Besitzt Deutschland 674 Millionen Tonnen Gold?

CPB | Donnerstag, 17. Januar 2013 - 15:55

Am 16.01.2013 titelte ein bekanntes, seriöses und gut informierte Finanzportal: “Bundesbank will 674 Millionen Tonnen Gold nach Deutschland holen”! Da ist der Redaktion ein Wort zu viel in den Titel gerutscht, denn das Portal zitiert einen Bericht der Tagesschau, in dem die richtigen 674 Tonnen Gold (nicht 674 Millionen Tonnen Gold) beschrieben wurden. Angesichts der Tatsache, dass weltweit bisher nach Schätzungen nur ca. 170.000 Tonnen überhaupt gefördert worden sind und die noch nicht geförderten Goldreserven in bisher bekannten Goldminen auf nur ca. 51.000 Tonnen geschätzt werden, hätte man allerdings diese 674 Millionen Tonnen Gold im Text bemerken müssen.

Bundesbank lässt 674 Tonnen Gold nach Deutschland bringen!

Die Verlagerung eines Teils der der Goldreserven in den kommenden Jahren wurde von der Bundesbank nun definitiv beschlossen. Bis zum Jahr 2020 soll etwa die Hälfte der deutschen Goldreserven in Tresoren in Deutschland eingelagert werden. Da bisher ca. ein Drittel der Goldreserven der Bundesrepublik Deutschland bereits im Land sind, handelt es sich um etwa 19 Prozent der Menge Goldbarren, die jetzt noch in Tresoren in den USA und in Frankreich lagern. Elf Prozent der Goldreserven liegen derzeit in Frankreich und sollen komplett ins Land geholt werden und der Rest wird höchstwahrscheinlich aus den USA kommen. Damit bleibt ein erheblicher Teil in der Vereinigten Staaten von Amerika und der Rest der deutschen Auslands-Goldreserven liegt in England. Für die weitere Einlagerung von Goldbarren in Frankreich gibt es nach einem Bericht der Deutschen Bundesbank keinen Grund mehr. Es wird allerdings verschwiegen, dass die Gold Rückholaktion höchstwahrscheinlich durch den öffentlichen Druck und durch den Druck aus den Reihen der Politik entstanden ist. Insgesamt liegt Deutschland mit seinen Goldreserven weltweit nach den USA auf Platz zwei. Der Wert der Goldbarren der deutschen Steuerzahler liegt aktuell bei ungefähr 137,5 Milliarden Euro.

Goldpreis auf dem Weg zur 1.700 Dollar-Marke!

Mit einigen Rücksetzern muss zwar noch gerechnet werden, aber die Goldexperten gehen davon aus, dass die Goldpreisentwicklung jetzt einen erneuten Versuch unternimmt die Marke von 1.700 US-Dollar je Feinunze zu übersteigen. Die Gold Analysten der GFMS haben gerade eine neue Goldstudie vorgelegt, die mit einem Preisziel von 1.900 Dollar für Feingold argumentiert. Die Begründung für die Goldpreisentwicklung sehen die Gold-Analysten in den niedrigen Zinsen und in der Goldnachfrage, die von privaten Goldanlegern, aber insbesondere auch von den Notenbanken den Goldpreis positiv beeinflussen werden. Die Goldankäufe der Notenbanken hatten im abgelaufenen Jahr ein Allzeithoch erreicht und für das erste Halbjahr 2013 wird ein Goldankauf von ca. 280 Tonnen Goldbarren von den Notenbanken erwartet.

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