichen nicht aus, um die Probleme der wirtschaftlich schwachen Staaten zu lösen. Selbst wenn die Griechen durch einen EU-Sparkommissar regiert würden, könnte man damit nur Zeit kaufen. Warum sind die Forderungen nach einer Verdoppelung des gerade erst beschlossenen Rettungsschirms ESM denn schon laut geworden? Ganz einfach, weil der IWF und die EZB mit der Zahlungsunfähigkeit in Spanien und Italien rechnen oder mindestens davon ausgehen, dass die nächsten Termine für die Fälligkeit von Staatsanleihen den Schuldnern schon große Schwierigkeiten bereiten könnten. Wann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem die ganze Schuldenblase platzt und uns die Rettungsschirme um die Ohren fliegen? Die Problemlösung kann nur in einer vorsichtig dosierten, aber stets fortschreitenden langfristig geplanten Inflation liegen, damit so etwas nicht mit einem großen Knall passiert. Wenn sich dieser Trend bestätigt, wird das eine neue Goldpreisrallye in Gang setzen, die uns Höchstkurse beschert, an die im Moment nur sehr wenige Menschen glauben.

War das schon der Startschuss für den Gold-Bullenmarkt?

Es könnte in der Tat sein, dass die Goldpreisentwicklung in den letzten Tagen der Startschuss für einen langfristigen Gold-Bullenmarkt war, den wir eigentlich schon in den letzten Jahren hatten. Viele Analysten hatten nur nach dem Kursrutsch im vorigen Herbst von einer Goldblase gesprochen, die den Verkaufsdruck beim Allzeithoch nicht ausgehalten hat. Es ist keine neue Gold-Rallye, die jetzt beginnt, sondern die Fortsetzung der Goldpreisentwicklung, die nur in den letzten Monaten eine Delle erhalten hat, so wie das auch in Zukunft noch öfter eintreten wird. Die Rückschläge für Gold werden aber immer auf einem höheren Niveau beendet werden und damit charttechnisch zwar keinen steilen Aufwärtstrend zeigen, aber eine mit den üblichen Schwankungen natürliche, langfristig positive Goldpreisentwicklung. Wenn es alle Anleger erkannt haben, dass der Startschuss für eine Fortsetzung des Gold-Bullenmarkt bereits gefallen ist, wird die Nachfrage nach physischem Gold erneut steigen und auch die bisher Ungläubigen auf den Zug aufspringen. Dadurch werden die Geldmengen, die in den Goldmarkt fließen immer größer und dadurch den Goldpreis immer weiter beflügeln.

Welche Konsequenzen muss der Sparer und Anleger daraus ziehen?

Die künstliche Geldvermehrung durch Notenbanken, IWF und EZB wird spätestens dann beendet oder zu einem neuen Kurs führen müssen, wenn die Mehrheit der Sparer und Anleger nicht mehr an die Rückzahlung der Kredite glaubt. Gleichzeitig wird die Nachfrage nach Goldbarren immer größer und letztendlich wird der Goldpreis explodieren. Um ein solches Szenario zu verhindern, das am Ende nur wertloses Papiergeld und extrem teures physisches Gold kennt, muss eine völlig andere Politik her. Die Geldvermögen in der Welt sind unermesslich groß und müssen in Zukunft einen ganz anderen Beitrag zur Schuldentilgung der Staaten leisten. Die Konsequenz für Sparer und Anleger ist einerseits natürlich die Aufteilung des Vermögens in Sachwerte, wobei auch Gold eine große Bedeutung hat. Auf der anderen Seite sollten die Wähler in allen Staaten dafür sorgen, dass Wahlversprechen nur sehr wenig Geld kosten dürfen und die Einnahmeseite durch eine hohe Belastung derer gestärkt wird, die man als reich bezeichnen kann. Steuerliche Möglichkeiten dafür gibt es genug, man muss es nur wollen. Nur durch wesentlich höhere Staatseinnahmen, die ausschließlich zur Schuldentilgung eingesetzt werden, können wir uns vor dem Platzen der Schuldenblase und einem herben Absturz schützen.

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