Die Geschichte der Goldmünzen.

CPB | Mittwoch, 5. Oktober 2011 - 16:00

Goldmünzen waren ursprünglich als normales Zahlungsmittel vorgesehen und sind erst in den letzten Jahrhunderten mehr und mehr zu Sammelobjekten geworden. Die überwiegende Mehrzahl der Goldmünzen besteht nicht aus reinem Feingold, sondern ist eine Legierung. Der Grund dafür ist die Haltbarkeit, denn Feingold ist relativ weich und würde als Zahlungsmittel aus diesem Grund schnell starke Abnutzungserscheinungen aufweisen. Gold oder Silber ist als Zahlungsmittel entstanden, um den Tausch von Waren zu vereinfachen. Der Tausch Ware gegen Ware war ohne ein geeignetes Zahlungsmittel früher normal und auch der Wechsel zu Silber oder Gold war anfangs nicht ganz einfach, denn jedes Stück musste genauestens gewogen werden, um den Wert festzustellen.

Erste Goldmünzen bereits vor Christi Geburt!

Man geht davon aus, dass die ersten Goldmünzen mit einem einheitlichen Wert im 6. Jahrhundert v. Chr. durch den lydischen König Kroisos in den Verkehr gebracht wurden. Diese Goldmünzen wurden in Kleinasien, dem Gebiet der heutigen Türkei, mit einer Prägung versehen und dienten als normales Zahlungsmittel. Etwa aus gleichem Zeitraum sind Prägungen von Goldmünzen aus dem Perserreich bekannt. Das hatte zur Folge, dass Gold als wertvolles Edelmetall den Menschen immer mehr bekannt gemacht wurde und sich als Zahlungsmittel etablierte. Auch Silber hatte man als Zahlungsmittel entdeckt und etwa 620 v. Chr. wurden erste Münzen von einheitlichem Gewicht und demnach mit einem einheitlichen Wert geprägt. Die frühen Silber- und Goldmünzen waren Kurantmünzen und die Stücke hatten noch eine Form, die an einen Goldbarren erinnern.

Der Weg der Goldmünzen in Europa beginnt in Griechenland!

Bereits kurz nach den ersten Prägungen in Kleinasien wurden die ersten Goldmünzen in Griechenland geprägt. Alle Stadtstaaten, die etwas auf sich hielten, wozu Athen und Rhodos gehörten, begannen mit der Herstellung und Einführung von eigenen Goldmünzen als Zahlungsmittel. Von den Hellenen erlernten die Kelten und Römer die Prägung von Goldmünzen und bekamen nach und nach in ihren Gebieten ein eigenständiges Münzwesen. Von den Kelten wird etwa 300 v. Chr. der Start in das Zeitalter der Goldmünzen vermutet und die Römer begannen mit der Prägung von eigenen Goldmünzen etwa 225 v. Chr. Mit dem bekannten Herrscher Julius Cäsar wurde die Prägetätigkeit stark ausgeweitet und bereits Kaiser Augustus führte ein, dass das Abbild des Kaisers die Goldmünzen der Römer zierte. Die Ägypter prägten erst ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. Goldmünzen, obwohl sie bereits 360 v. Chr. Söldner aus Athen und Sparta mit Goldmünzen für ihren Einsatz gegen die Perser entlohnten. Die Krieger aus Griechenland kannten dieses Zahlungsmittel bereits und hatten eine Bezahlung mit Goldmünzen verlangt. Es wird vermutet, dass der Pharao Nektanebos III die Goldmünzen in Griechenland prägen ließ.

Gold war schon sehr früh ein internationales Zahlungsmittel!

Mit den Kreuzzügen gewannen Goldmünzen als Zahlungsmittel vermehrt an Bedeutung, denn der Handel über weite Entfernungen war im Austausch Ware gegen Ware sehr beschwerlich. Das Gold wurde von allen Volksstämmen anerkannt und nur wegen der Knappheit wurde Gold in einigen Fällen gegen eine Silberwährung ausgetauscht. Als bekannte Münzen aus dieser Zeit kennt man u.a. die Goldgulden und Dukaten. Eine Vielzahl von bekannten Prägungen, die teilweise in namhaften Stückzahlen auch heute noch bei Sammlern vorhanden ist, stammt aus dem 13. bis 19. Jahrhundert. Von den ersten Prägungen sind: Dareikos aus Persien, Aureus aus dem römischen Reich und Dinar aus dem islamischen Reich die bekanntesten Goldmünzen. Aus dem Mittelalter sind beispielsweise: Augustalis, Florin, Écu d’or, Dukaten, Zechine, Goldgulden, Pistole, Dublone, und Louisdor Namen, die man vielleicht schon einmal gehört hat. Fast alle Länder hatten eigene Prägungen von Goldmünzen, die als offizielles Zahlungsmittel eingeführt wurden und teilweise heute noch Gültigkeit haben. In Deutschland gab es von 1871 bis 1915 die Goldmark, die noch bis 1938 als Zahlungsmittel anerkannt war. Der Nominalwert waren 20 Mark bei einem Goldanteil von 7,164 g Gold. Daran ist erkennbar, dass der reine Materialwert mit der Zeit den Nominalwert als Zahlungsmittel bei weitem überstieg. Ein noch heute gültiges Zahlungsmittel in England ist zum Beispiel der Souvereign, der mit einem Goldanteil von 7,32 g nur 1 englisches Pfund als Nennwert hat. Die Prägung mit dem Nennwert in einer Währung hat man in der neueren Zeit aus diesem Grund nicht mehr für sinnvoll angesehen und definiert den Wert eine Goldmünze nur noch über das Gewicht oder im Zweifel den Sammlerwert. Die als Zahlungsmittel noch heute gültigen Goldmünzen sind beispielsweise der sehr bekannte Krügerrand aus Südafrika, der Maple Leaf aus Kanada, Gold Panda aus China, Gold Eagle aus den USA, der Känguru Nugget aus Australien, die Britannia aus Großbritannien und die Münze Wiener Philharmoniker aus Österreich. Einige dieser Münzen gibt es in verschiedenen Gewichten, aber die Basisgröße und für alle ein gemeinsamer Wert ist die Feinunze Gold, 1 oz = 31,1035 g, Feingehalt 999,9/1000.

Goldmünzen sind wertvolle Sammlerstücke!

Alte Goldmünzen oder Goldmünzen mit geringeren Auflagen aus der neueren Zeit sind für Anleger eine interessante Beimischung im Anlagemix. Der Wert des Edelmetalls ist in jedem Fall gegeben und auch die Wertsteigerungen für Gold in den letzten Jahren waren erheblich. Dazu kommen bei einigen Prägungen noch ein großes Sammlerinteresse und ein entsprechender Sammlerwert, der den reinen Materialwert oft vielfach übersteigt. Es werden in jedem Jahr neue Goldmünzen emittiert, die in allen Fällen nach kurzer Zeit bereits vergriffen waren. Die Goldmünzen-Prägeanstalten betreiben einen etwas albernen Wettbewerb um die größte Goldmünze weltweit. Bis 2007 war Österreich an der Spitze mit einer „Goldmünze“ von sage und schreibe 31,103 kg Gewicht und einem Nennwert von 100.000 EURO. Seit  Mai 2007 hat Kanada die Führungsposition. Der Big Maple Leaf hat einen Nennwert von 1 Million kanadischer Dollar und wiegt 100 Kilogramm. Was daran noch „Münze“ sein soll, ist nicht erklärbar.

Goldmünzen sind ein tolles Geschenk!

Es gibt viele Anlässe und eine große Anzahl von Menschen, die es einem, der ein passendes Geschenk sucht, sehr schwer machen. Eine Goldmünze ist für viele zu Beschenkende willkommen und zu jedem Anlass ein passendes Geschenk. Bei jungen Menschen ist die erste Goldmünze vielfach auch der Beginn einer Sammlung, die gleichzeitig eine ausgezeichnete Geldanlage ist. Für den Anfänger sind natürlich zunächst nur die Materialwerte das Objekt der Sammelleidenschaft. Die Begehrlichkeiten nach Stücken mit Sammlerwert kommen erst viel später hinzu und sind dann schon ein Ausdruck von Leidenschaft zu dem edlen Metall Gold und der Freude an Goldmünzen. Gold ist in der heutigen Zeit mehr denn je ein Hafen der Sicherheit und in den letzten Jahren sogar in zunehmendem Maße nicht nur eine wertstabile Anlage, sondern auch eine Anlage mit ausgezeichneten Gewinnaussichten.

 

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