Goldpreis und Gold-Analysen in der 5.KW 2012

CPB | Montag, 6. Februar 2012 - 10:00

Nach dem Kursrutsch ab September 2011 hat der Goldpreis im Januar wieder eine erstaunliche Performance hingelegt und erinnert an seine alte Stärke. Alle kurzfristigen Ausbrüche aus den Aufwärtstrends sind inzwischen fast vergessen und wenn man sich den Goldchart der letzten 5 Jahre anschaut, kann man deutlich erkennen, dass der langjährige Aufwärtstrend, trotz Delle im letzten Herbst, noch immer ausgezeichnet in Takt ist. Die Frage nach Goldbarren als sicheren Hafen wurde von den sehr langfristig orientierten Anlegern nie bestritten und sogar die Pessimisten sind im Moment sehr ruhig geworden. Daran ändert auch die kleine Preiskorrektur zum Wochenende nichts.

Gold als Depotbeimischung ist und bleibt attraktiv!

Die Mehrzahl der Analysten ist sich einig, dass Gold auch weiterhin eine attraktive Depotbeimischung ist und für die Zukunft rechnen fast alle Analysten mit einem steigenden Goldpreis. Die Situation an den Finanzmärkten hat sich nicht verändert, denn die Schuldenkrisen in Japan, den USA und Europa werden uns noch lange beschäftigen. Die US-Notenbank hat für einen steigenden Goldpreis gesorgt und die Ankündigung, dass der Leitzins der FED bis Ende 2014 bei 0,00 bis 0,25% bleiben wird, ist in den aktuellen Goldpreis noch nicht ganz eingepreist. Die Sicherheit in physisches Gold zu investieren kostet durch verlorene Zinsen in einer Niedrigzinsphase wenig oder wird sogar durch einen steigenden Goldpreis mehr als ausgeglichen. Damit wird Gold möglicherweise jetzt auch von Anlegern bevorzugt, die bisher in Staatsanleihen investiert waren. Für aus heutiger Sicht noch relativ sichere Bonds gibt es fast keine Zinsen mehr oder man muss sogar manchmal für eine Anleihe etwas draufzahlen, so wie das bereits in Dänemark, den Niederlanden, in der Schweiz und in Deutschland zuletzt der Fall war. Wenn viele Käufer von Staatsanleihen zu Goldbarren wechseln, steigt die Goldnachfrage erneut und der Goldpreis wird mit “Freudensprüngen” reagieren.

Goldpreis erreicht zum Jahresende 2012 Rekordhöhe!

Die Meinung, dass der Goldpreis in diesem Jahr wieder steigt, vertreten fast alle Analysten. Nicht wenige gehen davon aus, dass der Goldpreis über dem bisherigen Höchststand von 1.920 US-Dollar notieren wird und einige vertreten sogar die Meinung, dass der Goldpreis die magische Marke von 2.000 US-Dollar in diesem Jahr überschreitet. Die Eurokrise ist noch nicht überwunden und Deutschland muss jetzt sehr darauf achten, dass es nicht zum Zahlmeister Europas wird, denn die deutsche Wirtschaft läuft gut und von Krise ist bisher bei steigenden Steuereinnahmen nichts zu spüren. Das Problem Griechenland ist noch nicht gelöst. Man kann die Situation mit einem alten Sepp-Herberger-Wort auf die Griechen zugeschnitten sehr gut beschreiben und sagen: “Nach dem Schuldenschnitt ist vor dem Schuldenschnitt!” Auch nach einem Schuldenschnitt von 70% + X ist das Griechenproblem nicht vom Tisch, denn es werden sich wieder neue Schulden anhäufen und das Thema beginnt von vorne. Für einige Länder in Europa ist aufgrund ihrer wirtschaftlichen Schwäche der Euro einfach zu teuer und das kann man auch nicht durch einen Schuldenschnitt ändern. Neben Deutschland gibt es keine wirtschaftlich ähnlich starke Macht in Europa, die als Geldgeber noch in Frage kommt. Spanien und Italien sind jetzt schon Totalausfälle und die Franzosen müssen darauf achten, dass es nach der Herabstufung auf AA+ keine weitere Verschlechterung der Bonität mehr gibt. Auch das Triple A für die Briten steht unter Beschuss und eigentlich sind sie auf ihrer Insel keine wirklichen Europäer, denn sie wollen weder den Euro, noch in irgendwelche Töpfe für die Gemeinschaft einzahlen. Die kleineren Länder, denen es noch einigermaßen gut geht, können bei der Rettung Europas nur einen relativ kleinen Beitrag leisten.

Bei den Rohstoffen sind die Bullen los!

Die Unsicherheit an den Märkten spürt man an einem steigenden Interesse an Rohstoffen. Die US- Börsenaufsicht CFTC berichtete kürzlich von einem bullischen Engagement vieler Hedge Fonds an den Rohstoffmärkten, das wahrscheinlich durch die FED-Ankündigung der Niedrigzinsen bis 2014 getrieben wurde. Nicht nur in den USA, sondern auch in Asien und Europa läuft das Geschäft mit Gold, Silber und anderen Edelmetallen sehr gut und auch diese Entwicklung lässt einen höheren Goldpreis und steigende Preise für andere Rohstoffe vermuten. In der Fachsprache nennt man die Lockerung der Geldpolitik “quantitative easing” und in der Umgangssprache kann man das auch als Anwerfen der Gelddruckmaschine bezeichnen. Die Geldruckmaschinen in den USA laufen schon eine ganze Zeit auf Hochtouren und in Europa beginnt man sicher auch bald die Druckbogen in die Maschine zu fahren, damit die Druckmaschine ins Laufen kommt. Das befördert einerseits den Goldpreis und reduziert indirekt auf der anderen Seite die Schuldenberge.

Goldpreis wird stark durch die Notenbanken beeinflusst!

Auch die Commerzbank ist der Meinung, dass sich der Goldpreis in diesem Jahr weiter in Richtung Norden bewegt. Während der Goldpreis in Dollar vom Allzeithoch noch etwas weiter entfernt ist, näherte sich der Goldpreis in Euro in der vorigen Woche seinem Allzeithoch schon sehr. Die Commerzbank ist der Meinung, dass die Spekulationen auf weitere Lockerungsmaßnahmen in der Geldpolitik den Goldpreis treiben und sozusagen die Notenbanken den Goldpreis “hochdrucken.” Man rechnet mit weiteren monetären Lockerungen nicht nur in den USA, sondern auch in China und Europa, wo man vor allem bald mit einem Vorstoß der Bank von England rechnet. Physisches Gold wird weiter stark nachgefragt. In der letzten Woche konnte man von etwa 6 Tonnen Gold lesen, die beim weltweit größten Gold-ETF, SPDR Gold Trust, hinzugekommen sein sollen.

Auch die Schwellenländer kaufen Gold!

Einerseits sind es die Notenbanken, die durch die Geldpolitik den Goldpreis nach oben befördern und auf der anderen Seite ist es die Nachfrage, die auch beispielsweise aus den Schwellenländern wieder gestiegen ist. Nach einem Bericht von change.ch wird die Goldpreis Hausse durch den Goldankauf in den Schwellenländern erheblich beeinflusst. Es wird eine Veröffentlichung von Amit Bhartia und Matt Seto von GMO zitiert, in der davon die Rede ist, dass in den 70er, 80er und 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts der Goldpreis stets mit einer hohen Inflationsrate stieg, was aber in der Goldpreisrallye seit dem Jahr 2000 nicht mehr als Erklärung dienen kann. In der Studie wird der starke Goldpreisanstieg in den letzten 10 Jahren mit der Nachfrage nach Goldbarren aus den Schwellenländern begründet. So stieg der Bedarf an Gold allein in Asien gemessen an der gesamten Nachfrage nach Gold von 39% im Jahr 1999 auf 57% im Jahr 2010. Wenn man alle Länder aus den Emerging Markets zusammenrechnet kommt man auf einen Anteil von 79% an der Gesamtnachfrage nach physischem Gold in der Welt.

 

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