Goldpreisentwicklung 2012 bis 2020!

CPB | Montag, 2. Januar 2012 - 12:58

Bekommen wir bald wieder einen Goldpreis von 1.000 US-Dollar für die Feinunze oder sind es eher 5.000 oder mehr Dollar für die international fixierte Maßeinheit von 31,1034768 Gramm? Die 1.000 Dollar-Grenze hat das gelbe Edelmetall erstmalig am 14. März 2008 mit einem Schlusskurs von 1002,30 US-Dollar überschritten, um danach allerdings wieder ein halbes Jahr bis zum 12. November 2008 auf 713,25 Dollar pro Feinunze zu fallen. In den folgenden drei Jahren hatten wir eine Goldrallye, die am 06. September 2011 einen historischen Höchststand mit einem Tageshoch von 1.920,25 $ erreichte. Seit diesem absoluten Höchstkurs bewegt sich der Goldpreis wieder nach unten und steht im Moment unter der wichtigen Unterstützungslinie im Bereich von 1.600 Dollar. Mit der Charttechnik hat der Goldpreis die Experten bereits mehrfach in die Irre geführt und von den Goldpreis-Anbetern, die schon für 2011 den Preis bei etwa 2.000 Dollar für die Feinunze gesehen hatten, hört man im Moment relativ wenig. Aber auch diejenigen, die das Platzen der Goldblase vorhergesagt hatten, schweigen erstaunlich und prognostizieren keinen Weltuntergang für den Goldpreis. Woran liegen diese Zurückhaltungen, fragt sich der besorgte Anleger und findet unter den Analysten nur sehr wenige, die sich mit einigermaßen klaren Meinungen zum Thema Gold äußern.

Die Schuldenkrise hat jetzt auch den Goldpreis im Griff!

Der Höhenflug des Goldpreises in den letzten 11 Jahren, mit einem Turboeffekt seit drei Jahren, lässt die Vermutung zu, dass es sich bei dem Preisverfall für Goldbarren in den letzten Monaten in der Tat um das Zerplatzen einer Goldblase handelte. Die Unsicherheit in der Welt, besonders die Schuldenkrise in den USA und in der Euro-Zone, würden aber eher auf eine Goldpreisentwicklung nach oben wetten lassen. In dieser Zwickmühle befindet sich der Goldpreis im Moment und man kann kurzfristig noch nicht sicher vorhersagen, in welche Richtung sich der Preis für physisches Gold entwickelt. Alle Einschätzungsversuche könnten sich relativ schnell in Luft auflösen. Gold ist immer eine gute Investition bei geringem Wirtschaftswachstum und hoher Inflation. Eine geringe Inflationsrate ist hingegen für den Goldpreis weniger beflügelnd. Die wirtschaftliche Situation wird für das Jahr 2012 eher zurückhaltend gesehen und sogar die sonst vielfach optimistisch auftretende Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte in Ihrer Neujahrsansprache, dass das Jahr 2012 schwieriger wird, als es bereits im Jahr 2011 zu spüren war. Damit ist vielleicht eine Vorhersage für die Schuldenkrise in Europa gemeint, denn einige Experten sehen bereits den Austritt der Hellenen aus dem Euro und ob Italien aus der Schuldenfalle herauskommt, ist auch absolut noch nicht gesichert. Dazu kommt Spanien, wo es bei höchster Arbeitslosenzahl und schlechter Wirtschaftslage ein Sparprogramm geben soll. Ob diese Kombination vom Erfolg gekrönt sein wird, ist fraglich bis unwahrscheinlich. Diese Perspektive sieht für den Goldpreis aber eher günstig aus und man kann sich im Moment nur einen weiter stark fallenden Goldpreis durch Marktmanipulationen vorstellen, die von speziellen Interessen gelenkt werden.

Der Goldpreis steigt bei Geldentwertung!

Wenn die Europäische Zentralbank (EZB) mit dem Italiener Mario Draghi an der Spitze in den kommenden Monaten und Jahren weiter marode Staatsanleihen kauft, um den Euro zu retten, wird das langfristig allerdings dazu führen müssen, dass die Eurorettung nur mit frischem Geld geschafft werden kann. In Japan, den USA oder in Europa wird es am Ende keine andere Chance geben, als die hohen Staatsschulden mit der Druckmaschine für neues Geld zu beheben, also die Schulden auf diese Weise weginflationiert werden. Die US-Notenbank FED deckt bereits die Staatsfinanzierung mit frischem Geld ohne Gegenwert ab und die Wirtschaftsprogramme zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit fressen immer mehr von dem zusätzlichen Geld direkt wieder auf. Eine erhöhte Inflationsrate in den USA ist damit vorprogrammiert. In Japan kann sich der Staat noch mit Anleihen unter einem Prozent überwiegend von der eigenen Bevölkerung finanzieren, obwohl die Staatsverschuldung mit über 220% vom BIP mehr als zweimal so hoch ist wie in den USA. Wenn die Bevölkerung in Japan eine etwas höhere Verzinsung haben will und die Anleihen auch in Japan teurer werden, wird die Yen-Druckmaschine sicher auch dort angeworfen, um den Staatshaushalt zu finanzieren. Viele wünschen sich auch von der EZB für Europa schon jetzt frisches Geld nach dem Muster der FED, aber bisher bleibt man in diesem Punkt noch bedeckt. Die Diskussion um eine Veränderung des Inflationsziels der EZB von 2% auf 4% wird allerdings bereits seit längerer Zeit von interessierten Kreisen forciert. Mehr als bereits zweimal den Leitzins in seiner bisherigen kurzen Amtszeit zu senken, konnte man jedoch von Draghi nicht verlangen. Es bleibt abzuwarten, wann der nächste Schritt in die Geldentwertung folgt.

Die Euro-Rettung wird den Goldpreis treiben!

Wer rettet eigentlich wen, muss man sich fragen, wenn man die Argumentationsketten der verantwortlichen Politiker verfolgt. Erst die Banken retten und dann die Länder oder doch erst die Länder und dann die Banken. Wie auch immer. Christian Wulff hat trotz privatem, jetzt umgeschuldetem Hauskredit mit einer Aussage im vorigen Jahr Recht gehabt, als er fragte, wer denn demnächst die Retter rettet. Die Rettung der Pleiteländer und Pleitebanken ist zwar zur Vermeidung des totalen Crashs im Moment eine Lösung, aber bietet langfristig keine Perspektive. Jeder neue Rettungsschirm und jede Erhöhung vorhandener Rettungsschirme, egal ob direkt oder über die EZB, schaffen neue Schulden. Sechs Billionen Euro Schulden in der Eurozone können durch die wenigen Länder, deren Haushalte noch in Ordnung sind, nicht bezahlt werden. Für die Schuldenländer gibt es keinen wirtschaftlichen Aufschwung, sondern eine Verschärfung der Krise. Am Ende gibt es nur eine Beschleunigung der Inflation, um die Zins- und Schuldenlast bedienen zu können. Solange man auch in Deutschland, Österreich, Finnland und den Niederlanden von einem Erfolg spricht, wenn man weniger neue Schulden aufgenommen hat, als eingeplant waren, ist das Denkmodell grundsätzlich falsch! Ein Staat, der sich wirtschaftlich in einer ausgezeichneten Position befindet und sich im Aufschwung befindet, darf keine Schulden mehr aufnehmen, sondern muss welche abbauen.

Die Langfristprognose für den Goldpreis ist positiv!

Durch immer neue Schulden und Rettungsschirme wird im Moment nur Zeit erkauft. Langfristig gesehen gibt es irgendwann keine Möglichkeit mehr ohne eine inflatorische Entwicklung die Schuldenberge zu bewältigen. Das muss zwangsläufig keine Währungsreform sein, sondern kann auch durch eine ständig langsam steigende Inflationsrate passieren, an die man sich im Laufe der Jahre gewöhnt. Eine galoppierende Inflationsrate von vielleicht 4 bis 5% pro Jahr, der Aufkauf der auslaufenden Staatsanleihen der Pleiteländer durch die EZB und die Einführung von Eurobonds mit einer Verzinsung von um die 2 bis 3 % erleichtern die neue Kreditaufnahme und die Zinsen werden effektiv durch die steigende Geldentwertung immer geringer. Wenn diese Annahmen in dieser oder ähnlicher Form Realität werden, ist ein Goldpreis von 2.000, 3.000 oder bei extremer Inflation sogar 5.000 Dollar sicher keine Utopie.

 Goldpreisentwicklung 2012 bis 2020!

 

 

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