Warum der Goldpreis nicht ins Bodenlose fällt!

CPB | Montag, 8. April 2013 - 08:00

Wenn man sich die Goldpreisentwicklung in den letzten Monaten anschaut und die Gold Analysen der Experten betrachtet, entdeckt man eine für alle Goldkenner große Diskrepanz, die nicht wirklich erklärt werden kann. Alle äußeren Anzeichen sprechen dafür, dass sich der Goldpreis nur positiv entwickeln kann, aber der Preis für das gelbe Edelmetall tritt auf der Stelle und an manchen Tagen geht die Angst um, dass ein tiefer Absturz für den Goldpreis zu befürchten ist. Die Goldpreisentwicklung hat nach Einschätzung einiger Gold Analysten allerdings nichts mehr mit dem eigentlichen Wert der Goldbarren zu tun, die in den Tresoren der Goldbanken liegen, sondern wird durch verschiedenste Interessenlagen manipuliert.

Die Förderkosten für Gold steigen ständig!

Der Grund, warum der Goldpreis allerdings nicht ins Bodenlose fallen kann, liegt inzwischen nicht nur in der Goldnachfrage durch die Finanzkrisen und Schuldenkrisen in der Welt und an der drohenden Inflation, die trotz derzeit relativ geringer Geldentwertung im Hintergrund droht, sondern der Grund für einen stabilen Goldpreis liegt auch an den Förderkosten für Gold, die ständig steigen. Der Gold-Förderkosten stiegen in den letzten Jahren durchschnittlich um etwa 10 Prozent pro Jahr und liegen inzwischen deutlich über 1.000 US-Dollar je Feinunze. Die Teuerungsrate für die Goldförderung liegt einerseits natürlich an den steigenden Lohnkosten und sich rasant entwickelnden Energiekosten, aber auch an der Ergiebigkeit der Goldminen, die nachgelassen hat. Vor wenigen Jahren noch wurden mehr als fünf Gramm Gold je Tonne Gestein erreicht, aber dieser Wert hat sich stark reduziert. Aus Expertenkreisen hört man, dass ein Goldpreis von 1.600 US-Dollar heute für viele Goldminen nicht mehr ausreicht, um die notwendigen Investitionen, die steigenden Förderkosten, die Kosten für die Weiterverarbeitung von Gold, die enorm gestiegenen Transportkosten und natürlich die Verwaltungskosten für die Gold-Distribution zu decken.

Betreiber von Goldminen versuchen an der Kostenschraube zu drehen!

Auch bei den großen Goldminenbetreibern wird ständig an der Kostenschraube gedreht, können Gold Experten berichten. Sie versuchen die Kosten für die Goldproduktion zu senken, um die Goldminen weiterhin profitabel zu halten. Um eine Kostensenkung zu erreichen, wird das Gold vorzugsweise in den Goldminen vorangetrieben, die mit relativ geringen Kosten eine möglichst hohe Goldförderung erreichen. Wie lange reichen die Goldvorräte aber noch in diesem Goldminen? Wenn der Goldpreis nicht steigt, wird dadurch die Goldförderung abnehmen und sich automatisch eine Goldpreissteigerung ergeben, die von der Goldnachfrage gesteuert wird. Die Goldfördermenge pro Jahr beträgt im Moment ca. 80 Millionen Unzen Gold, das sind etwa 2.500 Tonnen.

Neues Allzeithoch für Gold durch steigende Kosten?

Von einigen Gold Analysten kann man lesen, dass man damit rechnen muss, dass bei einer Goldförderung in dieser Größenordnung der Goldpreis bei ca. 2.000 Dollar je Feinunze liegen muss, um in einigen Jahren noch profitabel arbeiten zu können. Das würde bedeuten, dass man auf jeden Fall mit einem steigenden Goldpreis rechnen kann und ein Goldpreis von mindestens 2.000 Dollar nur noch eine Frage von wenigen Jahren sein kann. Es gibt sogar Stimmen, die im Jahr 2020 von einem Preis für die Goldförderung von mindestens 2.500 Dollar ausgehen und die Bandbreite bis zu 3.500 Dollar je geförderter Feinunze stecken. Es gibt inzwischen Goldminengesellschaften, die sich schon ein zweites Standbein im Bereich der Wiedergewinnung von Gold geschaffen haben. Der Bedarf an Gold in der Industrie steigt ständig und wo Gold in Elektronikteilen verbaut wird, gibt es irgendwann einmal Elektroschrott, der für die Wiederaufbereitung von Gold Verwendung findet. Die Wiedergewinnung von Gold wird in der Zukunft eine immer größere Rollen spielen und auf diese Weise den Goldpreis der Goldminenbetreiber weiter unter Druck setzen. Derzeit werden etwa 1.500 Tonnen Gold aus Elektroschrott wieder dem Goldmarkt zugeführt, aber diese Menge ist bei weitem zu gering um etwa den weltweiten Bedarf für Goldschmuck und die Goldnachfrage der Goldsparer, Goldinvestoren und etwa der Zentralbanken zu decken.

Goldnachfrage größer als das Angebot!

Trotz steigenden Zahlen bei der Wiederaufbereitung von Gold aus der Industrie wird die Goldnachfrage weiterhin größer sein, als das Angebot. Diese Marktsituation wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach auch in den nächsten Jahren nicht ändern. Ein höherer Goldpreis wird durch die Goldnachfrage unausweichlich sein, aber auch durch die Kostensteigerung. Die Kosten steigen nicht nur im Bereich der Goldförderung, sondern natürlich auch die Aufbereitung von Gold wird immer teurer. Das bedeutet, dass der Preis für physisches Gold automatisch weiter steigen wird.

Gold als Geldanlage muss man langfristig sehen!

Die Goldnachfrage und die Goldförderkosten werden also langfristig eine wesentliche Rolle für die Goldpreisentwicklung übernehmen und das dürfte auch noch viele Jahre so sein. Wer einen Teil seines Vermögens in Goldbarren anlegt, denkt in der Regel nicht kurzfristig, sondern beurteilt die langfristige Sicherheit einer Geldanlage. Wer täglich an der Börse spekuliert und auf den schnellen Gewinn aus ist, gehört nicht zu den typischen Goldsparern, Goldanlegern und Goldinvestoren. Die Tagespreise für Gold spielen für eine sichere Geldanlage fast keine Rolle und der COT-Report, der die Marktsituation der Goldspekulanten jede Woche aufzeigt, ist für die Geldanleger kein Maßstab. Gerade in der vorigen Woche haben sich wieder viele Spekulanten von ihren Goldwetten getrennt. Die Anzahl der Gold-Futures ist zwar nur gering gesunken, aber die Anzahl der Goldkontrakte von Spekulanten, die eine optimistische Markterwartung haben, ist um etwa 10 Prozent gesunken. Diese Zahlen beeindrucken den Goldanleger nicht, der den sicheren Hafen Gold für einen Teil seines Vermögens wählt. Bei Niedrigzinsen und niedrigsten Renditen für sichere Staatsanleihen, bleibt den Anlegern nur noch der mit Risiken behaftete Aktienmarkt oder Unternehmensanleihen, um wenigstens die Geldentwertung mit einer Geldanlage in Wertpapieren auszugleichen. Wer sein Geld auf dem Konto bei der Sparkasse oder Bank liegen lässt, wird in jedem Jahr weniger haben. Das Girokonto bringt keine Zinsen und sogar die Mehrzahl der Tagesgeldkonten und Festgeldkonten mit einem noch überschaubaren Anlagehorizont, schafft es nicht die Geldentwertung auszugleichen. Mit einem Goldankauf zur richtigen Zeit hat man langfristig gesehen eine sichere Geldanlage und wenn die Zahlen der Goldexperten stimmen, müsste man mit physischem Gold in den nächsten Jahren sogar richtig gute Renditen erzielen können.

Gold ist in diesen Krisenzeiten wirklich “Gold wert”, auch wenn sich der Goldkurs manchmal von seiner schlechteren Seite zeigt. Nach zwölf Jahren ständiger Goldpreiserhöhung kann sich das gelbe Edelmetall ruhig mal eine kleine Pause gönnen und wer diese Pause zum Goldankauf nutzt, könnte am Ende zu den großen Gewinnern zählen.

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