Sollte man jetzt bei jeder Schwäche Gold kaufen?

CPB | Montag, 4. Februar 2013 - 08:00

Es gibt einige Gold Analysten, die dazu raten, bei jeder Schwäche beim Goldpreis Gold zu kaufen. Diese These wird auch dann vertreten, wenn man damit rechnen sollte, dass der Goldpreis noch einmal einen Absturz auf bis zu 1.550 US-Dollar je Feinunze hinlegen könnte. Die Chance, dass die Goldpreisentwicklung nicht auf diese Weise verläuft, sondern steil nach oben geht, ist etwa gleich groß. Trotz kleiner Risiken gehen Investment-Profis davon aus, dass der Goldpreis langfristig weiterhin seinen Erfolgskurs fortsetzen wird und daher eine Kaufempfehlung bei jeder kleinen Schwäche beim Goldkurs rechtfertigen. Der US-Dollar erlebt gerade auch eine kleine Schwächeperiode, aber selbst ein fallender Dollar kann derzeit den Goldpreis nicht nachhaltig in Richtung Norden bewegen. Trotz wackelnden Dollar-Euro-Kursen vertrauen viele Anleger dem US-Dollar mehr, als dem Euro. Manche Argumente für den Goldankauf gehen in Richtung der unmäßigen Geldvermehrung und dem damit einhergehenden Inflationsrisiko. Gold wir daher trotz mancher Schwächen weiterhin als der sichere Hafen gesehen und als Versicherung gegen eine steigende Geldentwertung. Gold ist aber nicht nur eine Versicherung gegen Inflation, sondern auch die Performance lässt Gold zu einer sehr interessanten Geldanlage werden. Das stimmt nicht nur für die letzten 12 Jahre, in denen sich der Goldkurs in jedem Jahr positiv entwickelte. Auch für 2013 haben die meisten Gold Analysten einen steigenden Goldpreis prognostiziert und manche Großbanken rechnen sogar mit sehr großen Aufschlägen für das gelbe Edelmetall. Auch langfristig kann sich Gold als Geldanlage durchaus sehen lassen. Seit 1970 stieg der Goldpreis durchschnittlich jährlich um 6,9 Prozent.

Warum steigt der Goldpreis 2013?

Die Goldpreisentwicklung ist zwar mit den üblichen Börsenmechanismen nicht gut einzuschätzen, denn eine Fundamentalanalyse, wie man sie für Aktien anstellen kann, fällt beim Goldkurs doch relativ schwer. Die Parameter für eine positive oder negative Goldpreisentwicklung sind vielfältiger und unberechenbarer, als das bei Unternehmensanteilen der Fall ist. Es ist eine Frage der geopolitischen Entwicklung in der Welt, natürlich spielt die Goldnachfrage eine entscheidende Rolle, die Inflationsrate und nicht zuletzt die Goldspekulanten, die manchmal erhebliche Goldpreisschwankungen auslösen können. Welche Ereignisse insbesondere im Jahr 2013 den Goldpreis bewegen könnten, sehen Sie hier:

Die Geldpolitik USA stützt den Goldpreis!

Die Geldpolitik in den USA spielt grundsätzlich eine große Rolle beim Goldpreis. Die Fragen, ob sich die US-Wirtschaft erholt, man die Steigerung der Arbeitslosenzahl in den Griff bekommt und die alte Immobilienblase in den Vereinigten Staaten, die zur Bankenkrise führte, ist noch nicht ganz überwunden. Die Weltkonjunktur hängt auch teilweise am Tropf der USA. Schaffen es die unübersehbaren Geldmengen, dass die Konjunktur in den USA anspringt? Auch die Null- bis Niedrigzinsen werden so lange die Kapitalmärkte belasten, wie es nicht gelingt, die Wirtschaft in den USA wieder in Gang zu bringen. Sollte der Aufschwung nicht kommen, wird garantiert weiter Geld gedruckt und die demnächst zu erwartende nächste Anhebung der Schuldenbremse in den USA ist schon wieder “Schnee von gestern”.

Die Geldpolitik Europa lässt den Goldpreis steigen!

Was für die USA gilt, gilt gleichermaßen für Europa. Schuldenberge, beängstigende Arbeitslosenzahlen in Südeuropa und Euro-Rettungsschirme von abenteuerlichem Ausmaß sind es, die dafür sorgen, dass wir nicht ruhig schlafen können. Die EZB ist wild entschlossen den Euro um jeden Preis zu retten und weiterhin marode Staatsanleihen der Pleiteländer aufzukaufen. Fallende Dollarkurse gegen den Euro helfen meistens der Goldpreisentwicklung und ein steigender Dollar setzt in den meisten Fällen auch den Goldpreis unter Druck. Wenn das alles immer so eintritt, wäre das berechenbar, aber leider kommt es manchmal anders. Im Moment zeigt sich der Euro gegenüber dem Dollar noch relativ stabil, aber trotzdem steigt der Goldpreis nicht nachhaltig. Der US-Dollar hat wahrscheinlich gegenüber dem Euro doch den Vorteil, dass es sich nicht um eine “künstliche Währung” handelt, die über viele Länder mit völlig unterschiedlichen Sozialstrukturen, verschiedenartiger Finanzpolitik, unterschiedlichen Löhnen und sehr auseinanderdriftenden Leistungen der Volkswirtschaften ausgeschüttet wurde. So lange es keine Angleichung innerhalb der Euroländer in der Leistungsbilanz und der Fiskalpolitik gibt, so lange werden einige Länder auch am Tropf der EU hängen und immer wieder Geld brauchen.

Die Goldnachfrage der Notenbanken!

Die Zentralbanken der Länder sind inzwischen eine der Grundlagen für die Goldnachfrage. Bis 2010 gehörten die Notenbanken zu den Goldverkäufern, aber das hat sich total geändert. Die Zentralbanken in den reichen Industrieländern halten ihre Goldreserven oder erhöhen sie sogar moderat. Die Notenbanken der Schwellenländer und insbesondere der Länder mit einer hohen Inflationsrate, sind inzwischen zu den größten Goldankäufern geworden. Wenn die Chinesen beginnen ihre riesigen Währungsreserven in Gold umzutauschen, sollte man schnell mit einem Goldinvestment dabei sein, denn China alleine könnte den Goldpreis in kurzer Zeit nach oben katapultieren.

Die Goldnachfrage durch Goldanleger!

Auch die Goldnachfrage als Geldanlage für kleinere Vermögen trägt immer mehr zur Goldpreisentwicklung bei. Es handelt sich dabei nicht nur um physisches Gold in Form von Goldbarren im eigenen Tresor, sondern auch um mit Gold besicherte Wertpapiere (ETFs). Wirtschaftliche Erfolge in den Schwellenländern, insbesondere in Asien, schaffen es, das es immer mehr reiche Menschen auf der Welt gibt, die nach einer sicheren Geldanlage suchen. Gold als sichere Geldanlage oder Gold als Statussymbol sind keine Seltenheit. Speziell Indien und China, aber auch in geringerem Maße die Türkei, sind Länder, in denen der Goldbesitz sehr wichtig ist und zur Imagebildung beiträgt. Da es kaum neue Goldminen mit großen Goldvorkommen gibt, wird es immer unsicherer, wie lange die Goldnachfrage durch die Goldförderung überhaupt noch befriedigt werden kann. Gold ist ein endlicher Rohstoff.

Die Goldspekulationen beeinflussen die Goldpreisentwicklung!

Es gibt viele kleine Goldspekulanten, einige große Goldspekulanten und eine Hand voll Großbanken, die den Terminmarkt versuchen für ihre Spielchen mit dem Goldkurs zu nutzen. Es werden manchmal von unterschiedlichen Stellen Berichte veröffentlicht, die nur den Zweck haben den Goldpreis in eine gewünschte Richtung zu schieben. Meistens ist das nach unten, wenn sich die großen Investmentbanken mal wieder schadlos halten wollen oder sogar riesige Gewinne einstreichen. Das muss nicht immer etwas mit physischem Gold zu tun haben, sondern können auch gigantische Manipulationen durch Leerverkäufe sein.

Die wachsende Unsicherheit und Kriege befördern den Goldpreis!

Auch Unsicherheit und drohende oder bereits ausgebrochene Kriege können den Goldpreis nach oben treiben. Oft reichen für einen Kursanstieg beim Gold schon Spannungen zwischen den Gegnern oder innenpolitische Auseinandersetzungen, die wie ein Bürgerkrieg wahrgenommen werden. Alleine Nord- und Mittelafrika (Ägypten, Mali) birgt heute große Kriegsrisiken, dazu der alte Krisenherd Israel. Die Israelis drohen dem Iran wegen seines eigenen Atomprogramms mit einem atomaren Erstschlag und die Situation in Syrien ist auch noch lange nicht bereinigt.

Die Gründe für einen Goldpreisanstieg sind vielfältig!

Man könnte die Argumente für eine positive Goldpreisentwicklung natürlich weiter fortsetzen und die einzelnen Punkte noch mit Stichworten untermauern, wie Überschuldung, Schuldenbremsen, Inflation, Rettungsschirme, Arbeitslosigkeit, Griechenland, Spanien usw. Insgesamt gesehen wird der Goldpreis in diesem Jahr entscheidend durch die genannten Faktoren geprägt werden.

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