Sollte man jetzt Gold kaufen?

CPB | Donnerstag, 15. März 2012 - 12:18

Der US-Notenbankchef Ben Bernanke hat dem Goldpreis durch seine Reden schwer geschadet und die Goldpreisentwicklung hat einen großen Dämpfer bekommen. Die Amerikaner belassen den Leitzins bis Ende 2014 zwischen 0 und 0,25 Prozent und der FED-Präsident ist der Meinung, dass die Inflationsgefahr unter Kontrolle ist. Das bedeutet allerdings nicht, dass es keine Inflationsrate gibt, die die Geldreserven bei Niedrigzinsen schmelzen lassen. “Unter Kontrolle” kann auch bedeuten, dass man eine geplante Inflationsrate zur Schuldentilgung will, aber die Größenordnung der Geldentwertung noch beherrschbar ist. Diesen Eindruck muss man auch bei einer Billion Euro haben, die von der EZB in den letzten Monaten zu einem Schnäppchen-Zinssatz in den Markt geschleudert wurden. Die Lage in der Welt mit hoher Staatsverschuldung, großem Geldmengenwachstum, Niedrigzinspolitik und steigender Unsicherheit hat sich nicht verändert. Trotzdem scheint sich der Trend beim Goldpreis gedreht zu haben. Die Frage ist nur, ob es sich nur um eine kurze Kurskorrektur handelt oder um eine nachhaltige Wende in der Goldpreisentwicklung.

Testet der Goldpreis jetzt die 1.620-Dollar-Marke?

Eine wichtige Marke liegt bei 1.620 US-Dollar je Feinunze. An dieser Marke hat es bereits einige Wendemanöver gegeben und sie scheint zunächst eine stabile Bastion für die Goldpreisentwicklung zu sein. Sollte der Goldpreis bei 1.620 Dollar nicht wieder den Weg in Richtung Norden einschlagen, kann es zu weiteren Abschlägen bis hin zu 1.546 oder gar 1.500 Dollar geben. Das ist aber nur eine charttechnische Analyse, denn an dieses Szenario glauben die meisten Experten im Moment nicht. Vorhersagen kann es natürlich keiner, denn der Goldpreis und die Börsenkurse für Aktien verhalten sich nicht immer so, wie man es auf Grund der Lagebeurteilung vorhersagen würde. Es sieht allerdings so aus, dass am Goldmarkt eine große Nachfrage gibt, was bei dem Kursrückgang in den letzten Wochen auch logisch erscheint. Die Nachfrage nach Goldbarren als Anlagegold ist von Seiten verschiedener Notenbanken vorhanden, aber auch vor allem von Privatanlegern. Die Gründe dafür, warum man jetzt Gold kaufen sollte, sind vielfältig.

Es gibt viele gute Gründe für den Goldankauf!

Bei niedrigen Zinsen, steigenden Staatsschulden, wachsenden Geldmengen, Schuldenschnitt für Griechenland und das Risiko von weiteren Staatspleiten gibt es eine Flucht in sichere Geldanlagen. Dazu gibt es enorme wirtschaftliche Probleme in einigen EU-Ländern mit großer Arbeitslosigkeit, insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die dazu führen, dass immer mehr Menschen dem Papiergeld nicht mehr trauen und Gold als sicheren Hafen wählen. Bei jeder kleinen Delle nach unten bei der Goldpreisentwicklung wird es einen neuen Nachfrageschub geben, der einen großen Absturz des Goldpreises voraussichtlich verhindern wird.

Steigende Vermögen suchen nach sicheren Anlagemöglichkeiten!

Die Schere zwischen den Armen und den Reichen geht immer weiter auseinander. Die Geldvermögen steigen unaufhaltsam und die Diversifizierung in den Depots nimmt mit steigendem Depotwert ständig zu. Die Flucht aus den Staatsanleihen wird zunehmen und für das frei werdende Kapital müssen neue Anlagemöglichkeiten gesucht werden. Immobilien zur Wohnungsvermietung werden durch den demografischen Wandel in der Gesellschaft und die Verringerung der Bevölkerungszahl immer uninteressanter, denn mit einem Wohnungsleerstand kann man kein Geld verdienen. Dazu kommt die Zunahme der prekären Beschäftigungsverhältnisse, d.h. der steigende Niedriglohnsektor, die Zunahme der Minijobs, die unaufhaltsam steigende Zahl der Leiharbeiter und die immer größer werdende Altersarmut, die bei vielen Mietern dazu führt, dass sie den Mietzins nicht mehr aufbringen können. Viele Reiche sind höchst konservativ in ihrem Anlageverhalten und suchen stets nach einem sicheren Hafen für das viele Geld. Dabei kommt es einer größeren Anzahl von Menschen nicht einmal auf einen großen Wertzuwachs an, sondern es geht ihnen vorrangig um den Vermögenserhalt. Diese Konstellation ist wie für eine Geldanlage in Gold geschaffen. Die Vermögen der Reichen und Superreichen werden größer und andere Anlageformen sind diesen Leuten vielfach zu risikoreich oder mit Arbeit verbunden.

Gold ist in Asien immer beliebter!

Indien ist der größte Goldimporteur der Welt und China holt in den letzten Jahren kräftig auf. Es ist damit zu rechnen, dass die Goldnachfrage in China weiter steigt. Das betrifft nicht nur die reichen Chinesen, sondern auch die chinesische Nationalbank, die riesige Devisenreserven hat und sicher bei leicht fallenden Goldpreisen immer mal wieder Währungsreserven in Goldreserven umtauscht, wie es andere Notenbanken auch heute schon praktizieren. Einige Länder wollen zu einer goldgedeckten Währung zurück und in der islamischen Welt denkt man über die Einführung von Goldmünzen als offizielle Währung nach.

Die politische Lage in der Welt wird immer angespannter!

Die Lage in Israel verbessert sich durch die Siedlungspolitik der Israelis in den arabischen Gebieten nicht, sie wird eher brisanter. Auch der dauerhafte Kampf im Gazastreifen befriedet die Region absolut nicht. Dazu kommt die Entwicklung im Iran und die Drohung der Israelis den Iran wegen seiner Atompolitik militärisch anzugreifen. Der Wahlkampf in den USA führt dazu, dass die Repubikaner mit den Säbeln rasseln und Obama kann sich bei einem Angriff der Israelis wahrscheinlich wegen der Stimmen der Juden in den USA nicht aus diesem Konflikt heraushalten. Die Iraner drohen die Straße von Hormus zu schließen, die für den Öltransport aus den Ölförderländern Saudi Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Katar und Kuwait ein lebenswichtiger Seeweg ist. Die EU verhängt Sanktionen gegen den Iran und auch der Nachbar Syrien ist politisch kein sicherer Kandidat. Dazu Atombomben in Indien, Pakistan und vor allem in Nordkorea. Auch angesichts der vielen Krisenherde in der Welt ist an eine dauerhafte Goldpreisentwicklung nach unten nicht zu glauben.

Die Goldmengen sind begrenzt!

Die Goldmengen sind weltweit begrenzt. Das bezieht sich auf die Menge von physischem Gold in Form von Goldbarren und natürlich auch auf die jährlichen Fördermengen. Die Goldminen werden in Zukunft weniger werden, weil die sich Goldadern erschöpfen. Dazu kommen die steigenden Kosten für die Goldförderung, die die Margen der Goldminenbetreiber immer weiter schwinden lassen. Die weltweit steigenden Energie- und Transportkosten, aber natürlich auch die steigenden Lebenshaltungskosten, auch in den Ländern der Dritten Welt, führen dazu, dass der Goldpreis weiter steigt, damit die Kosten gedeckt werden können.

Der Goldpreis steigt in großen Schüben!

Der Goldpreis ist von den 70er bis in die 80er Jahre von etwa 35 auf über 800 US-Dollar je Feinunze gestiegen. In ersten 10 Jahren dieses Jahrhunderts hat sich der Goldpreis versechsfacht. In einem Zeitrauem von zehn Jahren wird offensichtlich immer kräftig zugelegt und danach erfolgt eine kleine Pause. In allen Analysen kann man nachlesen, dass die Experten für dieses Jahr einen stabilen Goldpreis auf hohem Niveau sehen. Selbst wenn die Goldpreisentwicklung jetzt einmal eine kleine Pause einlegt, hat sich die Faktenlage für eine langfristig weiterhin positive Goldpreisentwicklung nicht verändert. Alle Parameter, die den Goldpreis nach oben befördern können, sind vorhanden und es kann nur eine Frage der Psychologie sein, wenn sich diese Fakten nicht auch in Form einer wieder steigenden Goldpreiskurve widerspiegeln.

 

 

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