Schafft es der Goldpreis über 1.620 Dollar je Feinunze?

CPB | Montag, 18. März 2013 - 08:00

Die Frage nach der Goldpreisentwicklung beschäftigt in diesen Tagen wieder einmal viele Kolumnisten und Gold Analysten. Es wird die Frage aufgeworfen, ob der Goldpreis die Gold Rallye in diesem Jahr doch noch fortsetzen wird, oder ob es der Goldpreis nicht schafft, die Golfpreisprognosen vom Jahresanfang doch noch in die Realität zu befördern. Der Goldpreis wurde vor der wichtigen Schwelle nach unten bei 1.550 Dollar gut unterstützt und befindet sich derzeit in einer aussichtsreichen Position mit Kurspotential nach oben. In den Kommentaren der Goldexperten ist zu lesen, dass es viele gute Gründe dafür gibt, dass der Goldpreis nach einem schwachen Start in das Jahr 2013 doch noch bald wieder anziehen wird. Die Notenbanken drucken weiter Geld, das billig unter die Leute gebracht wird. Der sichere Hafen Gold als Inflationsschutz bleibt im Gespräch und angesichts der Entwicklung der Schuldenberge in den USA, in Japan und einigen Ländern in Europa, wie auch der keineswegs überstandenen Eurokrise, ist die Ausgangsposition für eine positive Goldpreisentwicklung weiterhin gut. Die Analysten von Barclays haben unlängst den Goldpreis für 2013 mit einem Jahresdurchschnitt von 1.646 US-Dollar je Feinunze prognostiziert.

Wird der Goldpreis manipuliert?

Das Wall Street Journal veröffentlichte einen Artikel auf seiner Internetseite, in dem davon berichtet wird, dass die US-Aufsichtsbehörde mit Aufmerksamkeit das Goldpreis Fixing und Silber Fixing in London beobachtet. In diesem Artikel wird gemutmaßt, dass das Gold-Fixing und Silber-Fixing derzeit informell durch die US-Aufsichtsbehörde CFTC untersucht wird und man die Preisbildung in London unter die Lupe nehmen will. Man konnte schon mehrfach über Vermutungen lesen, dass die Goldpreisentwicklung in bestimmten Phasen über mehrere Jahrzehnte immer wieder durch große Banken, auch Notenbanken, gesteuert wurde. Was man seitens der US-Behörde angeblich untersucht, wurde nicht bekannt. Interessant dabei ist nur, dass die US-Aufsichtsbehörden nach Europa schauen, denn es gibt gegen die beiden Großbanken JP Morgan und HSBC nach einem Bericht eines Onlineportals eine Klage wegen einer Silberpreis-Manipulation, die nach diesem Bericht bis heute zu keinem Ergebnis gekommen ist. Wenn die großen Investmentbanken mit riesigen Mengen Gold und Silber spekulieren, dann kann das auch einmal zu einer momentanen Verwerfung des Goldpreises und des Silberpreises kommen, das im Interesse der Großspekulanten ist.

Werden auf Zypern liegende Euro-Milliarden jetzt zu Gold?

Die Eurokrise hat jetzt Zypern voll im Griff und die EU hat gerade ein Hilfspaket für den Inselstaat im Mittelmeer in einer Größenordnung von 10 Milliarden Euro geschnürt. Die Zyprioten müssen allerdings dafür etwas tun und es wurde vereinbart, dass die Unternehmenssteuer geringfügig erhöht werden soll und die auf zypriotischen Banken lagernden Gelder mit einer Zwangsabgabe belegt werden. Neben vielen reichen Zyprioten gibt es auf Zypern auch viele Konten von reichen Ausländern, insbesondere von Briten und Russen, die jetzt mit einem Abzug auf ihrem Konto rechnen müssen. Sogar die Banken-Garantie von Einlagen bis zu 100.000 Euro wurde durch den Beschluss der Eurogruppe in Brüssel gekippt. Alle Guthaben auf Banken in Zypern bis 100.000 Euro sollen mit einer Pflichtabgabe von 6,75 Prozent belegt werden und ab 100.000 Euro Guthaben auf der Bank werden sogar 9,9 Prozent des Guthabens eingezogen.

Man kann jetzt darauf gespannt sein, ob die Geldeinlagen der Sparer, Anleger und Investoren auf den Banken in Zypern bleiben, in andere Länder transferiert werden oder in Gold eingetauscht werden. Wenn die 10 Milliarden Rettungspaket nicht ausreichen, können die Sparer auf Zypern dann vielleicht noch einmal mit einer Sondersteuer auf Spareinlagen rechnen?

Ansturm auf die Banken auf Zypern!

Etwa ein Drittel der auf Banken in Zypern liegenden Einlagen gehören Ausländern. Aber auch die Einwohner auf der Mittelmeerinsel sind über diese Maßnahme sehr verärgert. Nach der Veröffentlichung der Beschlüsse aus Brüssel durch die Medien, wollten viele Bankkunden sofort ihr Sparguthaben von den Banken abheben und es standen Menschenschlagen vor den Schaltern und Bankautomaten. Das Onlinebanking wurde außer Betrieb gesetzt und einige Banken schlossen einfach die Schalter. Die Banken hatten aber bereits in der Nacht auf die Beschlüsse reagiert und die Pflichtabgaben auf den Konten bereits eingefroren. Es sind alle Spareinlagen auf den Banken betroffen und es gibt keine Ausnahme. In verschiedenen Medien wurde berichtet, dass die zyprische Delegation während der zähen Verhandlungen dreimal abreisen wollte und man konnte sogar lesen, dass die Eurogruppe es Zypern freigestellt haben soll, entweder der Pflichtabgabe zuzustimmen oder wieder zur alten Landeswährung Zypern-Pfund zurückzukehren.

Warum kann man die Zyprioten enteignen und die Griechen nicht?

Es trifft immer die Kleinen. Diese Aussage ist jetzt auch zwischen den Beziehungen und in Verhandlungen zwischen Staaten richtig. Wenn die Berichte in den Medien stimmen, hat die Eurogruppe mit den Zyprioten einen kurzen Prozess gemacht. Entweder ihr stimmt der Sondersteuer auf Spareinlagen zu oder ihr seid pleite. In Zypern geht es „nur“ um 10 Milliarden. In Griechenland sind es mindestens 200 Milliarden. Warum hat die Eurogruppe bei den Griechen nicht auch eine Sondersteuer auf Vermögen durchgesetzt? Bei den reichen Griechen wäre wesentlich mehr zu holen gewesen, denn dort sind Milliardenvermögen auf  dem Zenit der Krise ins Ausland geschafft worden. Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen. Dieses Sprichwort trifft auch auf die Entscheidungen in Brüssel in Bezug auf Griechenland und Zypern zu.

Sorgt die EU jetzt für einen steigenden Goldpreis?

Wenn diese Art der Enteignung von Bankkunden jetzt bei der EU Standard wird, dann werden wir ganz sicher erleben, dass sich viele Sparguthaben in Goldbarren verwandeln. Die Strafsteuer wird ohne Ausnahme von den Banken einbehalten. Das gilt nicht nur für reiche Russen, Engländer und andere Ausländer, die ihr Geld auf Zypern angelegt haben, sondern auch die alleinerziehende Mutter, den Rentner und den Kleinverdiener, der sich mit dem Spargroschen etwas anschaffen wollte. Warum hat man nicht mindestens einen angemessenen Freibetrag beschlossen? Das ist kein gutes Beispiel für eine funktionierende freiheitliche Demokratie in Europa.

Jetzt müssen den Beschlüssen der Eurogruppe noch die Landesparlamente zustimmen. Man darf gespannt sein, ob es in den Parlamenten der Mitgliedsländer noch Menschen mit einem Gewissen gibt. Einen kleinen Teil des Geldes der Milliardäre und vielfachen Multimillionäre zu nehmen, um einen maroden Staat zu retten, ist sicher eine adäquate Maßnahme. Es von jedem Spargroschen der Armen auf dem Sparkonto einzubehalten, ist jedoch eine Maßnahme, die sich die Parlamente der Länder noch einmal ganz genau überlegen sollte.

Achten Sie darauf, welche Parteien im Bundestag dieser Enteignung zustimmen! Vielleicht erinnern Sie sich dann bei der nächsten Bundestagswahl daran und wählen diejenigen, die noch ein Gewissen haben.

 

 

 

 

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