Wochenbericht Gold: Verlust von über 2%!

CPB | Montag, 22. Oktober 2012 - 09:00

Da hat sich der Goldpreis in der vorigen Woche aber nicht von seiner besten Seite gezeigt, denn der Preis für das gelbe Edelmetall ging um gut zwei Prozent zurück. Für diesen Rückschlag gab es mehrere Faktoren, die jeweils eine Teilschuld an diesem kleinen Einbruch beim Goldkurs übernehmen mussten. Zum Wochenausklang endete der Gold Preisverfall bei gut 1.721 Dollar und es bleibt spannend um die Goldpreisentwicklung, denn nachdem die Unterstützung bei 1.730 nicht gehalten hat, könnte jetzt die wichtige Marke von 1.700 US-Dollar je Feinunze getestet werden. Fällt auch diese Unterstützung, dürfte der Weg des Preises für Goldbarren in Richtung 1.680 Dollar weisen. Bisher verbleibt noch immer ein Jahresgewinn von etwa 10% für Gold, aber unter 1.720 Dollar könnte es noch einmal zu einem Goldverkauf größeren Ausmaßes kommen und das Risiko eines weiteren Absturzes beim Gold ist relativ groß. Auch die Gold Spekulanten gaben einige ihrer optimistischen Positionen auf, denn die Anzahl der Gold Futures reduzierte sich immerhin um ca. 4,5 Prozent auf jetzt noch 462.826 Kontrakte. Die Großspekulanten waren es, die an den Terminmärkten für Unruhe sorgten, denn die Netto-Long-Position, die eine optimistische Markterwartung ausdrücken, fielen um 8,5 % auf nunmehr 194.020 Kontrakte. Die kleinen Spekulanten waren nicht ganz zu pessimistisch eingestellt und verringerten ihr Engagement nur um rund 3 Prozent auf 53.363 Futures.

Goldpreis zwischen Wirtschaftsflaute und Hochzeitssaison!

Die wirtschaftliche Entwicklung in China kontra Beginn der Hochzeitssaison in Indien. Diese beiden Themen werden den Goldpreis in der nächsten Woche beschäftigen. Es war damit gerechnet worden, dass unterm Strich China in diesem Jahr der weltweit größte Goldimporteur wird und Indien von dieser Position verdrängt. Die Goldnachfrage in diesen beiden Ländern ist ein wichtiger Faktor für die Goldpreisentwicklung. Wegen der für chinesische Verhältnisse schwachen Wirtschaftslage in China könnte es sein, dass die Goldnachfrage etwas ins Stocken gerät und ein Konjunktureinbruch in China könnte dazu führen, dass die Nachfrage nach Goldbarren, Goldmünzen und Goldschmuck nicht in der erwarteten Größenordnung stattfindet. Gegen diese Entwicklung könnte allerdings die in dieser Woche beginnende Hochzeitssaison in Indien stehen, in der die Goldnachfrage traditionell einen Boom erlebt. Die Inder lieben das gelbe Edelmetall. Dagegen sprechen allerdings in diesem Jahr der hohe Goldpreis und vor allem der Verfall der indischen Rupie, die das geliebte Gold für die Inder sehr teuer gemacht hat. Man wird sehen, ob die Inder trotz der Goldpreisentwicklung am Gold festhalten oder ob sie der hohe Goldpreis eher vom Goldankauf zurückhält. Die Hochzeitsaison in Indien dauert bis Ende November an und in dieser Zeit wird sich zeigen, ob die Wirtschaft in China und die Hochzeitssaison in Indien den Goldpreis stark beeinflusst haben.

Goldpreis auch durch schwachen Euro unter Druck!

Der Goldpreis ist in der vorigen Woche auch durch den Euro unter Druck geraten. Der Euro lag zum Wochenausklang nur noch knapp über 1,30 je US-Dollar. Der EU Gipfel wirkte für den Goldpreis nicht erholend und die verbesserte Zinsentwicklung in Spanien belastete den Euro und den Goldpreis zusätzlich. Das waren in der Tat keine Meldungen, die den Goldkurs in die Höhe treiben können. Friede, Freude, Eierkuchen in der Politik und die Versuche eine Schläfrigkeit bei den Sparern, Anlegern und Investoren durch eine “alles ist gut in Europa und in den USA – Stimmung” zu erzeugen, täuscht darüber hinweg, dass die Gelddruckmaschinen in den USA, in Japan und bei der EZB für Europa angeworfen wurden und die Inflation bald Fahrt aufnehmen wird. Schon jetzt müsste der Goldpreis ausgehend von der Goldkursen in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts inflationsbereinigt über 2.000 US-Dollar je Feinunze liegen. Wenn die Geldschwämme der Notenbanken jetzt die Geldmenge weiter stark erhöht, müsste dieser Goldpreis noch steigerungsfähig sein.

Wie viel Potential hat der Goldpreis?

Viele große Banken und Gold Analysten haben ihre Goldprognosen inzwischen angehoben und gehen allgemein davon aus, dass ein Goldkurs von 2.000 Dollar nicht das Ende der Fahnenstange sein muss. In diesen Gold Analysen wird vielfach darauf hingewiesen, dass der aktuelle Kursverlust beim Gold nur eine technische Korrektur auf die starke Goldpreisentwicklung davor ist, in der der Goldpreis in relativ kurzer Zeit von gut 1.500 auf fast 1.800 Dollar gestiegen war. Das Potential des Goldpreises wird von vielen Gold Analysten auf mindestens 2.100 bis 2.300 US-Dollar in den nächsten zwei Jahren eingeschätzt. Das erklärt auch, warum die langfristig orientierten ETF-Investoren nicht nur an ihrem Goldinvestment festhalten, sondern weiterhin Papiere zukaufen, die durch physisches Gold abgesichert sind. In diesen Gold Analysen geht man auf die kurzfristige Charttechnik nicht ein, sondern verweist stets auf die Steigerung der Geldmenge und die aus der Sicht dieser Analysten bestehenden Korrelation zwischen Geldmenge und Goldpreis. Diese Steigerung der Geldmenge ist, wie mehrfach beschrieben, durch die FED mit QE3 und durch die EZB mit dem Ankauf von maroden Staatsanleihen inzwischen Fakt. Was jetzt noch fehlt, ist eine Goldpreisentwicklung, die dieses Faktum aufnimmt und in einem neuen Allzeithoch widerspiegelt. Die Lockerungsmaßnahmen der US-Notenbank QE1 und QE2 hatten den Goldpreis jeweils beflügelt und man geht davon aus, dass auch QE3 noch seinen Beitrag zur Goldpreisentwicklung leisten wird. Weiteres Steigerungspotential hat der Goldpreis durch die Ankündigung der US-Notenbank die Zinsen weiterhin gering zu halten und auch für die Eurozone rechnet man in den nächsten Jahren nicht mit einer Steigerung der Zinsen. Das führt dazu, dass eine festverzinsliche Geldanlage weiterhin die Inflationsrate nicht mehr decken wird und auch aus diesem Grund nach anderen Anlageformen gesucht wird. Das treibt die Immobilienpreise immer weiter nach oben und natürlich auch die anderen Sachwerte, wie Gold und Silber. Beim Silberpreis ist allerdings das Kursrisiko wesentlich höher, als beim Gold, weil der Silberpreis sehr wesentlich durch die Spekulanten beeinflusst wird und nicht als Währungsersatz gesehen wird. Wenn es zu einer stark steigenden Nachfrage nach Gold kommt, kann es sogar zusätzlich zu einer Verknappung des gelben Edelmetalls führen, was sich wiederum auf den Goldpreis und die Goldpreisentwicklung entscheidend auswirkt. Wenn das gesamte Szenario in dieser Form eintrifft, hat der Goldpreis noch Potential, das weit über 2.000 oder 2.300 Dollar hinausgeht.

Kommen für Gold jetzt starke Monate?

Nach der Statistik sind die Monate September, November und Dezember die stärksten Goldmonate. Einige Gold Analysten wollen den September als den bisher stärksten Monat für den Goldpreis jetzt auf Platz zwei setzen und die bisherige Nummer 2, den November, auf den ersten Platz rücken. Wenn das so eintrifft und der Drittstärkste Monat Dezember seine statistischen Erwartungen erfüllt, könnten wir zum Jahresende vielleicht doch noch eine Goldpreis Rallye bekommen. Ob das Wirklichkeit wird, ist allerdings noch völlig offen, denn den Goldpreis kann man nicht einfach vorhersagen.

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