Sollte man mutig sein und jetzt Gold kaufen?

CPB | Montag, 10. Dezember 2012 - 11:18

Ob der Kampf um die 1.700-Dollar-Marke wirklich schon gewonnen ist, kann man natürlich noch nicht sicher sagen, aber es könnten im Moment Einstiegspreise beim Gold sein. Nach der turbulenten vorigen Gold-Woche lässt der stabile Handelsbeginn in dieser Woche allerdings die Hoffnung wieder aufkeimen, dass diese Marke erfolgreich verteidigt werden kann.  In der vorigen Woche hatten die Gold Spekulanten wieder einmal mit riesigen Wetten den Goldpreis unter Druck gesetzt und die Goldpreisentwicklung bekam einen herben Rückschlag. Große Geldmengen sind als Put-Optionen gegen den Goldpreis im Umlauf und versuchen dem Goldpreis trotz fundamental stabiler Daten zu schaden. Gegen diese massiven Wetten gegen eine positive Goldpreisentwicklung können auch die Goldankäufe von Notenbanken und die ETF-Investoren nicht viel ausrichten.

Gold-Spekulanten haben Angst!

Der COT-Report der vorigen Woche zeigt eine große Nervosität an den Terminmärkten. Man hat den Eindruck, als ob die Gold Spekulanten mit sehr viel Angst agieren. Die Optimisten sind in der Zahl erheblich zurückgegangen. Die Gold-Futures hatten eine massiven Einbruch zu verzeichnen, denn die Open Interest, das ist die Zahl der Gold Kontrakte, ging um 9,4% auf jetzt gut 434.000 zurück. Die kumulierten Netto-Long-Position, also die optimistischen Markterwartungen, verzeichneten ein Minus von 13,7%. Den größten Anteil der Angsthasen konnte man bei den großen Spekulanten ausmachen, denn bei den Non-Commercials gab einen Rückgang um 14,5%. Auch die Kleinspekulanten (Non-Reportables) verzogen sich mit einer Größenordnung von 11,1% aus den Terminkontrakten für Gold. Diese Rückgänge haben in einem relativ großen Ausmaß etwas mit der Tatsache zu tun, dass sich der Goldpreis zeitweise unter der wichtigen Marke von 1.700 Dollar befunden hat, was zu automatisierten Verkäufen der Goldkontrakte führte.

Gold Spekulanten sahen das Risiko des Absturzes bei 1.675 Dollar!

Die Unruhe an den Terminmärkten wurde durch die Goldkurse im Bereich von unter 1.700 Dollar verursacht. Die Goldspekulanten sahen das Risiko, dass der Goldpreis unter 1.675 Dollar rutschen könnte, was charttechnisch eine gefährliche Situation gewesen wäre. Dieses Risiko haben allerdings offensichtlich in großen Teilen die Zocker gesehen, denn bei turbulenten Marktverhältnissen mit großen Umsätzen mit Gold Kontrakten sorgten die ETF-Anleger und Investoren für etwas Ruhe. Dieser Bereich des Goldhandels, der sich mit Wertpapieren befasst, die durch physisches Gold besichert sind, nimmt ständig zu und hat bereits eine riesige Goldreserve aufgebaut. ETFs sind offensichtlich die Antwort auf die Situation an den Finanzmärkten und die Unsicherheit durch die Schuldenberge in den USA, in Japan und Europa.

Droht ein Goldpreis-Absturz wie 2011?

Wer den Goldpreis ständig beobachtet bekommt ein Gefühl dafür, welche Kursveränderungen beim Goldpreis normal sind und welche Goldpreisveränderungen zu den nicht üblichen Größenordnungen zählen. Der Dezember 2011 gehörte zu den Monaten, die eine nicht übliche Goldpreisentwicklung zu verzeichnen hatten. Der Preis für das gelbe Edelmetall musste im Dezember 2011 Kursverluste in Höhe von 7,6% hinnehmen. Dieser Goldpreisverlust war der größte Monatsverlust in 40 Jahren Goldpreisentwicklung. Der Dezember ist allerdings statistisch betrachtet keine schlechter Monat für den Goldkurs, denn durchschnittlich legte der Goldkurs in den letzten 40 Jahren im Dezember um etwas über 1,3 % zu.

Wie wird die Goldpreisentwicklung 2013?

Die Finanzpolitik und die Schuldenmacher in den Regierungen machen es dem Goldpreis relativ leicht. Viele Gold Analysten trauen dem Goldpreis im Jahr 2013 eine ausgezeichnete Performance zu. Die Geldmengen werden immer größer und die Inflationsangst wächst. Bessere Voraussetzungen kann es für eine positive Goldpreisentwicklung nicht geben. Außer den Spekulationen auf den Goldpreis gibt es kaum Ansatzpunkte, die dafür sprechen, dass der Goldpreis 2013 unter Druck geraten könnte. Weshalb auch? Die Notenbanken werden die Gelddruckmaschinen nicht abstellen und die Schuldenberge können nur durch steigende Inflationsraten etwas unter Kontrolle geraten. Die Null-Zins-Politik in den USA ist bereits angekündigt und auch in Europa wird die EZB den Niedrigzins nicht verlassen. Das ist ein weiterer Pluspunkt für eine gute Goldpreisentwicklung, denn die Opportunitätskosten sind weiter sehr gering. Zum Jahresende könnte in den letzten Wochen der Goldkurs noch einmal zulegen, weil sich die Amerikaner im Streit um einen neuen Haushalt noch nicht geeinigt haben und der Dollarkurs darunter leidet. Es ist allerdings damit zu rechnen, dass die Republikaner im letzten Moment noch einlenken, denn eine Fiskalklippe mit automatisierten Kürzungen und Steuererhöhungen schadet zu einem sehr großen Teil der Klientel der Republikaner.

Die Griechen sind pleite – aber im Goldrausch!

Das Handelsblatt berichtete vom Goldrausch in Griechenland. Auf Chalkidiki, einer nordgriechischen Halbinsel, gibt es größere Vorkommen für Kupfer, Silber und auch Gold. Einem Bericht einer griechischen Zeitung war zu entnehmen, dass sich die Griechen vorgenommen haben der größte Goldproduzent in Europa zu werden. Die Firma Hellas Gold hat mit den Sprengungen in der Nähe von Olympia begonnen. Es ist geplant, dass die Goldförderung dort im Jahre 2015 beginnen soll. Es werden etwa 118 Tonnen Gold dort vermutet, was nach heutigem Goldpreis einen Wert von über 5 Milliarden Euro hat. Für den sonst wirtschaftlich am Rand des Abgrund stehenden Staat ergeben sich durch die Goldförderung neue Arbeitsplätze auf der Halbinsel Chalkidiki, die auch dem Staat neue Steuereinnahmen bescheren. Die Arbeitslosigkeit in der Region liegt bei über 25% und bei Jugendlichen sind es nahe 60%, die ohne Job und ohne Zukunftsperspektive sind. Man rechnet für die Dörfer in der Umgebung der Goldförderung mit ca. 1.500 neuen Arbeitsplätzen bei Hellas Gold und insgesamt mit ca. 5.000 Arbeitsplätzen, die durch die Ansiedlung der Goldförderung dort entstehen könnten. Die Tatsache, dass man dort Gold finden kann, ist schon durch Überlieferungen aus der Antike bekannt. Es handelt sich aber um eine unwegsame Bergregion, die eine wirtschaftlich sinnvolle Goldförderung nicht ermöglichte. Erst die Goldpreisentwicklung in den letzten Jahren macht den Goldabbau jetzt rentabel. Außer der Gewinnung von Kupfer, Silber und Gold hat die Region als Geldeinnahmequelle nur den Tourismus, der allerdings für die Gemeinden nur geringe Steuereinnahmen und Abgaben bringt. Hellas Gold soll alleine in diesem Jahr etwa 3 Millionen an die Gemeinde abgeführt haben und wenn die Zahlen aufgehen, sollen es ab 2015 mindestens 7 Millionen Euro sein, die die kleine Gemeinde Aristoteles durch die Goldgewinnung einnimmt.

Es bleibt zu hoffen, dass die Einnahmen aus der Goldförderung in Griechenland nicht in private Geldschatullen wandern oder auf Schweizer Konten landen. Die EU ist gut beraten die Goldförderung in Griechenland im Auge zu behalten, damit das Pleiteland die Gewinne aus der Förderung von Gold in Höhe von 5 Milliarden Euro nicht in den Beamtenapparat steckt, sondern mit dem Gold die Schulden zurückzahlt.

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