Test und Rückblick: Beurteilung der Goldpreisentwicklung von Gold Experten!

CPB | Montag, 16. April 2012 - 09:00

Wie in unserem Beitrag “Gold Analysten sind auch nur Menschen” am 9. April 2012 angekündigt, wollen wir uns in einer Artikelserie mit den Stellungnahmen von Gold Analysten, Wissenschaftlern, Gold Experten aus der Finanzbranche und Fachjournalisten zum Thema Goldpreisentwicklung befassen. Damit Sie etwas davon haben und die Argumente der Gold Experten mit den inzwischen eingetroffenen Realitäten gegenüberstellen können, gehen wir mit der Auswahl der veröffentlichten Artikel in die Jahre 2008 bis 2010 zurück. Auf diese Weise können wir gemeinsam feststellen, welche Gold Experten diesen Namen wirklich verdient haben und erkennen auch diejenigen, die ihre Gold Analyse aus dem Kaffesatz gelesen haben. Wie schwierig oder nahezu unmöglich die Goldpreis-Prognose ist, hatten wir in dem erwähnten Beitrag beschrieben. Die Einschätzung des Goldpreises ist fast mit einem Wetterbericht gleichzusetzen. Man sagt, dass bei einer normalen Wetterlage das Wetter drei Tage relativ sicher vorhergesagt werden kann, bei fünf bis sechs Tagen muss bereits eine extrem stabile Wetterlage herrschen und die teils im Internet veröffentlichten Vorhersagen über mehr als zwei Wochen sind aus Sicht der Mehrzahl der Experten eher Hellseherei als Wissenschaft. Bei Gold Analysen ist das ähnlich, selbst wenn man die Zeiträume meistens geringfügig weiter fassen kann.

Gold Analysten nennen nicht immer eine Jahreszahl!

Wenn man heute als Gold Analyst prognostiziert, dass der Goldpreis irgendwann einmal bei 2.500 Dollar je Feinunze liegt, ist das höchstwahrscheinlich eine relativ sichere Bank. Erst die Aussage, dass der Goldpreis im Jahr 2013 die 2.500 US-Dollar-Marke überschreiten wird, ist eine Prognose, für die man den Analysten zunächst respektieren muss. Vielfach hatten die Edelmetall Analysten den Mut und haben nicht nur Fakten, sondern auch Daten genannt. Das macht es uns heute einfach, diese Gold Prognose sozusagen auf die Goldwaage zu legen. Trotz mancher Totalausfälle, über die wir in den nächsten Wochen noch berichten werden, respektieren wir die Meinungsbildung derer, die sich über den Goldpreis und die Goldpreisentwicklung über mehrere Jahre Gedanken gemacht haben und so mutig waren und eine Gold Analyse für mehrere Jahre veröffentlichten. Solche Meinungsäußerungen sind heute vielfach leicht nachzuvollziehen, denn das Internet vergisst nichts!

Hier die ersten drei Gold Analysen!

James Di Georgia

James Di Georgia, der Herausgeber, Chefredakteur des Börsenbriefs Gold und Energy Advisor schrieb am 7. März 2008 über die Goldpreisentwicklung und wagte eine Goldpreis Prognose für 2011 mit einem

Goldpreis von 2.500 $ je Feinunze.

Der Fachjournalist stützte seine Gold Prognose auf seine eigenen Aussagen aus dem Jahr 2006. Er hatte die Goldpreisentwicklung für 2 bis 3 Jahre positiv gesehen und sagte einen Goldpreis von 1.000 Dollar je Feinunze voraus. Im Jahr 2006 lag der Goldkurs im Bereich von 500 bis 600 Dollar und im März 2008 wurde die Feinunze Gold erstmalig in der Geschichte über 1.000 Dollar gehandelt. Mit dieser Gold Prognose hatte Di Georgia ins Schwarze getroffen.

Obwohl der Goldpreis eine starke Performance hatte, konnte man im Jahr 2011 zwar das Allzeithoch für Gold mit etwas über 1.920 Dollar sehen, aber die 2.500 Dollar-Marke von Herrn Di Georgia haben wir bisher nicht erreicht.

Daniel Brebner

Daniel Brebner ist Analyst bei der Schweizer UBS in London. Er war mit seiner Gold Prognose etwas vorsichtiger, denn obwohl auch Brebner am 11. März 2009 den

Goldpreis bei 2.500 US-Dollar

prognostiziert hat, hat sich der Schweizer Banker ab 2009 die nächsten 5 Jahre dafür Zeit gelassen. Wenn diese Gold Analyse stimmt, haben wir in den nächsten Jahren bis 2014 noch eine kleine Goldrallye zu erwarten. Immerhin ist diese Einschätzung bisher aber noch nicht widerlegt. Als Brebner seine Gold Analyse veröffentlichte, lag der Goldpreis um die 900 Dollar und hatte seit dem März 2008 eine kleine Pause eingelegt. Die UBS hat zu dieser Zeit ihren Kunden eine Übergewichtung von Goldbarren als Anlagegold in den Depots empfohlen. Wer damals dem Rat der UBS-Banker gefolgt ist und im August / September 2011 das Gold wieder verkauft hat, hat auf jeden Fall einen starken Gewinn verbuchen können.

Daniel Brebner begründete seine Gold Analyse damit, dass Goldkauf in dieser Zeit eine Geldanlage mit einer geringen Fehlerquote ist, in der die Zentralbanken eine Aussicht auf Inflation oder Deflation haben. Die Schweizer UBS ist einer der größten Goldhändler in Zürich und London und kommentierte zu diesem Zeitpunkt, dass das Gold Kursrisiko nach unten bei etwa 500 Dollar begrenzt ist, aber ein Aufwärtspotential bis ca. 2.500 Dollar hat. Mal schaun, ob die Schweizer das richtig gesehen haben…

Rick Rule

Rick Rule ist der Gründer von Global Ressource Investments. Er sagte am 30. Juni 2010, dass sich der Goldpreis in den nächsten drei Jahren verdoppeln könnte und prognostizierte für 2013 einen

Goldpreis von 2.500 Dollar.

Rule sprach von seiner Befürchtung, dass es zu einem altmodischen “Goldbug” kommt. Ein Gold Bug wird der Goldankauf genannt, um auf einen Gold Bullenmarkt zu warten. Gold ist ein Tauschmittel und als Anlagegold eine sichere Wertanlage, sagte der Investmentprofi und erklärte, dass diese Argumente zwar alt sind, aber noch immer gültig. Gold funktioniert wie Geld, hat aber einen eigenen Wert und daher einen getrennten Nutzen, konnte man lesen.

Als weiteres Argument führte Rick Rule die Geldmenge in den USA an. Schon damals sprach er davon, dass die FED die USA mit Dollars überschwemmt und andere Länder höchstwahrscheinlich ihre Währungen abwerten müssen, um noch am US-Markt teilnehmen zu können. Auch die zu geringe Aufwertung in China bemängelte Rule und bekräftigte, dass aber keine Volkswirtschaft in Asien ihre Währung gegenüber dem US-Dollar stärken wird, um den Zugriff auf die US-Märkte nicht zu gefährden.

Als Folge der Geldpolitik und weiterer Unsicherheiten hat Rule in seiner Gold Analyse den Goldpreis positiv gesehen. Der steigende Goldpreis wird sich allerdings negativ auf die Währungen auswirken, sagte er. Trotz der wirtschaftlichen Schwächen in den USA und dem schwachen US-Dollar wird nach Ansicht Rules der Dollar aber die Währung bleiben, mit der andere Werte, wie beispielsweise Gold, bewertet werden.

Wird eine Gold Analyse noch Realität?

Die erste Gold Analyse von Di Georgia hat sich bereits erledigt. Er konnte mit seiner Gold Prognose nicht punkten. Aus heutiger Sicht ist es kaum denkbar, dass Rules sein Prognose-Ziel für Gold im Jahr 2013 erreicht. Der Weg über die 2.000 Dollar ist im vorigen Herbst gründlich danebengegangen und der Wiederaufstieg scheint etwas länger zu dauern. Eine geringe Chance, dass seine Gold Analyse noch zutreffen könnte, hat wahrscheinlich der Analyst der UBS Bebner. Bis 2014 ist noch etwas Zeit und wenn sich der Goldpreis in diesem Jahr bis 1.800 Dollar oder darüber entwickelt, könnten zwei Jahre ausreichen, um den Preis für das gelbe Edelmetall über die prognostizierte Marke von 2.500 US-Dollar für die Feinunze Gold zu bringen.

Es bleibt spannend…

In der nächsten Woche mehr!

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