Ist Gold eine Krisenvorsorge oder nur ein Mythos?

CPB | Montag, 19. November 2012 - 09:00

In finanziellen Krisensituationen, die mit einer Inflationsangst einhergehen, kommt schnell der Gedanke an Gold. Goldbarren zur Absicherung des Geldbesitzes werden seit langer, langer Zeit als sicherer Hafen angesehen und dienen zur Absicherung des Sparvermögens. Menschen aus den Generationen vor uns, die den ersten Weltkrieg und die nachfolgende Inflation in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts mitgemacht haben, sind ganz besonders sensibel. Vielfach haben diese Menschen danach noch den zweiten Weltkrieg und die Währungsreform erlebt und dadurch zweimal im Leben alles verloren. Sachwerte, wie Immobilien und Gold haben daher bei dieser Generation einen ganz besonderen Wert. Heute werden als Sachwerte von einigen Vermögensberatern auch Aktien angesehen, weil es sich um Unternehmensanteile handelt und nicht um Bargeld. Auf der anderen Seite ist es umso erstaunlicher, dass bei einer Depoteinrichtung und der Entscheidung für eine Anlagestrategie plötzlich der Goldbesitz in den Bereich Aktien einfließt, weil die Unterscheidung nur zwischen festverzinslichen Wertpapieren oder Tagesgeld und Aktien gemacht wird. Bei einer konservativen Anlagestrategie oder einem “ausgewogenen Depot” wird physisches Gold oder Wertpapiere, die durch physisches Gold abgesichert sind, wie ETFs, in den Bereich der spekulativen Anlagen eingeordnet und somit wie eine Aktie behandelt.

Die Krisenvorsorge in Deutschland ist nicht sehr ausgeprägt!

In einer Umfrage wurde kürzlich festgestellt, dass über 50% der Deutschen nicht in der Lage sind innerhalb eines Monats Geld aufzutreiben, das in einer Krisensituation einmal erforderlich wäre. Sie haben keine Rücklagen und können auf keinen Notgroschen zurückgreifen. Vor allem die 25- bis 45-jährigen sind von dieser Rücklagenarmut betroffen. Elf Prozent der Deutschen müssten das Schmuckkästchen räumen und etwas versetzen oder verkaufen, um an einen Notgroschen heranzukommen. Etwa 14 Prozent hoffen immerhin auf einen verständnisvollen Arbeitgeber und gehen davon aus, dass ihnen von ihrem Arbeitgeber aus einer Notlage herausgeholfen wird. Diese Gruppe geht davon aus, dass sie mit einem Vorschuss oder einem Arbeitgeberkredit rechnen können. Krisenvorsorge ist aber nicht nur eine Frage des Geldes und der Sicherheit, die man beispielsweise durch etwas Gold in Form von Goldbarren oder Goldmünzen hat. Es ist auch nicht auf die Goldpreisentwicklung zu achten und bei einem Niedrigpreis für Gold als Schnäppchenjäger aufzutreten und die Goldreserven wieder etwas aufzubessern. Krisenvorsorge heißt ganz einfach die Ressourcen zu haben, um zu überlegen. Dazu gehört selbstverständlich Energie, aber vor allem ist es die Lebensmittelgrundversorgung, die in wirklichen Krisensituationen keine Selbstverständlichkeit ist. Wenn man einmal an die letzten Wochen denkt, ist festzustellen, dass die Bewohner der Millionenmetropole New York und die des Umlands sicher auch nicht daran gedacht haben, dass sie in eine Notsituation geraten, in denen die Grundversorgung mit Lebensmitteln nicht mehr gewährleistet ist. Neben solchen Naturkatastrophen, wie einem Sturm und einer Flut, können aber auch Wirtschaftskrisen zu Notsituationen führen, die durch Arbeitslosigkeit beginnen und im Zusammenbruch des Währungssystems enden. Wie lange hält der Euro die Schuldenlast der Mitgliedsstaaten noch aus? Was passiert in den Ländern, die heute schon mit einer Arbeitslosenquote von 20 bis 30% belastet sind und einer Jugendarbeitslosigkeit im Bereich von 50%?

Wie schützen wir uns vor dem Zusammenbruch des Euro?

Wenn die Schuldenberge nur noch durch eine starke Inflationswelle gestoppt und abgebaut werden können und die wirtschaftlichen Probleme in den Schuldenländern zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen, sind wir von einem Zusammenbruch der Währung nicht mehr weit entfernt. Was ist, wenn dazu witterungsbedingt durch starke Schneefälle die Transportwege für Lebensmittel teilweise ausfallen? Ein bisher fast unbekannter Vulkan auf Island hatte vor zwei Jahren den Flugverkehr in Europa so stark beeinträchtigt, dass viele Lieferengpässe entstanden. Ein Tsunami an der japanischen Küste hatte ein Atomkraftwerk zerstört und die Folgen bewegten die Welt lange Zeit. Viele dieser Vorfälle sind Naturkatastrophen, vor denen wir uns nicht wirklich schützen können. Die Vorratskammern in manchen Häusern sind zwar randvoll und wer einen vollen Öltank im Keller hat, muss sich auch um eine überlebensfähige Raumtemperatur keine Sorgen machen, aber was hilft das alles, wenn die Währungssystem kollabieren und es zu einem Zusammenbruch des Euro kommt. Man hat den Eindruck, als ob die Politik viele Probleme klein redet. Dazu gehören die Schuldenlast und die wirtschaftliche Entwicklung in Südeuropa. Massenarbeitslosigkeit kann man sicher nicht mit Sparpaketen bekämpfen, aber mehr Schulden machen, um die Wirtschaft in Gang zu bringen, kann auch keine Lösung sein. Man darf gespannt sein, auf welche Lösungsansätze die Politik kommt.

Die Einnahmeseite muss in den USA und Europa erhöht werden!

Die Arbeitnehmer und Rentner immer weiter auszuquetschen kann nicht der Königsweg sein und die Wirtschaft kaputtsparen auch nicht. Wenn man die vielen Milliarden Euro betrachtet, die bisher schon aus Griechenland den Weg in andere Länder gefunden haben, dann darf vielen Politikern eigentlich nur ein Gedanke kommen. Die Einnahmeseite muss dringend bei denen, die das Land mit Milliarden verlassen oder verlassen wollen, erhöht werden. Sicher ist diese Flucht der Superreichen bereits auch schon in Spanien im Gang und vielleicht auch in Italien. Wenn die Regierungen hier nicht ganz schnell reagieren, wird demnächst auch bei diesen Leuten nichts mehr zu holen sein. Die Ächtung aller Länder mit Wirtschaftssanktionen ist dringend erforderlich, die den Kapitalflüchtigen einen Unterschlupf bieten. Länder, die bei der Steuerhinterziehung helfen, dürfen nicht mehr geschont werden, sondern müssen mit harten wirtschaftlichen Mitteln auf den Weg der Tugend geführt werden. Das Bankgeheimnis sollte spätestens da enden, wo die Straftat beginnt. Um einen Aufschwung in Griechenland, in Spanien, in Portugal und Italien nachhaltig zu finanzieren, müssen die Steuerbehörden effektiv arbeiten. Die Steuern müssen eingetrieben und es müssen Sondersteuern für die Superreichen erhoben werden, die zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch Konjunkturspritzen dringend gebraucht werden. Wichtig ist nur, dass die Subventionen nicht durch die vorhandenen, teils korrupten und maroden Systeme vergeben und kontrolliert werden, denn sonst kommt wahrscheinlich fast nichts dort an, wo es hin soll.

 Gold als Krisenvorsorge ist ein wichtiger Teil!

Da die Situation in den Ländern in Südeuropa kurz vor dem großen Knall ist, sollten sich alle Sparer, Anleger und Investoren an Gold als sicheren Hafen erinnern. Es ist anzunehmen, dass weder die Steuern ordentliche erhoben werden, noch die Superreichen richtig zur Kasse gebeten werden und die Politik nicht in der Lage ist, die Probleme am Arbeitsmarkt in Südeuropa zu lösen. Der einzige Ausweg, der den Politikern einfällt, wird die Erhöhung der Schuldenberge sein und Subventionsprogramme aufzulegen, die als Gewinner wieder die Superreichen haben werden. Wer sich vor der zwangsläufig notwendigen Inflationsrate schützen will, muss in Sachwerte gehen und auch einen Teil in Goldbarren anlegen, obwohl manche Vermögensberater Gold nicht nur als Sachwert, sondern auch als spekulative Geldanlage sehen, wie eine Aktie. Diese Überlegung haben die Superreichen sicher schon lange hinter sich, aber sie ist auch für kleine und mittlere Sparvermögen eine brauchbare Alternative.

 

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