Vorausschau auf die Goldpreisentwicklung 2012!

CPB | Montag, 26. Dezember 2011 - 13:04

Nach einem rasanten Anstieg und einer Goldpreisentwicklung über mehr als 10 Jahre und historischen Höchstständen in diesem Jahr, brachten die letzten Wochen des Jahres eine Abkühlung, mit der zu diesem Zeitpunkt nur sehr wenig Beobachter gerechnet hatten. Selbstverständlich waren einige Analysten geneigt in der Goldpreisentwicklung eine “Blase” zu sehen, die sich durch Gewinnmitnahmen in relativ kurzer Zeit in “Luft” auflösen kann, aber die Mehrzahl war gegenteiliger Meinung. Wodurch letztendlich der Absturz in ganz kurzer Zeit mit massiven Einbrüchen in wenigen Stunden entstanden ist, wurde bisher nur vermutet. Wir hatten darüber berichtet, dass es Gerüchte um einen Goldverleih durch eine Notenbank gab und die Goldbarren sehr schnell verkauft wurden, weil sich die ausleihende Geschäftsbank oder die ausleihenden Geschäftsbanken US-Dollar beschaffen mussten. Es muss sich bei dem Deal um relativ große Goldmengen gehandelt haben, denn die sind notwendig, um einen solchen Kursrutsch in wenigen Stunden zu verursachen. Der Goldpreis verlor sogar für kurze Zeit die nächstliegende Unterstützungslinie für den kurzfristigen Aufwärtstrend, aber darunter verläuft eine weitere Linie eines Aufwärtstrends, der Ende 2008 begann und bei diesen Kursen absolut nicht in Gefahr ist. Im Moment hat sich der Goldpreis wieder etwas über der 1.600-Dollar-Marke begeben und ist in einer Seitwärtsbewegung. Wenn diese Marke nicht wesentlich unterschritten wird, ist kein Preisverfall beim Gold zu prognostizieren. Was erwartet uns aber beim Goldpreis im Jahr 2012?

Die Gold Charttechnik ist positiv!

Wenn man sich den langfristigen Aufwärtstrend für das gelbe Edelmetall Gold anschaut, sieht man eine stabile Entwicklung seit nunmehr 11 Jahren. Kleine oder auch vereinzelt größere Kursschwankungen konnten diesen Trend nicht bremsen und auch die jüngsten Turbulenzen machen bisher nicht den Eindruck, als ob sie der langfristigen Goldpreisentwicklung schaden könnten. Es gibt bei Betrachtung der Charttechnik durchaus Parallelen mit früheren Jahren, in denen nach steilen Anstiegen und einem Abrutschen des Goldpreises zunächst eine Seitwärtsphase folgte und danach der Run auf neue Höchstkurse begann. So ähnlich könnte es auch spätestens ab Mitte des nächsten Jahres aussehen. Der Aufwärtstrend ist intakt und die sonstigen Marktbedingungen, wie auch die Schuldenkrisen und wirtschaftlichen Unsicherheiten geben dem Goldpreis eher noch Luft nach oben.

Die Nachfrage nach Goldbarren ist ungebremst!

Es gibt selten mal einen Goldverkauf von einer Notenbank oder größeren Privatinvestoren, bis auf Goldbarren, die beispielsweise aus der Notenbankreserve entnommen werden, um damit Goldmünzen zu prägen. Physisches Gold ist bei den Privatanlegern nach wie vor gefragt, aber auch die Notenbanken, vor allem in Asien und Südamerika, sind hungrig nach Goldreserven. Das betrifft insbesondere auch China und Indien. Die Chinesen haben einen sehr hohen Devisenbestand und suchen ständig nach alternativen Anlagemöglichkeiten. Auch viele institutionelle Anleger, die bisher vielfach in Staatsanleihen investiert waren, könnten durch die sich wahrscheinlich noch weiter zuspitzende Schuldenkrise in Europa und den USA auf die Idee kommen umzuschichten und einen großen Teil ihres Vermögens in Edelmetalle, wie beispielsweise Goldbarren, anzulegen. Die deutschen Pensionsfonds sind allerdings durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) bisher noch bei einem Maximalinvestment von 5% ihres Investments in Rohstoffe gedeckelt, aber wenn die BaFin diese Vorschrift wegen der steigenden Unsicherheit lockert, könnte dadurch zusätzlich ein enormer Nachfrageschub entstehen.

Die Geld- und Finanzpolitik stützt den Goldpreis!

Die geringen Zinsen der Notenbanken in den USA mit 0% bis 0,25% und in der Eurozone mit 1% seit einigen Wochen sind für den Goldpreis wie eine Unterstützung. Solange die Zinsen auf diesem niedrigen Rekordniveau sind, und real sogar zu einem Negativzins führen, wird er die Nachfrage nach Gold weiter beflügeln. Erstaunlicherweise sind die Menschen in Japan bereit Staatsanleihen zu kaufen, die unter einem Prozentpunkt Zinsen versprechen und in der Schweiz ist es sogar mit Überzeichnung gelungen, eine Staatsanleihe gegen einen Belastungszins von 1% an die Investoren zu bringen. Das sind Zeichen, die für einen stabilen Goldpreis sprechen und dazu kommen selbstverständlich die Schuldenberge, die in den USA und in Europa weiter für Unsicherheit sorgen werden. Die Rettungsschirme werden immer größer und durch eingesetzte Hebelprodukte wird das Risiko immer unüberschaubarer. Griechenland ist und bleibt ein “Fass ohne Boden” und ob es die Spanier schaffen ihre Wirtschaft in Gang zu bringen, ist unklar, wie auch abzuwarten ist, ob es die Italiener schaffen aus der Schuldenfalle herauszukommen.

Am Ende bleibt nur noch die Inflation!

Die USA haben über 15 Billionen US-Dollar Staatsverschuldung, was etwa 100% des Brutto-Inlandsprodukt (BIP) bedeutet; dazu eine schwache Wirtschaftslage und steigende Arbeitslosenzahlen. In Japan ist die Lage noch viel dramatischer, denn dort sind es in diesem Jahr etwa 220% Schulden am BIP gemessen – mit wachsender Tendenz. Der Haushalt in Japan wird im nächsten Jahr zu etwa 50% durch neue Schulden finanziert und für 2013 geht man von einer Verschuldungsrate von voraussichtlich 230% aus. Die Griechen liegen bei etwa 160% und Italien bei ca. 120%. Für Griechenland wird es in jedem Fall noch mehr werden und auch der geplante Schuldenschnitt verschiebt das Problem nur nach hinten. Ob die Italiener den Kopf mit dem beschlossenen Sparpaket noch aus der Schlinge bekommen, ist noch unklar, denn das Volk wird durch Streiks und Randalierer dafür sorgen, dass es keine nennenswerten wirtschaftlichen Erfolge gibt. Angesichts der Wirtschaftsschwäche in Spanien und zunehmend hoher Arbeitslosigkeit, insbesondere der jungen Leute, sind die Aussichten der Spanier auch nicht rosig; dazu kommen Portugal, Ungarn, Irland und auch in Belgien wird der Schuldenberg immer größer. Selbst die jetzt noch starken Länder, zu denen Deutschland, Österreich, die Niederlande und beispielsweise Finnland gehören, werden durch Bankenrettung und Euro-Rettungsschirme finanziell in die Knie gehen. Wenn sich der prognostizierte Abschwung dann vielleicht auch in den starken Nationen in der Realität zeigt, bleibt in vielen Fällen wahrscheinlich nur noch die Inflation als letztes probates Mittel, um sich von den Schuldenlasten zu befreien. Bei einem solchen Szenario wird die Nachfrage nach physischem Gold noch einmal steigen und der Goldpreis könnte zu neuen Höhenflügen ansetzen.

Prognose Goldpreis 2012!

Durch die Schuldenkrise, den erwarteten wirtschaftlichen Abschwung und eine überproportionale Geldvermehrung in den USA, in Japan und durch die Rettungsschirme in Europa, wird es spätestens beim Platzen der Schuldenblase in einigen Ländern zu höheren Inflationsraten führen müssen. Nach einer Seitwärtsbewegung könnte der Goldpreis im dritten und vierten Quartal 2012 wieder mit einer Rallye das verlorene Terrain zurückgewinnen. Gold bildet, wenn man den Statistiken glauben kann, im Moment nur einen Anteil von etwa zwei Prozent der Depots. Je höher das Inflationsrisiko ist, umso stärker wird das Bedürfnis eine sichere Anlage zu finden und das Goldimage bedient dieses Sicherheitsbewusstsein noch immer ausgezeichnet. Wenn Gold durch eine steigende Nachfrage für eine Beimischung in Depots auf die von Experten empfohlene Höhe von mindestens 10% steigen sollte, wird sogar die Goldförderung diese Nachfrage nicht mehr decken können, was zusätzlich einen Preisschub beim Gold bewirken könnte.

 

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