Guter Start für den Goldpreis 2013!

CPB | Montag, 7. Januar 2013 - 08:00

Der Goldpreis hat mit einem positiven Auftakt einen guten Start in das Jahr 2013 hingelegt. Der im letzten Moment erreichte Kompromiss zwischen den Demokraten und Republikanern in den USA hatte den Börsen eine furiosen Start in das Jahr 2013 beschert und auch der Goldpreis bekam von der positiven Stimmung an den Finanzmärkten einen Schub und konnte seine Position festigen. Die Goldpreisentwicklung hatte unter dem Haushaltsstreit in Amerika gelitten und einen heftigen Rücksetzer bekommen. Das lag an der Unruhe in den Märkten und nicht zuletzt an der Befürchtung, dass die FED eventuell von ihrem massiven Rückkaufprogrammen der US-Staatsanleihen (QE3)abweichen könnte. Diese Befürchtung war durch die Stellungnahmen einiger Notenbanker gestützt, die in der Notenbanksitzung dafür plädiert hatten die Rückkäufe zu reduzieren. Gerade die Geldpolitik der US-Notenbank ist u.a. dafür verantwortlich, dass die Marktakteure auf einen steigenden Goldpreis gesetzt hatten, denn die Goldhausse der letzten Jahre ist auch auf eine steigende Inflationsangst auf die ständig steigende Geldmenge zurückzuführen. Die drohende Finanzklippe zum Jahreswechsel in den USA hatte zuletzt auch dem Goldpreis sehr geschadet und der Goldkurs rutschte auf den tiefsten Stand seit August 2012 zurück.

Gold Spekulationen ohne klare Linie!

Der COT-Report der letzten zwei Wochen war sehr unterschiedlich und man kann noch keine feste Richtung erkennen. In der Woche vom 18. bis 25. Dezember 2012 waren die Gold-Spekulanten ängstlich und die offenen Gold Kontrakte gingen um ca. 2,2 Prozent zurück. Sehr drastisch merkte man den Verlust an Optimismus bei der Abnahme der kumulierten Netto-Long-Position, die einen Rücksetzer um satte 7,2 % zu verzeichnen hatten. Besonders unsicher waren die kleinen Spekulanten, denn die Futures dieser Gruppe nahmen um 15,3 Prozent ab, wogegen die Großspekulanten sich zu 4,9 Prozent von ihren Gold-Kontrakten trennten. Dieser Negativtrend dauerte schon die vierte Woche in Folge. Die Situation an den Gold Terminmärkten sorgte damit zu einem großen Teil für den Goldpreisverlust in den letzten Tagen vor Weihnachten.

Gold Spekulanten werden wieder mutiger!

Nach vier Wochen mit nachlassendem Optimismus haben die Gold Spekulanten wieder Mut gefasst. In den Tagen vom 25. Dezember bis zum 31. Dezember veränderte sich die Zahl der Open Interest, also der offenen Gold-Kontrakte, um Plus 0,4 %. Die großen Spekulanten waren zwar mit einem Minus von 1,1 % dabei, aber die kleinen Spekulanten wurden zu 6,8 % mutiger, als in der Woche zuvor. Insgesamt gesehen konnte man im Jahr 2012 immerhin bei beiden Anlegergruppen eine Zunahme der Gold-Futures feststellen. Die Kleinspekulanten vergrößerten die Anzahl ihrer Goldkontrakte um 21 Prozent und die Großspekulanten waren mit einer Erhöhung der Futures um 13 Prozent dabei. Bemerkenswert ist, dass der zunehmende Optimismus bei der Gold-Spekulation zum Jahreswechsel noch vor der Einigung in den USA zwischen den beiden Blöcken im Repräsentantenhaus zu verzeichnen war; wobei allerdings auch das Protokoll der letzten FED-Sitzung auch noch nicht bekannt war. Es bleibt abzuwarten, ob die für den Goldpreis positive Nachricht von der negativen Nachricht der einzelnen Stellungnahmen der Notenbanker neutralisiert wird oder ob sich der Optimismus bei den Gold-Spekulanten durch die Äußerungen während der FED-Sitzung nicht bremsen lässt. Es ist nicht zu erwarten, dass die Mehrheit der Notenbanker einer Veränderung der QE3-Maßnahmen mittragen wird und die Rückkaufaktion von US-Anleihen reduziert wird. Wenn sich diese Meinung bei den Marktakteuren durchsetzt, wird der Optimismus für den Goldkurs weiter steigen und die Goldpreisentwicklung durch die Optimisten unter den Gold-Spekulanten positiv beeinflusst.

Wie wird die Goldpreisentwicklung 2013?

Die Goldpreis-Prognosen für 2013 sind durchweg positiv, obwohl man die Goldpreisentwicklung sehr schwer prognostizieren kann. Manche Gold-Experten meinen, dass der Goldkursanstieg in den letzten 12 Jahren nun bald am Ende sein muss und andere schwören auf den früheren Goldprognosen, die einen Goldpreis zwischen 2.500 und 3.000 US-Dollar je Feinunze für möglich und sogar wahrscheinlich halten. Auch wir sind keine Hellseher und können die Goldpreisentwicklung 2013 auch nicht exakt vorhersagen. Wenn man sich das Jahr 2012 einmal anschaut, hat der Goldpreis im zwölften Jahr in Folge eine positive Entwicklung genommen. Der Preis des gelben Edelmetalls ist zum Stichtag 31.12. um über 7% höher gewesen, als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Damit hat die Goldpreisentwicklung einige wichtige Indizes in der Performance geschlagen. Die Meinungen der Gold-Analysten sind – wie immer – geteilt. Die Märkte sind unvorhersehbar und das gilt vor allem auch für den Goldpreis, der durch die unterschiedlichsten äußeren Einflüsse steigen oder auch fallen kann. Eine ruhige Zeit für Goldanleger war auch das vergangene Jahr nicht und das wird sich wohl höchstwahrscheinlich auch im gerade begonnenen Jahr 2013 ähnlich darstellen. Gold ist nicht mehr so berechenbar, wie das viele Gold Analysten und Gold Spekulanten gerne hätten. Im Jahr 2012 sind mehrere Anläufe auf die wichtige Marke von 1.800 Dollar je Feinunze Gold gescheitert und man wird sehen, ob der nächsten Anlauf gelingt oder der Goldpreis einen herben Rückschlag bis unter 1.550 Dollar hinnehmen muss. Die weltwirtschaftlichen Umstände sprechen für einen höheren Goldpreis, denn die Geldflut in den USA und die Rettung der Pleiteländer in der Euro-Zone führt zu einer immer größer werdenden Inflationsgefahr, die viele Anleger mit einer Investition in Goldbarren bekämpfen wollen. Auch die Zunahme der durch physisches Gold besicherten Wertpapiere (ETFs) spricht eine deutliche Sprache. Traditionell werden Goldbarren gegen eine drohende Geldentwertung gekauft. Das gilt vor allem auch für die Schwellenländer, die teilweise bereits massive Geldwertverluste hinter sich haben oder sie befürchten. Das wird dazu führen, dass die Notenbanken der betroffenen Länder in Gold flüchten und den sicheren Hafen gegen die Inflation in Goldbarren sehen, was die Goldnachfrage und damit den Goldpreis beeinflussen wird. Selbst vorsichtige Gold Analysten rechnen mit einem Goldpreis 2013 von durchschnittlich 1.800 bis 1.850 Dollar. Sollte diese Entwicklung eintreten, ist die Geldanlage Gold im Hinblick auf den derzeitigen Goldkurs auch 2013 eine nicht nur sichere, sondern auch lukrative Anlage und wird damit viele Indizes schlagen. Um zu einer belastbaren Goldpreisprognose 2013 zu kommen, müsste man hellseherische Fähigkeiten haben und die Entwicklung in der Weltwirtschaft und der Finanzwirtschaft vorhersagen können. Zu den Eckpunkten für die Goldpreisentwicklung 2013 gehören auf jeden Fall die Fragen, welche Länder in der Euro-Zone noch ins Wackeln geraten und ob die riesigen Rettungsschirme dann ausreichen werden. Ob die FED ihre Geldpolitik weiter lockert, welche Geldmengen durch den Aufkauf von Staatsanleihen durch die FED und die EZB zusätzlich in die Märkte gepumpt werden und wie der Streit zwischen Republikanern und Demokraten in den USA um die Haushaltspolitik weitergeht. Die Probleme in Amerika sind nur vertagt und man wird sehen, ob es eine Mehrheit für die erneute Erhöhung der Schuldenobergrenze in den USA gibt.

 

 

 

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